Benthe

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Journalistisches: Benthe in den Medien


Übersicht

Neue Hoffnung für Bannmeile in Benthe

01.09.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Kleine Orgel mit großem Potenzial

16.08.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Formfehler: SPD zieht Antrag zurück

12.08.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Unbekannte zerstören Schloss der Benther Sporthalle

11.08.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Ente gut, alles gut

10.08.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Schulschließung steht nicht zur Debatte

08.08.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Entgegen dem Trend

08.08.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

So wenig Erstklässler wie noch nie

07.08.2017

Calenberger Zeitung

S. 3

Brand in Sauna endet glimpflich

07.08.2017

Calenberger Zeitung

S. 3

Was kann die Orgel?

05.08.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

SPD will Feuerwehr-Neubau prüfen

22.07.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Ein malerischer Ausflug ans Meer

17.07.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Kinder boßeln mit Senioren

15.07.2017

Calenberger Zeitung

S. 10

Ortsrat stützt die alte Esche

04.07.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Kirche sucht Paten für ihre Orgelpfeifen

26.06.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Kirchens Biergarten soll Geld in die Kasse bringen

26.06.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Sanierung der Kanäle in Benthe

23.06.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Künstler feiern Wiedersehen

20.06.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

„Manchmal ging es hoch her”

15.06.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Paten für Pfeifen gesucht

10.06.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Simone Weigand ist Schützenkönigin

01.06.2017

Calenberger Zeitung

S. 8

Müller sucht nach Lösungen

01.03.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

VSV-Chef Christian Gehrold tritt zurück

27.02.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Sporthalle wird zum Geisterhaus

27.02.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Laufschul-Kurs beginnt in Benthe

24.02.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Sieben Schritte bis zur Ehrlichkeit

24.02.2017

Calenberger Zeitung

S. 8

Benther wollen Heulern in der Kirche ein Ende setzen

22.02.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Handglocken zum Auftakt

22.02.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Ortsrat will Eltern befragen

16.02.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Gottesdienst zum Weltgebetstag

13.02.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Freundliches Miteinander bei ausgelassener Stimmung

09.02.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Ab Juni geht die Post nicht mehr ab

28.01.2017

Calenberger Zeitung

S. 3

Post will Einrichtung einer neuen Filiale prüfen

28.01.2017

Calenberger Zeitung

S. 3

Feuerwehr fehlen Jugendliche

23.01.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Diebe stehlen Navigationsgerät

20.01.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Grüße aus anderen Zeitzonen

17.01.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Besuchsdienst: 90. Geburtstag ist der Stichtag

17.01.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

„Wir wollen das ganze Jahr durchfeiern”

16.01.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Innere Ruhe finden im Taizé-Gebet

13.01.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Kunstraum zahlt selbst seit 20 Jahren

07.01.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Benther feiern für Benedikt

06.01.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Auf der Zielgeraden

06.01.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

SPD will Kunstraum finanziell entlasten

04.01.2017

Calenberger Zeitung

S. 2

Ausstellung im Café Sabine de Vos

03.01.2017

Calenberger Zeitung

S. 2


01.09.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Neue Hoffnung für Bannmeile in Benthe

Bildungsausschuss hält Sperrbereich an Bergstraße und Bushaltestellenverlegung für denkbar

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In Empelde stehen die Zeichen für eine Verkehrsberuhigung vor der Grundschule schlecht – im Unterschied dazu gibt es allerdings in Benthe bezüglich einer Bannmeile in der Bergstraße neue Hoffnung. Im Bildungsausschuss stellte die Stadtverwaltung jetzt Pläne vor, bei denen die dortigen Bushaltestellen im Fokus stehen.

Ähnlich wie auf der Barbarastraße in Empelde herrschen auch auf der Bergstraße in Benthe vor der Grundschule unübersichtliche Verkehrsbedingungen, die entsprechend unter anderem Gefährdungen für die Schüler und weitere Verkehrsteilnehmer mit sich bringen. Auch hier gab es bislang keinen Konsens zu diesem Thema mit den betroffenen Eltern von Schul-, Kita- und Hortkindern der zentralen Betreuungseinrichtung im Ortsteil.

Für die Schule sei eine Bannmeile denkbar, für die Kita-Kinder müssten dagegen alternative Anliefermöglichkeiten geschaffen werden, erläuterte Thomas Peest, Leiter des Teams Bildung bei der Stadt Ronnenberg, im Fachausschuss die Problematik.

Keine Elterntaxis mehr vor Ort?

Ein neuer Vorstoß der Verwaltung könnte jetzt die Lösung bringen. Die dazugehörigen Pläne sind das Ergebnis eines neuerlichen Ortstermins der Verwaltungsmitarbeiter mit den Einrichtungsleitern, dem Ortsrat und Elternvertretern. Ziel ist es, den Bring- und Abholverkehr aus der engen Bergstraße herauszuhalten.

Als Kompromiss für diejenigen Eltern, die nicht auf das Auto verzichten können oder wollen, sollen zusätzliche Kurzzeitparkplätze in Schulnähe geschaffen werden. Eine Möglichkeit dazu bietet sich in der Straße Am Steinweg in der Nähe der Bäckerei an. Als zweite Variante präsentierte Peest die Idee, die Bushaltestellen an der Schule weiter nach Süden in Richtung Sieben Trappen zu verlegen. Der Bereich an der nördlichen Sieben-Trappen-Straße direkt am Kreisel mit der Bergstraße wäre damit frei für weitere Parkplätze, an denen Kinder sicher abgesetzt werden könnten.

Neuer Zugang für Schulgelände

Das Problem dabei ist, dass diesem Plan noch die Region Hannover zustimmen muss, welche für die Festlegung der Position der Bushaltestellen zuständig ist. Damit den Jungen und Mädchen bei dieser Variante keine unnötig langen Wege entstehen, könnte für sie nach den von Peest vorgestellten Plänen ein Zugang auf der Rückseite des Schulgeländes geöffnet werden. Dieser ist über den Weg am Spielplatz an der Sieben-Trappen-Straße erreichbar. (Uwe Kranz)

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16.08.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Kleine Orgel mit großem Potenzial

Konzert für Reparatur des Instruments

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Mit einem Konzert hat Kreiskantor Christian Windhorst den Zuhörern in der Benther Kirche nähergebracht „Was unsere kleine Orgel nicht alles kann”. Unter diesem Motto war die Veranstaltung Teil des Orgelmarathons – einer Reihe, mit deren Hilfe Spenden für die Sanierung des Instruments gesammelt werden.

Mit mehr als 40 Konzertbesuchern war die Kirche in Benthe gut gefüllt. Windhorst hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und moderierte den Abend auch. Zunächst spielte er Variationen über ein niederländisches Lied von Samuel Scheidt. Schon bei diesem Stück war das Regal zu hören, ein besonderes Register der Orgel mit einem charakteristischen schnarrenden Klang.

Nach einigen farbenreich registrierten Orgelstücken von Johann Sebastian Bach erklang eine der „Biblischen Sonaten” von Johann Kuhnau, Bachs Vorgänger als Thomaskantor. In diesem Stück wird der Kampf der Israeliten gegen die Midianiter geschildert, und das kleine musikalische Schlachtenbild wurde wiederum durch den Einsatz des Regals besonders hervorgehoben.

Hörbar blieb während der folgenden Sonate von Bachs Sohn Carl Philipp Emanuel immer wieder eine Taste der Orgel hängen, eine Folge der hohen Luftfeuchtigkeit in der Kirche. Dieser Schaden ist eines der Probleme, die mit den bevorstehenden Reparaturarbeiten behoben werden sollen. In diesem Zusammenhang war es gut, dass der Kirchenkreiskantor gegen Ende des Programms vom Tango Inspiriertes für Pedal-Solo spielte, denn die Pedaltasten klappern zwar etwas, funktionieren aber noch einwandfrei.

Das Publikum forderte am Ende des Konzertes eine Zugabe und Pastor Martin Funke nutzte die Gelegenheit, um gleich zur nächsten Veranstaltung in der Reihe des Orgelmarathons einzuladen: Am Sonntag, 3. September, spielt Pianistin Barbara Grzybek im Gemeindehaus zugunsten der Orgelrenovierung. (Heidi Rabenhorst)

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12.08.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Formfehler: SPD zieht Antrag zurück

Diskussion über Gerätehaus vertagt

Der Ortsrat hat die Diskussion über die Notwendigkeit eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Benthe überraschend vertagt. Die SPD-Fraktion hatte ihren Antrag auf Prüfung etwaiger Standorte zuvor nach einem Formfehler zurückgezogen. Ein gemeinsamer Antrag des Ortsrates kam nicht zustande.

Nicht von der SPD-Fraktion

„Für eine dauerhafte Sicherstellung des Brandschutzes im Stadtteil halten wir es für erforderlich, die Notwendigkeit eines Neubaus zunächst über eine Bestandsaufnahme zu prüfen und gegebenenfalls geeignete Standorte zu ermitteln”, hatte die Benther SPD-Vorsitzende Helga Hülsemann im Vorfeld erläutert. Zu Beginn der Ortsratssitzung, in der der betreffende Antrag behandelt werden sollte, fiel allerdings auf, dass dieser nicht von der SPD-Fraktion, sondern von ihrem Ortsverband gestellt worden war und somit nicht behandelt werden durfte.

Keine Dringlichkeit

Gerald Müller (CDU) machte den Vorschlag, den Antrag „aus dem Kreis des Ortsrates” gemeinsam neu einzubringen. Inhaltlich gäbe es an dem Papier aus seiner Sicht nichts auszusetzen. Das lehnte die SPD-Fraktion allerdings ab. Einem mündlichen Antrag der SPD-Fraktion während der Sitzung stand die fehlende Dringlichkeit des Anliegens entgegen. Ernüchtert zog Manfred Wilke (SPD) den Antrag daraufhin zurück. Ob, in welchem Gremium und wann er erneut gestellt wird, blieb offen.

Bürgermeisterin Stephanie Harms nahm später in ihrem Bericht dennoch Stellung zu dem Thema. Das Stadtkommando überprüfe derzeit gemeinsam mit dem Sicherheitsbeauftragten alle Feuerwehrgerätehäuser im Stadtgebiet. Dabei soll ein möglicher Bedarf der Brandbekämpfer ermittelt werden. Schon jetzt sei sie einer Arbeitsgruppe von Bürgermeistern der Region zu diesem Thema beigetreten, berichtete die Verwaltungschefin. (Uwe Kranz)

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11.08.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Unbekannte zerstören Schloss der Benther Sporthalle

Sportverein klagt über Vandalismus / Vereinsräume nun mit Alarmanlage gesichert

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Der VSV Benthe ist derzeit arg gebeutelt: Auf Schwierigkeiten bei der Vorstandsbildung folgten zwei Einbrüche in die Räume des Sportvereins. Jetzt richteten auch noch Unbekannte an der Benther Sporthalle einen beachtlichen Sachschaden an.

Nachdem der Sportverein des Bergdorfes im Februar zunächst keinen neuen Vorsitzenden gefunden hat, führt der stellvertretende Vorsitzende Gerald Müller den Club nun kommissarisch. Er beklagte in der Ortsratssitzung am Dienstag die Zunahme unangenehmer Ereignisse im Ort, darunter Einbrüche und Diebstähle. Als jüngsten Tiefpunkt nannte er Vandalismus an der Benther Sporthalle.

„Einer unserer Übungsleiter rief an und sagte, er könne die Sporthalle nicht aufschließen”, beschreibt Müller das Problem, das während der Ferien aufgetreten war. Mitarbeiter der Stadt, die sich um den Vorfall kümmerten, entdeckten nach einiger Zeit den Kern des Problems: Drei elektrische Schließzylinder waren mithilfe von Nägeln blockiert worden. Um den Effekt zu verstärken, hatten die Täter die Nägel zudem mit Sekundenkleber fixiert. Damit war eine Reparatur unmöglich. Die drei Zylinder mussten ausgetauscht werden.

Dass die Tat den Rahmen eines Dumme-Jungen-Streiches überschritten hat, wird dadurch unterstrichen, dass die Verwaltung Strafanzeige gegen unbekannt erstattet hat. Dies sei notwendig, um den Schaden bei der Versicherung geltend machen zu können, erklärte Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler. Die Schadenshöhe bezifferte er auf mehr als 1000 Euro.

Einen direkten Bezug der verschiedenen Taten mit dem Verein sieht Müller indes nicht. Vielmehr vermutet er hinter den Einbrüchen und der Sachbeschädigung unterschiedliche Tätergruppen. Es seien nicht dieselben Personen, die eingebrochen seien und die die Schlösser manipuliert hätten.

Trotzdem hat der Verein auf die jüngsten Vorfälle reagiert. Die Vereinsräume seien inzwischen mit einer Alarmanlage zusätzlich gesichert worden, sagte Müller. Außerdem schaue man nun häufiger und genauer hin, was auf und um das Sportgelände herum so alles passiert. Die Hoffnung sei, dass auf diese Weise die Täter abgeschreckt werden und weitere böse Überraschungen verhindert werden können. (Uwe Kranz)

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10.08.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Ente gut, alles gut

Antja und Christian Gehrold aus Benthe fahren mit ihrem Citroën 2 CV nach Mallorca – und zurück

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Auf Reisen haben es die meisten Zeitgenossen gern möglichst komfortabel. Für Antja und Christian Gehrold aus Benthe trifft das nicht zu. Sie wählten für ihre Fahrt nach Mallorca ein Transportmittel aus dem vergangenen Jahrhundert und bewältigten die Strecke in einem Citroën 2 CV – genannt Ente.

Mit einer gehörigen Portion Abenteuerlust machte sich das Paar auf den Weg. Für insgesamt 4250 Kilometer legten sie ihr volles Vertrauen auf ihr 27 Jahre altes, spartanisch ausgestattetes Vehikel, das sich aber tatsächlich als äußerst zuverlässig erwies. Nur einmal auf der Rückfahrt versagt die Ente ihren Dienst – aus Flüssigkeitsmangel: In Karlsruhe hatten die Gehrolds nicht rechtzeitig eine Tankstelle gefunden. Die Hilfe eines Anwohners mit ein paar Litern Benzin half allerdings schnell, sie „wiederzubeleben”.

Die Route auf die spanische Urlaubsinsel führte die Benther zunächst über Dortmund, Köln, Trier, Luxemburg und Lyon. „Während der Fahrt konnten wir wechselnde Landschaften genießen. Mit 100 Kilometern pro Stunde ist das möglich”, erzählt Carsten Gehrold. Nach den ersten 1128 Kilometern und 15 Stunden Fahrt gönnte das Paar sich und dem Wagen eine Übernachtung in Vienne.

In Spanien angekommen, sehnten sich die Urlauber am nächsten Tag in Barcelona vorübergehend nach deutscher Gründlichkeit. „Weil die Beschilderung in der Stadt sehr schlecht ist, haben wir eine unfreiwillige Stadtrundfahrt gemacht”, erzählt Carsten Gehrold, der auf der Rückfahrt in Girona eine weitere, ganz ähnliche Erfahrung machen musste. „Nachdem wir uns zweimal bei Polizisten nach dem Weg erkundigt hatten, ist die Ente nach neun Stunden am richtigen Hafen eingetroffen”, sagt der Benther. Per Fähre ging es dann hinüber auf die Baleareninsel. Ziel war Colonia de Sant Jordi im Südosten der Insel.

Doch auch auf Mallorca gönnten die Gehrolds ihrer Ente keine Ruhe und trieben sie zu vielen Tagestouren nach Sa Rapita, zum Cap Blanca oder nach Sineu an. Den Ballermann besuchten die Urlauber, „weil die Ente unbedingt den Ballermann sehen wollte”, wie Carsten Gehrold mit einem Augenzwinkern erzählt. Ein paar Mal fuhren die Benther die Partymeile auf und ab.

Der Hafen von Porto Cristo, die archäologischen Funde in Santanyi, die Kirche von Sant Andrés Apostol mit ihrer kostbaren Orgel, Cala D’or und das Naturreservat Mondrago – die Ente bewältigte alle Touren ohne Schwierigkeiten. „Sie liebt dieses Klima und die kurvigen Straßen”, begründet Carsten Gehrold die Zuverlässigkeit des Franzosen. In einer kleinen Bucht in Cala Llombardes erregte die Fahrleistung des Autos mit dem HKenzeichen dann auch die Aufmerksamkeit anderer Touristen. „Wir wurden von einem Urlauber aus Isernhagen angesprochen. Seine Begeisterung über unsere Tour war groß”, sagt Carsten Gehrold.

Und während sich bei seinem Fahrer im Verlauf einer Wanderung die Sohle von den Schuhen löste, blieben bei dem betagten Fahrzeug die Pannen komplett aus. Die Ente trug ihre Fahrgäste auch in den Norden der Insel – vorbei an den beiden Stauseen und immer wieder mit wunderschönen Aussichten auf das Meer und die Täler des Tramuntana-Gebirges.

Als passionierte Geocacher machten sich die Gehrolds schließlich auch auf die Suche nach einem Autowrack mit dem Namen „The lost 2CV”. Den „Schatz” fanden die Benther in der bereits berühmten ausgeschlachteten Ente am Straßenrand. Ein Anblick der so gar nichts zu tun hatte mit dem äußerst vitalen Auto der Benther. Das brachte sie wenige Tage später abgesehen von dem verlängerten Tankstopp in Karlsruhe sicher und zuverlässig nach Hause und verleitete Gehrold zu dem zwar etwas abgedroschen, aber passenden Resümee: „Ente gut, alles gut.” (Uwe Kranz)

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08.08.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Schulschließung steht nicht zur Debatte

In Benthe gibt es dieses Jahr nur 14 neue Erstklässler / Sorge um Zukunft der Einrichtung

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Mit nur 14 neuen Erstklässlern – so wenigen wie noch nie – ist die Grundschule in Benthe in das neue Schuljahr gestartet. Schon werden in den sozialen Netzwerken Befürchtungen über eine mögliche Schließung der Einrichtung diskutiert. Doch aus dem Ronnenberger Rathaus kommt ein klares Nein dazu.

Die einzügige Grundschule im Ortsteil am Benther Berg verkörpert ein gutes Stück weit den Eindruck der heilen Welt. Der neue erste Jahrgang kommt mit seinen 14 Mädchen und Jungen einer Kleingruppenbetreuung nahe. Doch diese Zahl ist auch ein Minusrekord für die Benther Schule – und wirft deshalb einige Fragen auf, die der Erste Stadtrat Torsten Kölle für uns beantwortet.

Steht die Grundschule aufgrund der geringen Zahl der Einschulungen auf der Kippe?

„Wir halten die Grundschule in Benthe offen, solange es geht”, sagt Kölle. Es sei aus Sicht der Stadt großartig, dass es in allen Stadtteilen Schulen gibt – wobei Kinder aus Vörie und Linderte die Regenbogenschule in Weetzen besuchen. Es könne vorkommen, dass die Schülerzahlen an den einzelnen Standorten schwanken, erklärt Kölle und fügt als Abwandlung des bekannten Zitats des DDR-Staatsund Parteichefs Walter Ulbricht hinzu: „Niemand in Ronnenberg hat die Absicht, eine Schule zu schließen.” Ein solcher Schritt würde überdies die Situation in Empelde, dem nächstgelegenen Ortsteil, weiter verschärfen. Dorthin müssten Schüler aus Benthe wechseln, wenn es ihre Schule nicht mehr gäbe. Die Entscheidung über eine Schließung läge zwar bei der Landesschulbehörde, aber auch aus dieser Richtung seien ihm keine solche Tendenzen bekannt, sagt der Erste Stadtrat.

Ändert sich die Situation für den Standort Benthe mit Fertigstellung der zweiten Grundschule Auf dem Hagen?

Nein, meint Kölle. Der Neubau in Empelde diene dazu, die Lage in diesem Ortsteil zu entspannen. „Vom Berechnungsmodus her rechnen wir für die Zukunft zwischen fünf und sechs Zügen”, sagt der Erste Stadtrat über die erwartete Schülerzahl in Empelde. Mit dem Neubau halte man sich alle Optionen – auch für ein Ganztagsangebot – offen. „Warum sollten wir einen zusätzlichen Zug nach Empelde holen, wenn wir eine bestehende Schule in Benthe haben?”, stellt Kölle als hypothetische Frage in den Raum. Es wäre kontraproduktiv und stünde gegen die derzeitigen Bemühungen, am Standort Empelde weitere Schüler unterzubringen.

Könnten nicht Kinder aus Empelde zur Schule nach Benthe gehen, damit diese besser ausgelastet und die Situation in Empelde entlastet wird?

Nein, das geht nach dem Landesschulgesetz nicht. In Ronnenberg sind sogenannte Schulbezirke festgelegt worden. Damit werde vorgeschrieben, dass die Schüler die Einrichtungen in ihren Ortsteilen besuchen müssen, macht der Erste Stadtrat klar. Auch die Verwaltung kann einen Schulwechsel nicht einfach anordnen.

Gibt es Ausnahmen?

Ja. Paragraf 63 des Landesschulgesetzes sehe zwei Ausnahmen vor, erklärt Kölle. Wenn ein Kind eine andere Schulform besuchen soll – bei Grundschulen etwa ein Ganztagsangebot –, machen pädagogische Gründe einen Wechsel möglich. Die zweite Ausnahme greift bei sogenannten unzumutbaren Härten. In beiden Fällen müssen die Eltern einen Antrag stellen. (Uwe Kranz)

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08.08.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Entgegen dem Trend

Mit dem Schülerrückgang liegt die Grundschule Benthe außerhalb des Trends steigender Schülerzahlen im Stadtgebiet von Ronnenberg. Am Sonnabend haben 215 Erstklässler an den vier Grundschulstandorten begonnen. In der Grundschule Ronnenberg wurden 63 Kinder in drei Klassen eingeschult. Die Theodor-Heuss-Schule in Empelde begrüßte 98 Schüler in fünf Klassen, die Weetzener Regenbogenschule 40 Kinder. Da die Schule mit gemischten Eingangsstufen arbeitet, also die ersten und zweiten Klassen jahrgangsübergreifend unterrichtet, gab es hier vier neue Klassen. (uwe)

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07.08.2017, Calenberger Zeitung, S. 3

So wenig Erstklässler wie noch nie

Nur 14 Mädchen und Jungen starten an der kleinen Grundschule Benthe / „Wie in einer Familie”

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Im Ronnenberger Stadtgebiet feierten am Sonnabend 215 Erstklässler ihre Einschulung – lediglich 14 davon begannen ihre schulische Laufbahn an der Grundschule in Benthe. Schulleiterin Ute Braß nahm sie am Sonnabend in Empfang. Bei der „Familienfeier” – wie Braß die Einschulung im sehr kleinen Kreis in der Benther Grundschule nannte – ging alles ein bisschen persönlicher zu als an anderen Schulen.

Auch die Kita macht mit

An der kleinen Einrichtung, die insgesamt etwa so viele Schüler hat, wie in Empelde gerade eingeschult wurden, leisten stets Schüler, Kindergartenkinder und Eltern einen Beitrag zur Begrüßung der Neuankömmlinge. Direkt nach dem Gottesdienst wurden die sogenannten i-Männchen von den Zweitklässlern auf den Schulhof geführt. Im Anschluss präsentierten die Kindergartenkinder ein Singspiel, und die Viertklässler zeigten ihren neuen „Patenkindern” den Weg in den Klassenraum. Die Eltern der Zweitklässler und andere Gäste hatten ein kleines Kuchenbüfett organisiert.

Für die meisten der Erstklässler war das Prozedere aber keinesfalls neu – schließlich hatten sie schon in den vergangenen Jahren als Kindergartenkinder für die damaligen Erstklässler gesungen. „Bei uns kennen sich eigentlich alle. Das ist ja auch das Schöne”, sagte die Schulleiterin zufrieden. „Es ist wie ein großes Familienfest, das wir gemeinsam feiern.”

Jedes Jahr wird in Benthe nur eine Klasse eingeschult. Dass dieses Mal nur 14 Schüler aufgenommen wurden, ist aber selbst für die kleine Schule neu. „Wir haben sonst immer so um die 20 Kinder. Aber je kleiner die Gruppe, desto intensiver kann ja auch gearbeitet werden”, meinte Schulleiterin Braß und blickte zuversichtlich ins neue Schuljahr.

Gemeinsam mit den Kindern kam auch eine Erwachsene neu an die Grundschule. Für Michaela Schaper, die Lehrerin der ersten Klasse, war es auch die erste Stunde an der Benther Einrichtung. „Ich freue mich, dass wir alle gemeinsam in einen neuen Lebensabschnitt starten können. Am Montag geht es dann auch schon richtig los. Schließlich wollen die Schüler schnell Lesen, Schreiben und Rechnen lernen”, sagte Schaper mit einem Lächeln.

Torte zur Belohnung

Für die Kinder war der Tag ohnehin aufregend. „Das war toll. Jetzt freue ich mich, wenn es richtig losgeht”, sagte der fünfjährige Justus Henri. Laura freute sich vor allem auf die drei Kuchen, die zu Hause auf sie warteten. „Wir feiern mit der Familie und essen dann ganz viel Torte”, erzählte die Sechsjährige aufgeregt. (Johanna Kruse)

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07.08.2017, Calenberger Zeitung, S. 3

Brand in Sauna endet glimpflich

Vermutlich durch die Hitze des Saunaofens hat am Sonnabendnachmittag ein Handtuch Feuer gefangen – daraufhin geriet die Sauna im Keller eines Einfamilienhauses an der Straße Im Bergwinkel im Ronnenberger Ortsteil Benthe in Brand. Personen wurden dabei nicht verletzt.

Der 74-jähriger Eigentümer des Hauses hatte gegen 15.10 Uhr Rauch bemerkt und umgehend die Feuerwehr alarmiert. Etwa eine halbe Stunde zuvor hatte er den Saunaofen zum Aufwärmen eingeschaltet und sich zum Umziehen in eines der oberen Geschosse begeben.

Der zügige und erfolgreiche Löscheinsatz der Feuerwehr verhinderte laut Polizei eine größere Ausbreitung der Flammen, sodass nur der Saunaofen und Teile der Holzverkleidung durch die Flammen in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Ermittler der Kriminalfachinspektion für Brände werden den Ort des Geschehens in den kommenden Tagen noch einmal auf die genaue Ursache des Brandes hin untersuchen. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf rund 5000 Euro. (uwe)

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05.08.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Was kann die Orgel?

Konzert zum Spendenmarathon in der Benther Kirche

Im Rahmen des Benther Orgelmarathons stellt Kirchenkreiskantor Christian Windhorst das besondere Instrument mit einem Konzert vor.

Die Benther Orgel, die 1995 von Jörg Bente erbaut wurde, verfügt über acht Register auf zwei Manualen und Pedal. Ihr Klang kommt dem barocker italienischer oder auch süddeutscher Orgeln nahe. Windhorst, seit zehn Jahren Kirchenkreiskantor und eigentlich an der Bente-Orgel in Gehrden beheimatet, hat für sein aktuelles Orgelkonzert ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Die Veranstaltung unter dem Titel „Was unsere kleine Orgel nicht alles kann!” beginnt am Sonntag, 13. August, um 18 Uhr in der Benther Kirche.

Windhorst hat sich vorgenommen, möglichst viele Klangfacetten des Instrumentes zu zeigen. In Samuel Scheidts Variationen über „Ei, du feiner Reiter” ertönt dann zum Beispiel auch das Regal – ein spezielles Register, das man nur an wenigen Orgeln in der Gegend überhaupt findet. Es hat einen eigentümlich schnarrenden Klang – das ist für spezielle Effekte gut, aber auch für kammermusikalisch-farbiges Orgelspiel. Auf dem Programm stehen fünf Orgelchoralbearbeitungen aus Johann Sebastian Bachs „Orgelbüchlein” ebenso wie zwei tänzerisch-jazzige „Aphorismen” für Orgelpedal solo von Johannes Matthias Michel.

Eine Orgelsonate von Carl Philipp Emanuel Bach und eine Sonate von Johann Kuhnau über ein biblisches Thema werden ebenfalls während des Konzertes gespielt, durch das Windhorst mit einer Moderation führen wird.

Eintrittsgeld wird nicht verlangt. Spenden für die Reparaturen der Orgel sind jedoch gern gesehen. (Uwe Kranz)

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22.07.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

SPD will Feuerwehr-Neubau prüfen

Sozialdemokraten wollen Notwendigkeit des Projekts ermitteln und nach neuen Standorten suchen

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Die SPD-Fraktion im Stadtrat hat einen Antrag eingebracht, der eine Prüfung möglicher Standorte für einen Neubau des Feuerwehrgerätehauses vorsieht. Die Ergebnisse sollen in der nächsten Fortschreibung des Feuerwehrentwicklungsplans berücksichtigt werden, so die Vorstellung der Sozialdemokraten.

Grundsätzlich habe sich die zentrale Lage des Gerätehauses an der Vogelsangstraße bewährt, sagt Helga Hülsemann. Die Vorsitzende der Benther SPD-Abteilung sieht am aktuellen Standort jedoch durch die direkt an die Feuerwehr angrenzende Wohnbebauung keinen Spielraum für eine räumliche Erweiterung. Diese werde aber unter anderem wegen der immer größer werdenden Fahrzeuge bei gleichbleibenden Mindestabständen zu den Hallenwänden notwendig, erklärte sie.

Bestandsaufnahme geplant

„Für eine dauerhafte Sicherstellung des Brandschutzes im Stadtteil halten wir es für erforderlich, die Notwendigkeit eines Neubaus zunächst über eine Bestandsaufnahme zu prüfen und gegebenenfalls geeignete Standorte zu ermitteln”, erläuterte Hülsemann. Sowohl innerhalb als auch außerhalb des Gebäudes entspricht der Standort der Ortsfeuerwehr der SPDVorsitzenden zufolge nicht mehr den „zeitgemäßen Vorstellungen und Anforderungen”.

Davon betroffen seien neben der notwendigen sogenannten Bewegungsfläche auch die Umkleideräume, die Sanitäranlagen sowie die Park- und Übungsflächen. Attraktive Rahmenbedingungen seien zudem für die langfristige Sicherstellung des Brandschutzes von hoher Bedeutung, führt Hülsemann aus. Denn letztlich entschieden die Arbeitsbedingungen maßgeblich über den Erfolg oder Misserfolg bei der Mitgliederwerbung.

Immer weniger Nachwuchs

In der Tat hat die Benther Wehr mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Zu Beginn des Jahres waren lediglich zehn Jungen und Mädchen in der Kinderfeuerwehr aktiv, in der Jugendfeuerwehr waren es nur sechs Nachwuchskräfte. Alleine im Jahr 2016 trat ein halbes Dutzend junger Leute aus den Jugendorganisationen aus.

Als erstes Gremium befasst sich der Ortsrat Benthe in seiner Sitzung am Dienstag, 8. August, mit dem Antrag der Sozialdemokraten zum Neubau. Beginn ist um 18 Uhr im Tennisheim des VSV Benthe, Am Hammfeld 10. (Marcel Sacha)

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17.07.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Ein malerischer Ausflug ans Meer

Die Künstlerin Bärbel Erbstößer vom Kunstraum Benther Berg hat mit Flüchtlingskindern ein Kunstprojekt verwirklicht

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Zum zweiten Mal hat Bärbel Erbstößer vom Kunstraum Benther Berg Flüchtlingskinder zu einem Kunstprojekt in das Tennisheim des VSV Benthe eingeladen. „Die erste Aktion hat so großen Spaß gemacht, dass ich es dieses Jahr einfach noch einmal anbieten wollte”, sagt die Künstlerin.

Unterstützung erhielt Erbstößer bei der dreistündigen Aktion von Angelika Töberg vom Benther Willkommenskreis. „Viele der Jungen und Mädchen kommen aus Kriegsgebieten”, sagt Erbstößer. Sie hätten dunkle Erinnerungen an grausame Kriegsszenarien, die ihnen manchmal den Schlaf rauben und ihnen ihr Dasein im neuen Umfeld täglich erschweren.

Die Künstlerin erteilt Kindern mit Migrationshintergrund zudem einmal wöchentlich ehrenamtlich in der Benther Grundschule Deutschunterricht. Kunst sei ein sehr starkes Mittel, um innen abgelagerte Prozesse wirkungsvoll zu verarbeiten. Im spielerischen Fluss nutzten die Kinder Farben und malten Dinge, die sichtbar machen, wo die Kinder stehen, was sie mit sich herum tragen und was sie belastet.

Als Motto der Kunstaktion hatte Erbstößer das Thema Meer vorgegeben. Als Untergrund diente dafür eine Pappe, die die Kinder blau anmalten. Danach waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Muscheln, Sand, kleine Wurzeln, fein säuberlich ausgeschnittene Meerestiere und allerlei mehr dienten den sieben Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren als Motive für das Meer. Alle hatten ihren Spaß dabei. „Ich war schon einmal am Meer und würde gerne wieder hinfahren”, erzählt Arman.

Der Zwölfjährige ist im vergangenen Dezember nach Benthe gekommen. Begeistert von der Aktion war auch Joussef. „Mir gefällt es hier sehr gut, und es ist toll, dass wir hier gemeinsam so etwas Schönes erleben”, sagt der Neunjährige. „So kommt auch keine Langeweile auf”, fügt sein Freund Erfan (9) hinzu.

Zwischendurch konnten sich die kleinen Künstler im Freien austoben. Bärbel Erbstößer kündigt eine erneute Wiederholung an. „Es macht nicht nur den Kindern, sondern auch uns Erwachsenen Spaß”, sagt sie. Die aus den Bildern erstellte Collage soll nun im Benther Gemeindehaus ausgestellt werden. (Heidi Rabenhorst)

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15.07.2017, Calenberger Zeitung, S. 10

Kinder boßeln mit Senioren

Das Benther Senioren-Team hat die Kinder der Villa Kunterbunt zu einem Ferien-Boßel-Turnier eingeladen.

Bei herrlichem Wetter ging es durch die Benther Feldmark. Die Kinder der Villa Kunterbunt legten großen Ehrgeiz an den Tag und versuchten, die Kugel sehr weit zu rollen. Teilweise gelang es ihnen auch, hin und wieder landete die Kugeln im Graben. Aber gerade das war das „Salz in der Suppe” für die sportlichen Kinder, denen es immer wieder gelang, mit einem besonderen Gerät die Kugeln aus dem Graben zu holen.

Natürlich wurde auch eine Pause eingelegt, damit die Kinder sich stärken und kühle Getränke zu sich nehmen konnten. Nach fast zwei Stunden Boßeln war das Ziel erreicht. Beide Mannschaften haben sich tapfer geschlagen; zum Schluss stand es unentschieden. Die Kinder bedankten sich bei dem Benther Senioren-Team für den schönen Vormittag und äußerten den Wunsch, eine ähnliche sportliche Aktion gelegentlich erneut zu starten. Ferner luden sie das Benther Senioren-Team zum Herbst zu einem Frühstück in der Villa Kunterbunt ein.

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04.07.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Ortsrat stützt die alte Esche

Baum mitten im Café von Sabine de Vos schwächelt / Ein paar Jahre soll er noch durchhalten

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Diese Esche ist schon etwas Besonderes: Der Baum wächst in Benthe mitten im Café von Sabine de Vos. Nun ist die stattliche Pflanze erkrankt und droht verloren zu gehen. Beim Rettungsversuch zeigen die Mitglieder aller Parteien im Ortsrat uneingeschränkte Einigkeit.

Die Atmosphäre ist urig im Café. Der beeindruckende Stamm erhebt sich zwischen den Tischen und Stühlen und reicht durch die Decke des Raumes in den Himmel über dem Ortsteil. Im Innern des Hauses ist er astfrei – draußen sterben seine Ausläufer langsam ab. Ein Anzeichen für das bevorstehende Ende des Baumes. Als Ursache dafür wird Wassermangel vermutet.

Ein Schild an den Wurzeln des Gewächses zeugt davon, dass Heinrich Behrens die Esche 1939 gepflanzt hat. Rund 60 Jahre später wurde der Laden mit anhängendem Café einfach darum herum gebaut – eine Sehenswürdigkeit im kleinen Ortsteil Benthe. Doch offenbar hat das dem Baum auf die Dauer nicht gutgetan. Erste Maßnahmen zur Rettung wurden bereits ergriffen, die aber wohl nur aufschiebende Wirkung haben können.

Die Erde rings um den Stamm habe sie erneuern lassen, erzählt de Vos. Jetzt werde der Baum direkt im Café und von außen über zwei Drainagerohre ausreichend mit Wasser versorgt. Das Absterben zahlreicher Äste konnte das nicht mehr verhindern. Am Montagmorgen rückten deshalb zwei Gärtner mit einer Motorsäge an, um das trockene Holz zu entfernen und damit die Gefahr herabfallender Baumteile zu bannen.

„Auf diese Weise wollen wir den Baum noch ein paar Jahre erhalten”, sagt Ortsbürgermeister Detlef Hüper. In einer Art inoffizieller Ortsratssitzung waren die Mitglieder des Gremiums erschienen, um die Arbeiten zu verfolgen. Die Kosten für die Aktion tragen die lokalen Politiker teilweise aus eigener Tasche. Mit dem Verzicht auf Aufwandsentschädigungen sowie Spenden von örtlichen CDU-Mitgliedern und dem Benther Arbeitskreis der Grünen wird der Arbeitslohn der Gärtner von rund 700 Euro bestritten. Der Besitzer des Hauses muss allerdings die Mietkosten für eine Hebebühne in ähnlicher Höhe aufbringen, die wegen des maroden Zustandes der Krone kurzfristig eingesetzt werden musste. „Überraschungen gibt es immer”, kommentierte Henning Bitter (CDU) die unerwarteten Kosten.

Die Unterstützung hatten die Politiker „auf dem kleinen Dienstweg” beschlossen. „Das können alle mittragen”, stellte Lisa Maack (Grüne) fest. Ein kurzes Treffen vor Ort sowie ein paar Telefonate und E-Mails hatten dazu ausgereicht. Mindestens zwei Jahre soll die Esche jetzt noch stehen bleiben. Dann wird sie 80 Jahre alt – für die Benther ein willkommener Grund für eine kleine Feier. (Uwe Kranz)

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26.06.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Kirche sucht Paten für ihre Orgelpfeifen

Benther Gemeinde vergibt Spendenbrief für Helfer, die die Reinigung des Instruments mitfinanzieren

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Die Kirchengemeinde Benthe muss die Pfeifen ihrer Kirchenorgel reinigen lassen – doch die aufwendige Reparatur kostet rund 25 000 Euro. Der Kirchenvorstand und Pastor Martin Funke haben nun eine pfiffige Idee, wie sich die Arbeiten finanzieren lassen: Sie vergeben Orgelpfeifen-Patenschaften.

„Wir wollen die Aktion mit Humor aufziehen. Spenden soll Spaß machen und witzig sein”, betont Pastor Funke und kündigt an, „dass wir einen Spenden-Pfeifen-Patenbrief auflegen”. Die Idee dahinter: Von der Landeskirche können die Benther nur mit einem Zuschuss von 9000 Euro rechnen, den Rest muss die Kirchengemeinde selbst aufbringen.

Instrument mit 408 Pfeifen

Die Benther Orgel hat insgesamt 408 Pfeifen. Für jede einzelne von ihnen können Interessierte fortan eine Patenschaft übernehmen und Geld einzahlen. „Bei Spenden ist es wie mit den Pfeifen einer Orgel: Es werden große und kleine gebraucht”, verdeutlicht der Pastor. Auf einem Plakat in der Kirche sollen dann, wie im geplanten Spenden-Pfeifen-Patenbrief, alle Personen namentlich aufgeführt werden, die sich als Unterstützer engagiert haben.

Die Benther Orgel – gebaut von Orgelbauer Jörg Bente aus dem Schaumburger Land – ist 22 Jahre alt. Nun wird es Zeit, dass sie eine komplette Inspektion erhält. Die sogenannten Pulpeten-Drähte müssen erneuert werden, sie sind im Inneren der Orgel eine Art Abdichtung. Der Aufwand ist enorm. Die Pfeifen selbst werden in einem speziellen Wasserbad gereinigt – jede einzeln. Das alles muss erledigt werden. Sonst würde es nicht mehr lange dauern, bis aus der Orgel Töne herauskommen, „die nicht mehr gut klingen, sondern eher heulen”, sagt Funke.

Der Pastor hofft, dass er bis zum Ende des Jahres einen erfolgreichen Abschluss der Sammelaktion verkünden kann – am liebsten im Weihnachtsgottesdienst. „Das wäre natürlich ein Traum.”

Wer Pate für eine Orgelpfeife werden möchte, kann sich im Pfarramt unter der Telefonnummer (0 51 08) 9 13 82 02 melden. (Stephan Hartung)

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26.06.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Kirchens Biergarten soll Geld in die Kasse bringen

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Kirchens BIergarten in Benthe ist wieder geöffnet: Bei Bratwurst, Steak und kühlen Getränken trafen sich viele Einwohner am Gemeindehaus. Der Erlös fließt in die Reparatur der Orgel.

Seit der Schließung der Kneipe Das Carthus vor etwa drei Jahren gibt es kaum noch einen Ort in Benthe, an dem sich Bürger in größerer Runde treffen können. Gerade im Sommer fehlt so ein Treffpunkt. Mit Kirchens Biergarten versucht die Benther Kirchengemeinde nun, die Lücke zumindest ein wenig zu schließen. Am Freitag war der Biergarten in diesem Jahr zum ersten Mal geöffnet und lockte bei sonnigem Feierabendwetter zahlreiche Einwohner an den Wallbrink. „Das Besondere ist, dass hier alle Altersgruppen aufeinander treffen”, sagte Melanie Schulze, Chorleiterin in der Gemeinde. „Das Angebot wird wirklich sehr gut angenommen.”

Der Biergarten ist Teil des „Orgelmarathons”, den sich die Gemeinde überlegt hat. Das 22 Jahre alte Instrument in der Kapelle muss saniert und die 408 Pfeifen müssen gereinigt werden – was etwa 25 000 Euro kostet. Zuschüsse gibt es von kirchlichen Verbänden und Stiftungen, etwa die Hälfte der Kosten muss die Gemeinde jedoch selbst aufbringen. Um Spenden zu sammeln, vergibt die Gemeinde Patenschaften für die Orgelpfeifen.

Der „Orgelmarathon” besteht neben dem Biergarten aus mehreren Musikveranstaltungen, die im Laufe des Jahres stattfinden sollen. Der gesamte Erlös der Aktionen soll in die Reparatur der Orgel fließen.

Ein weiterer Biergarten-Abend am Gemeindehaus ist bereits für den 25. August geplant. (ms)

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23.06.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Sanierung der Kanäle in Benthe

Die Stadt Ronnenberg lässt seit dem vergangenen Monat umfangreiche Kanalsanierungsarbeiten im Stadtteil Benthe vornehmen. Für Mitte nächster Woche will die Firma PSG aus Peine nunmehr die Schlussdeckenarbeiten im Hengstweg angehen. Am Mittwoch, 28. Juni, soll die alte Fahrbahndecke zwischen Salinenstraße und Am Hammfeld abgefräst werden. Während der Fräsarbeiten ist Anliegerverkehr nicht oder nur sehr stark eingeschränkt möglich. Die Fräsarbeiten sollen laut Planung nur etwa einen Tag in Anspruch nehmen. Nach den Fräsarbeiten kann die Straße wieder befahren werden.

Für Donnerstag, 29. Juni, ist (witterungsabhängig) die neue Asphaltierung des Hengstwegs vorgesehen. Während der Sanierungsarbeiten, die den kompletten Donnerstag dauern werden, ist kein Anliegerverkehr im Hengstweg möglich. Hierzu wird die Straße voll gesperrt. Von der Salinenstraße aus ist keine Einfahrt möglich. Gleiches gilt für die Straße Am Hengstgarten sowie die Straße Am Hammfeld und den Wirtschaftsweg zur Recycling-Insel. Am Donnerstagabend kann die Straße dann wieder befahren werden.

Sollte die Witterung die Asphaltierung am Donnerstag nicht zulassen, werden die Arbeiten verschoben. Die Straße ist dann jedoch zur Benutzung frei. Für die Anlieger der Straße Am Hengstgarten wird die Einbahnstraßenregelung am nördlichen Ende zur Salinenstraße hin für die Dauer der Arbeiten aufgehoben.

Anlieger des Hengstwegs und der angeschlossenen Straßen werden um Verständnis gebeten. Ansprechpartner für die Baumaßnahme bei der Stadt ist Thorsten Arndt, Team 33, Technische Infrastruktur, Telefon (05 11) 4 60 03 10. (uwe)

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20.06.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Künstler feiern Wiedersehen

20-jähriges Bestehen des Kunstraums Benther Berg / Fast 30 ehemalige Ausstellende sind mit dabei / Kultureinrichtung mit überregionaler Bedeutung

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Seit zwei Jahrzehnten ein Ausstellungsort für Malereien, Objekte, Skulpturen und Fotografie: Die Künstler aus dem Organisationsteam des Kunstraums Benther Berg haben mit Gründungsmitgliedern, ehemaligen Ausstellern und Stammgästen das 20-jährige Bestehen der Benther Kultureinrichtung gefeiert.

Zu der Jubiläumsfeier kamen nicht nur Ehrengäste, Stammpublikum und Künstler aus den ersten Stunden des Kunstraums. Von den rund 50 Kunstschaffenden, die seit der Eröffnung der Galerieräume dort schon einmal ihre Werke präsentierten, fanden fast 30 den Weg nach Benthe.

Und sie waren nicht mit leeren Händen gekommen: Die Kreativköpfe hatten eine Auswahl ihrer Arbeiten zuvor im Kunstraum aufgehängt oder Arbeitsmappen mitgebracht, die auf Tischen ausgelegt wurden. Das Ziel: den Besuchern einen Überblick über das breite künstlerische Spektrum zu zeigen, das der Benther Galerie in Fachkreisen einen Bekanntheitsgrad weit über die Ronnenberger Stadtgrenzen hinaus verschafft hat. „Viele der früheren Aussteller kommen ja von weit her und können ihre Arbeiten nicht mitbringen. Außerdem haben wir nicht genug Platz”, hatte Kristina Henze, eines von sechs aktuellen Mitgliedern des Kunstraums, schon im Vorfeld gesagt.

Im offiziellen Teil der Jubiläumsfeier bedankte sie sich aber zunächst auch bei den treuen Stammgästen: „Sie kommen immer wieder zu uns und schauen, was es Neues gibt – trotz der Überfülle an weiteren Kunstangeboten”, sagte Henze. Und sie stellte philosophische Vermutungen an, um das wiederkehrende Interesse zu begründen. Weil das Berufs- und Alltagsleben vielen Einschränkungen, Pflichten und Zwängen unterworfen sei, könne offenbar eine Sehnsucht nach Freiheit entstehen, die den Gang des Üblichen unterbreche.

Dem Gründungsmitglied Uwe Ahrens – inzwischen als Passivmitglied geführt – war es schließlich vorbehalten, auf die Entstehung und Entwicklung des Kunstraums Benther Berg zurückzublicken. Anschließend war dann feiern angesagt. In und vor den Galerieräumen – mit großem Büfett in den unteren Horträumen des Gebäudes, mit Kaffee, Kuchen, Gegrilltem, einer Tombola und musikalischen Einlagen des Saxofonisten Hartmut Brandt. (Ingo Rodriguez)

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15.06.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

„Manchmal ging es hoch her”

Kunstraum Benther Berg besteht 20 Jahre / Feier mit Tombola am Sonntag

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Seit 20 Jahren bringt der Kunstraum Benther Berg anspruchsvolle Kunst in den kleinen Ortsteil. Rund 50 Aussteller haben in dieser Zeit die Räume an der Bergstraße genutzt, um ihre Werke zu zeigen. Mehr als 20 von ihnen werden auch am Sonntag, 18. Juni, dabei sein, wenn der Verein zur Feier einlädt.

„Es war eine wahnsinnig interessante Zeit”, erzählt Bärbel Erbstößer. Die bildende Künstlerin gehört dem Kunstraum seit seiner Gründung an und ist eines von heute sechs Mitgliedern des Vereins. „Wir hatten tolle Ausstellungen.” Der Ruf der Benther Veranstaltungen hallt in der Künstlerszene weit über die Grenzen der Region hinaus.

Gemeinsam mit Kristina Henze, Dieter Götze, Rainer Janssen, Bernd Pallas und Nigel Packham organisiert Erbstößer jährlich sechs Ausstellungen. „Die Künstler kommen teilweise von weit her”, sagt Henze. Allen ist es deshalb nicht möglich, zur Feier am Sonntag auszustellen. Außerdem fehle es am nötigen Platz im Kunstraum. Einige, auch die Vereinsmitglieder, werden ihre Werke deshalb mithilfe von Mappen vorstellen, die auf Tischen ausgelegt werden.

„Kunst ist der geistige Boden, der unsere eigene innere Stärke sichert”, sagt Henze. Dabei gab es über die Interpretation der Kunst in den zurückliegenden Jahren durchaus intensive Diskussionen im Verein. „Bei diesen künstlerischen Auseinandersetzungen ging es manches Mal hoch her”, erzählt Erbstößer.

Diese Wogen haben sich inzwischen geglättet, und die Ausstellungen sind zum ruhigen, teilweise sehr abwechslungsreichen Kunstgenuss geworden. Am Sonntag ab 12 Uhr feiern die Kunstraum-Mitglieder neben dem 20-jährigen Bestehen des Vereins auch ein Wiedersehen mit vielen, die sich erfolgreich um eine Ausstellungsmöglichkeit beworben hatten. „Wir hatten immer viele Bewerber, darum konnten wir immer ein hohes Niveau erzielen”, sagt Erbstößer.

Aber auch außerhalb der Räume an der Bergstraße ist der Kunstraum aktiv. Bei Aktionen mit Kindern der Kita und der Grundschule und im Ferienprogramm bringen die Mitglieder jungen Menschen Kunst näher. Auch bei der Gestaltung des Landschaftskunstpfades zwischen Benthe und Empelde hat sich der Kunstraum engagiert. Zudem gab es einen Austausch mit Künstlern aus dem polnischen Partnerort Swarzedz.

Nun gilt es zu feiern. Zur Eröffnung werden Henze und Uwe Ahrens, ein weiteres Gründungsmitglied, sprechen. Musikalisch umrahmt Hartmut Brandt am Saxofon die Veranstaltung. Neben Kaffee und Kuchen werden auch kalte Getränke und Fingerfood angeboten.

Als Clou der Feier verlosen die sechs Mitglieder des Kunstraumes mehrere wertvolle Bilder und Plastiken in einer Tombola. „Die glücklichen Gewinner können womöglich für 5 Euro ein Kunstwerk mit nach Hause nehmen”, kündigt Henze an. (Uwe Kranz)

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10.06.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Paten für Pfeifen gesucht

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Die Kirchengemeinde Benthe muss die Pfeifen ihrer Orgel reinigen – die Reparatur kostet jedoch 25 000 Euro, zu viel für die Gemeinde. Der Kirchenvorstand und Pastor Martin Funke haben jedoch eine pfiffige Idee: Sie vergeben ab sofort Orgelpfeifen-Patenschaften.

„Es soll alles Spaß machen und witzig sein”, sagt Funke und kündigt an, „dass wir bald einen Spenden-Pfeifen-Patenbrief auflegen werden.” Der Hintergrund: Von der Landeskirche kann die Gemeinde nur mit einem Zuschuss von 9000 Euro rechnen. (hg)

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01.06.2017, Calenberger Zeitung, S. 8

Simone Weigand ist Schützenkönigin

Die Schützengesellschaft Benthe hat eine neue Königin. Nach einem spannenden Wettkampf stand das Ergebnis fest: Schützenkönigin wurde Simone Weigand mit einem sensationellen Teiler von 5,8. Als erste Prinzessin stehen ihr Christiane Wenzel (42,9 Teiler) und als zweiter Ritter Jörg Weigand (50,4 Teiler) zur Seite. Am 11. Juni wird die Scheibe bei der Königin in Redderse an das Haus genagelt. Es wurden noch zwei Pokale ausgeschossen. Den Auerhahn erhielt Christiane Wenzel, der Adler ging an Ernst Adolf Mielke.

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01.03.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Müller sucht nach Lösungen

Führungskrise beim VSV Benthe

Der unerwartete Rücktritt des Vorsitzenden Christian Gehrold hat die Vorstandskollegen beim VSV Benthe vor überraschende Probleme gestellt. „Ich habe jetzt die Aufgabe, jemanden aus dem Hut zu zaubern”, sagte Gerald Müller, der als erster stellvertretender Vorsitzender den Verein jetzt kommissarisch führt.

Nach der Wiederwahl seines zweiten Stellvertreters, Carsten Reusch, hatte Gehrold während der Hauptversammlung am Freitag überraschend seinen Rücktritt erklärt. Die gemeinsame Arbeit sei belastet gewesen, sagte Gehrold. Es habe „menschliche Unstimmigkeiten” gegeben. „Die Zusammenarbeit war nicht mehr so kooperativ und harmonisch, wie sie im Sinne des Vereins sein sollte”, sagte der ehemalige Vorsitzende zur Begründung und brachte seinen Rücktritt in direkten Zusammenhang mit der Wiederwahl Reuschs.

Dieser sieht überhaupt kein Problem in der zurückliegenden Zusammenarbeit. „Ich hege keinen Groll”, sagte er in Richtung Gehrold, von dessen Rücktritt er „wie vor den Kopf gestoßen” war.

Müller schaut indes voraus. Er selbst komme als Vorsitzender nicht infrage. „Ich habe mich für die Politik entschieden”, sagt der CDU-Ratsherr, der auch einem Fachausschuss der Stadt vorsitzt. Den Verein sieht er als intakt und „finanziell gut aufgestellt”. Bis zu einer neuerlichen Versammlung, möglicherweise im April, will er die Voraussetzungen für eine Neuwahl regeln. „Dazu muss ich schauen, wer mit wem kann”, sagt Müller.

„Ich kann mir eine Rückkehr ins Amt vorstellen”, sagte Gehrold – für den Fall, dass Reusch dem Vorstand dann nicht mehr angehört. Dieser hofft indes, dass es für den Verein „gut weitergeht”. Für ihn sei der Vorsitz eigentlich kein geeignetes Amt. „Sollte sich aber keiner finden, würde ich es machen, bevor der Verein Schaden nimmt. Aber nur dann”, sagt Reusch. (uwe)

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27.02.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

VSV-Chef Christian Gehrold tritt zurück

Turbulente Jahresversammlung beim VSV Benthe / Neue Zusammenkunft im April

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Querelen im Vorstand führen zum Amtsverzicht: Christian Gehrold ist bei der Jahresversammlung als Vorsitzender des VSV Benthe zurückgetreten. Entscheidend für diesen Schritt war augenscheinlich die Wiederwahl von Carsten Reusch als zweiter stellvertretender Vorsitzender.

Die auf Antrag eines Vereinsmitgliedes geheim durchgeführte Wahl fiel mit 17 Ja-Stimmen und 16 Nein-Stimmen bei zehn Enthaltungen auf Carsten Reusch, der dieses Amt bereits seit mehreren Jahren innehatte. „In der personellen Konstellation des jetzigen Vorstandes gibt es für mich keine konstruktive und harmonische Zusammenarbeit”, begründete Christian Gehrold seinen Rücktritt. Schon im Vorfeld sei für ihn klar gewesen, dass er bei einer derartigen Zusammenstellung zurücktreten werde, sagte er. „Die meiste Zeit meiner neunjährigen Amtszeit als Vorsitzender hat mir großen Spaß gemacht. Seit eineinhalb Jahren geht es mir allerdings gesundheitlich nicht mehr gut damit”, führte Gehrold weiter aus.

Auch Schaaf verzichtet

Zuvor schon hatte Karl-Heinrich Schaaf bei den Vorstandswahlen wegen der „personellen Konstellation im Vorstand” auf eine erneute Kandidatur als Hauptsportwart verzichtet. Der nicht zur Wahl stehende gleichberechtigte erste stellvertretende Vorsitzende Gerald Müller übernahm kommissarisch das Amt des Schatzmeisters. Ulrike Fricke erklärte, sich nach einer zweimonatigen Einarbeitungsphase für oder gegen das Amt als Kassenwartin zu entscheiden. Zur Schriftführerin wurde Sarah Fricke gewählt. Reuschs denkbar knappe Wiederwahl hatte auch zu Unmut bei Marc Nollmann geführt. „Die Stimmung ist schlecht, die Leitung der Fußballsparte steht vor dem Aus”, betonte der im Januar zurückgetretene Leiter der Fußballabteilung.

Man darf gespannt sein, wie es weitergeht im 665 Mitglieder starken Verein. Angedacht ist eine Mitgliederversammlung im April.

Harmonisch verlaufen sind zuvor indes die Auszeichnungen langjähriger Mitglieder. Karl-Heinz Ohm wurde für 40-jährige Vereinstreue ausgezeichnet. Die Ehrungen von Jörn Haupt für 50-jährige Mitgliedschaft und von Christine von Thadden (40 Jahre) werden nachgeholt. Seit 25 Jahren dabei sind Waltraud Felchner, Cord Behrens, Ralf Becker, Toni Ehrenberg, Michael Grell und Peter Erbstößer. (Heidi Rabenhorst)

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27.02.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Sporthalle wird zum Geisterhaus

Turnshow begeistert 100 Zuschauer / Riese in die Stadt Medianapolis

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Seit 17 Jahren organisiert Gabriela Brendler einmal im Jahr eine große Turnshow in der Sporthalle Am Hammfeld. Die Mädchen der Turnsparte im Alter von fünf bis 18 Jahren präsentieren dort, was sie in den wöchentlichen Übungsstunden bei der Sportwissenschaftlerin gelernt haben.

In diesem Jahr erzählten 23 Kinder tänzerisch die Geschichte über „Das Geisterhaus”. Auf dem Programm der zweistündigen Show standen unter anderem ein Lichtertanz, Vertikaltuchakrobatik, Trampolinspringen und der Hip-Hop-Tanz der zwölfjährigen Gina.

Die Macht der Medien

Der Geschichte liegt die Macht der heutigen Medien zugrunde. Die langjährige Übungsleiterin nahm die Zuschauer mit auf eine Reise in das Städtchen Medianopolis, wo eine Handvoll Kinder lebte. Spiele gab es dort nicht, denn die neuen Medien hatten den Kindern die Fantasie zum Spielen geraubt. Ihr einziger Freund war das Handy. Und doch waren sie insgeheim immer auf der Suche nach einem Abenteuer und entdeckten eines Tages ein altes, verfallenes Haus. Langsam wurden sie neugierig und wollten sehen, wie es in dem Haus aussah. Ob es dort vielleicht spukte? Vorsichtig näherten sie sich der Pforte, die plötzlich aufsprang. Und wie von Geisterhand waren alle Kinder verschwunden. Hinter ihnen fiel die Tür ins Schloss. Es gab kein Zurück mehr. Ängstlich kauerten sie sich zusammen und Stunden später schlug es 12.

Die Geisterstunde begann – und damit auch die große Show: Kleine Gespenster tauchten aus den unterschiedlichsten Ecken auf – sie hatten sich hinter Truhen und Ritterrüstungen verborgen, aber auch aus den Spiegeln stiegen sie. Es herrschte Durcheinander. Nach einem Gespenstertanz lösten sich zarte Feen aus den Mauern und vollführten Kunststücke an Kronleuchtern und Spinnennetzen.

Klappernde Skelette im Saal

Die Kinder wunderten sich und fragten sich, wie es sein könnte, ohne Medien zu leben, die Zeit miteinander zu verbringen. Scheinbar aber hatten die kleinen und großen Geister und sonstige Wesen viel Spaß beim Miteinander. Gut gelaunte und immer zu einem Tänzchen bereite dürre, klappernde Skelette kamen in den Saal. Als sie nach einem Festmahl das Geisterhaus wieder verlassen wollten, blieb die Tür verschlossen. Der größte Geist riet ihnen, gemeinsam ein Spiel zu spielen. Das Geisterhaus hasse nämlich spielende Kinder. Da kam das kleinste Kind auf die Idee, zusammen zu tanzen. Und tatsächlich öffnete sich nach dem Lichtertanz und dem gemeinsamen Toben die Tür und die Kinder waren befreit.

Nach dem glücklichen Ausgang der unterhaltsamen und kurzweiligen Geschichte gab es für die 23 jungen Akteure einen lang anhaltenden Schlussapplaus von den rund 100 Zuschauern. (Heidi Rabenhorst)

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24.02.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Laufschul-Kurs beginnt in Benthe

Die Volkshochschule (VHS) Calenberger Land bietet in Benthe einen Kurs mit dem Namen Laufschule an. Er beginnt am Sonntag, 5. März, von 10.45 bis 12.15 Uhr und umfasst fünf Folgetermine. Die Teilnahme kostet 39,50 Euro. Informationen und Anmeldungen unter Telefon (05 11) 92 02 75 80 oder per E-Mail an ronnenberg@vhs-cl.de. (uwe)

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24.02.2017, Calenberger Zeitung, S. 8

Sieben Schritte bis zur Ehrlichkeit

Hannoversche Geheimnisse: Um die Kreuzsteine in Ronnenbergs Stadtteil Benthe rankt sich eine Sage

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Malerisch, direkt am Ortsrand, überschattet von einer Baumkrone, stehen im Ronnenberger Stadtteil Benthe acht Kreuzsteine. In den Sand- und Kalkstein gehauen, sind die Kreuze trotz der vielen Jahrhunderte nach wie vor gut erkennbar, auch wenn Regen und Wind ihre Spuren hinterlassen haben. „Um diese Kreuzsteine rankt sich eine der spannendsten Sagen in der Region Hannover”, erzählt Wilhelm Kulke vom Arbeitskreis Ronnenberger Stadtgeschichte.

Die behauenen Felsblöcke sollen die Begrenzung für eine Gerichtsstätte gewesen sein – der achte Stein sei allerdings erst später dazugekommen. Angeblich sollen dort häufiger Verhandlungen stattgefunden haben, so geht die Legende, erzählt Wilhelm Kulke. Und einer dieser Fälle ist von ganz besonderer Bedeutung für die Geschichte der Kreuzsteine: „Vor dieser Gerichtsstätte musste sich einst ein Bauer wegen eines Betrugs verantworten. Sein Knecht beschuldigte ihn, dass er keinen Lohn für die getane Arbeit bezahlt hatte.” Der Bauer stritt alles ab und sagte: „Der Teufel soll mich beim siebten Schritt in die Erde schlagen, wenn’s nicht wahr ist”, so wird es in dem Buch „Niedersachsens Sagenborn” beschrieben. Gesagt, getan: Der Angeklagte machte sieben Schritte – und verschwand im Boden. Zurück blieben nur, laut Niedersachsens Sagenborn, „die letzten Trappen, die er mit seinen schweren Fußtritten dem weichen Boden eingedrückt hatte.”

Kreuzsteine wechseln Standort

Soweit die Sage. Genährt und nahezu wissenschaftlich untermauert wurde sie durch einen der Standorte, an denen die Kreuzsteine im Laufe der Jahrhunderte in dem Ronnenberger Stadtteil zu finden waren. Er befand sich ganz in der Nähe einer Holland-Windmühle, die dort noch heute zu sehen ist. Als „Beweis” für die Geschichte vom versunkenen Landwirt sorgte die besondere geologische Beschaffenheit des Bodens, so das ehemalige Ortsratsmitglied Kulke: „Durch den Salzstock, der sich unter dem Benther Berg befand, entstanden an dieser Stelle ungewöhnliche Vertiefungen, die der Volksmund zu den Fußstapfen des Meineid schwörenden Bauern machte. Aber offenbar hatten der Bauer und seine letzten sieben Schritte nichts damit zu tun.” Dennoch waren gerade sie namensgebend für die Sage – und die Kreuzsteine passten dort doch so gut hinein!

Aber Kulke weiß: „Die sieben Steine waren kein Merkmal für eine Gerichtsstätte, sondern sogenannte Sühnesteine, das haben Experten herausgefunden. Solche Steine wurden meist genau dort aufgestellt, wo ein Mensch totgeschlagen oder ermordet worden war. Sie waren ein Zeichen für Reue und Buße.” Die steinernen Mahnungen standen in früheren Zeiten an verschiedenen Stellen rund um Benthe. Wann sie dann zusammengeführt wurden, konnte Kulke nicht herausfinden – auch ist unklar, wann der achte Stein dazu kam und woher er stammt. Aber bereits Mitte des 15. Jahrhunderts wurde ein Stück Land mit „sieven crucen” in einer Urkunde erwähnt, hat Kulke recherchiert. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Steine mehrfach ihren Platz. „So standen sie auch eine Zeit lang an der Bundesstraße 65 in Nachbarschaft zu der Gaststätte Sieben Trappen. Als die Betreiber aufgaben, eröffnete dort ein Bordell. So kam es, dass die Kreuzsteine 1978 wieder umzogen”, erinnert sich Kulke.

Heute stehen die acht Steine an einer Kreuzung mitten in Benthe – doch für die meisten Einwohner heißt dieser Bereich des Stadtteils Benthe „Sieben Trappen”. Wilhelm Kulke hat den neuen Standort mit den anderen Mitgliedern des Ortsrates für sie ausgesucht. „Wir haben an der Kreuzung eine tolle Stelle gefunden. Hier sind die Steine gut zugänglich und dennoch etwas geschützt.”

Mahnung zur Ehrlichkeit

Und die Moral von der Geschichte: „Auch wenn die Überlieferung von den sieben letzten Schritten des Bauern nicht wahr ist, stellt die Sage doch eine Mahnung zur Ehrlichkeit dar.” So sieht es zumindest Wilhelm Kulke. (Rosa Legatis)

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22.02.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Benther wollen Heulern in der Kirche ein Ende setzen

Kirchengemeinde will mithilfe eines Orgelmarathons und einer Konzertreihe Spenden für die Sanierung des Instruments sammeln

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Auf die Kirchengemeinde Benthe kommen Kosten in Höhe von rund 25 000 Euro für die Sanierung ihrer Kirchenorgel zu. Weil sie diese Summe nicht allein aufbringen kann, entstand die Idee, bei einem Orgelmarathon Spenden zu sammeln. Neben vielen Aktionen ist auch eine Konzertreihe geplant.

Die Musiker, die ihr Mitwirken bislang zugesagt haben, verzichten auf eine Gage. „Wir bitten um Spenden der Besucher”, sagt Pastor Martin Funke bei der Programmvorstellung in dem kleinen Benther Gotteshaus. Die Kirchengemeinde kann mit Zuschüssen der Landeskirche rechnen – allerdings nur, wenn sie gewisse Grundvoraussetzungen erfüllt. „So müssen wir zwei Drittel der Summe in Höhe von rund 14 000 Euro selbst einbringen”, berichtet Kirchenvorstandsvorsitzende Sabine Grune.

Zusätzlich könne man auch bei Stiftungen Fördermittel beantragen. Dies dürfte allerdings schwierig sein, weil es diese nur für historische Orgeln gebe. „Unsere Bente-Orgel ist allerdings aus dem Jahr 1995 und erfüllt diese Voraussetzung nicht”, fügt sie hinzu. Ein Versuch wäre es aber allemal wert.

Heulton schmälert Hörgenuss

Das Problem mit der Orgel: Manchmal bleiben die Tasten hängen und der Ton endet einfach. „Da kommt es zu den sogenannten Heulern, die für die Zuhörer richtig unangenehm sind”, sagt Organistin Antje Mexner. Trotz der regelmäßigen Wartung der Orgel müsse das Instrument deshalb nach 22 Jahren generalüberholt werden.

Die Orgel ist von Jörg Bente aus Helsinghausen im Schaumburger Land erbaut worden. Von ihm stammt auch die Orgel in der Gehrdener Margarethenkirche. Der Orgelbauer selbst wird die Sanierungsarbeiten begleiten. Auftakt des Orgelmarathons ist am Sonnabend, 25. Februar, mit dem Glasglockenkonzert des Trios Antje Mexner, Mareike Hußmann und Isabel Wesche.

Weiter geht es am 17. März, um 18 Uhr im Gemeindehaus mit einem Vortrag von Amalie von Schintling-Horny mit dem Titel „Pilgern in der Heimat – von Loccum nach Volkenroda”.

Es folgen ein Konzert für Orgel und Solo-Handglocken mit Judith Gröne und Antje Mexner am Sonnabend, 22. April, ab 18 Uhr in der Benther Kirche sowie ein Posaunenkonzert unter der Leitung von Henning Fürstenberg am Sonntag, 30. April, um 18 Uhr in der Kirche. Am Sonntag, 13. August, gibt es ein Orgelkonzert mit Kirchenkreiskantor Christian Windhorst. Ein Liederabend mit dem Duo „Chapeau Frack” wartet am Sonntag, 27. August, ab 17 Uhr im Gemeindehaus auf die Benther. Die Termine für ein Klavierkonzert mit Konzertpianistin Barbara Grzybek und einem Liedermacher-Mix von Martin Funke werden noch festgelegt. (Heidi Rabenhorst)

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22.02.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Handglocken zum Auftakt

Drei virtuose Glöcknerinnen, sechs flinke Hände, 36 bronzene Glocken. Das erwartet die Besucher, die sich von den warmen Tönen des klingenden Metalls beim Konzert des Handglockentrios Hannover am Sonnabend, 25. Februar, ab 18 Uhr im Benther Gemeindehaus betören lassen möchten.

Vor knapp zwei Jahren wollten die drei Spielerinnen Mareike Hußmann, Antje Mexner und Isabel Wesche etwas Neues ausprobieren. Eigentlich sind sie Musikerinnen des Handglockenchores Hannover. Sie wollten sich den besonderen Herausforderungen des Trio-Spiels stellen und gründeten ein kleines Handglocken-Ensemble.

Anders als im Handglocken-Chor hat bei einem Trio keines der Mitglieder einen festen Platz, alle spielen ein Instrument. Die Frauen eilen am Tisch hin und her und bedienen die Handglocken. Es sieht aus wie bei einem Hütchenspiel oder wie ein sechshändiges Klavierspiel. Und das alles gelingt den Musikerinnen ohne Anrempeln. Diese fast schon akrobatische Leistung ergibt in ihrer Gesamtheit eine klingende Melodie, dreistimmig bis sogar sechsstimmig, teilweise haben die drei Frauen dabei jeweils vier Glocken gleichzeitig in ihren Händen.

Zum Vergleich: Im großen Handglockenchor werden fünf Oktaven, das sind 61 Glocken, von 13 Musikern gespielt, sodass mehrstimmige Stücke aus der Klassik bis zur Moderne erklingen können. Vom Handglockentrio werden nun allein drei Oktaven, also 36 Glocken, zum Klingen gebracht. „Handglockenchöre gibt es Deutschland einige. Handglockentrios hingegen sind eine musikalische Rarität”, sagt Pastor und Gastgeber Martin Funke. (hr)

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16.02.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Ortsrat will Eltern befragen

Bannmeile soll Situation entspannen

Das Thema Bannmeile an der Grundschule könnte nun auch für Benthe konkret werden. Bürgermeister Detlef Hüper (SPD) hat im Ortsrat erste Vorschläge zur Umsetzung erläutert. Fraglich ist noch die Akzeptanz unter den Eltern.

„Das Ganze soll eine freiwillige Maßnahme werden”, stellte Hüper fest. Ziel sei es, den Wendeverkehr und das wilde Parken an der Bergstraße zu reduzieren und damit den Weg der Kinder zur Grundschule und den anderen Betreuungseinrichtungen zu sichern.

Als Maßnahmen seien weitere Aufpflasterungen der Fahrbahndecke möglich. Auch sollen neue Haltemöglichkeiten an der Straße Am Steinweg, nördlich des Fußgängerüberwegs, eingerichtet werden. Von dort aus sollen Kinder, je nach Alter, allein oder mit einem Elternteil zu Fuß weitergehen können. Dazu müsse der Überweg selbst überarbeitet und aufgewertet werden.

Die Akzeptanz der Eltern dazu soll, bevor konkretere Planungen beginnen, per Flugblatt abgefragt werden. Außerdem wollen Hüper und Holger Müller (CDU) Eltern vor Ort auf Fehlverhalten beim Hol- und Bringverkehr hinweisen.

Noch intensiver diskutiert wurde im Ortsrat die mögliche finanzielle Unterstützung des Vereins Kunstraum Benther Berg durch die Stadt Ronnenberg. Durch Übernahme der Nebenkosten für die Ausstellungsräume in Höhe von monatlich etwa 90 Euro möchte der Verein Planungssicherheit für sein Fortbestehen schaffen. Alle Parteien im Ortsrat unterstützten dieses Anliegen, forderten zum Teil aber auch Eigeninitiative des Vereins, damit dieser die Aufwendungen künftig – ganz oder in Teilen – selbst bestreiten könne. Um eine mögliche Entwicklung zu überprüfen schlug Holger Grabe (FDP) eine zeitliche Begrenzung der Unterstützung bis 2020 vor. Diese Empfehlung für den Stadtrat beschloss das Gremium mit 5:1 Stimmen. Lediglich Müller stellte infrage, ob die aus seiner Sicht sinnvolle Unterstützung des Vereins aus öffentlichen Mitteln bestritten werden müsse. (uwe)

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13.02.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Gottesdienst zum Weltgebetstag

unter der Überschrift „Was ist denn fair?” haben Frauen von den Philippinen die lithurgie für den Weltgebetstag gestaltet. die Globale Gerechtigkeit steht im Zentrum des Weltgebetstages. dazu lädt das Weltgebetstagsteam der Benther Kirchengemeinde am Freitag, 3. März, zu einem Gottesdienst in das Gemeindehaus, Wallbrink 5, ein. er beginnt um 19 uhr. (dw)

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09.02.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Freundliches Miteinander bei ausgelassener Stimmung

Flüchtlinge organisieren Dankeschönabend im Benther Gemeindehaus

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In den Familien der jetzt in Benthe lebenden Asylbewerber und Flüchtlinge ist die Gastfreundschaft Ehrensache. Auch in der Fremde schlüpften sie jetzt für einen Abend in die Rolle der Gastgeber.

Als Dankeschön für die von den zahlreichen Helfern geleistete Unterstützung und die freundliche Aufnahme hatten sie in Benthe zur Teestunde eingeladen. Der Raum im Gemeindehaus war für die mehr als 70 Teilnehmer fast zu klein. Auch zwei Ortsratsmitglieder waren der Einladung gefolgt. Neben musikalischer Begleitung gab es ein buntes Programm sowie mit viel Liebe und großem Aufwand zubereitete Köstlichkeiten. Das kalte und warme Büfett mit den aus den jeweiligen Herkunftsländern typischen Spezialitäten fand regen Zuspruch. Auch die Darbietungen arabischer Lieder und Tänze kamen beim Publikum gut an. Ein afghanisches Geschwisterpaar trug ein deutsches Lied vor. Zwei Sketche, vorgeführt von den Jüngsten (drei bis neun Jahre), ernteten großen Beifall. Die dreijährige Nessrin gab in ihrer Rolle als Zahnärztin allen Anwesenden den guten Rat mit auf den Weg: nicht so viel Schokolade essen und immer schön die Zähne putzen.

Die Zeit zwischen den Darbietungen war ausgefüllt mit Gesprächen. Manche Flüchtlinge konnten unter Beweis stellen, dass sie ihre Deutschkenntnisse sehr verbessert hatten. Viele Gäste, die zum ersten Mal gekommen waren, äußerten sich begeistert über das Treffen, das freundliche Miteinander und die ausgelassene Stimmung.

Die Treffen des Willkommenskreises finden regelmäßig statt und bieten Raum für Gespräche und zum Kennenlernen. Jeden zweiten Dienstag im Monat um 19.30 Uhr trifft sich der Willkommenskreis im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Benthe. (Dirk Wirausky)

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28.01.2017, Calenberger Zeitung, S. 3

Ab Juni geht die Post nicht mehr ab

Sabine de Vos schließt Filiale in ihrem Geschäft in Benthe – Mein Lädchen existiert aber weiter

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Sabine de Vos kennt ihre Stammkunden. „Bettina, möchtest du einen Milchkaffee?” Bettina überlegt kurz. Sie will. „Frau Lüerßen, haben Sie Leergut dabei?” Nein, heute nicht. De Vos ist Inhaberin und Geschäftsführerin des Geschäfts Mein Lädchen in Benthe. „So ist das auf dem Dorf”, sagt de Vos und lacht. Man kennt sich eben.

Was manche Kunden noch nicht wissen: Sabine de Vos gibt zum 30. Juni die Postfiliale in ihrem Geschäft auf. „Ich habe das jetzt dreieinhalb Jahre gemacht, aber im Dezember meine Kündigung verschickt. Es lohnt sich einfach nicht”, sagt die sympathische Belgierin.

Die Deutsche Post hatte für ihre Filiale zur Bedingung gemacht, dass diese außer sonn- und feiertags jeden Tag geöffnet haben muss. Urlaub war für Sabine de Vos deshalb nicht drin. „Oder ich muss so viel Geld haben, dass ich zwei Wochen zusätzliches Personal bezahlen kann”, sagt die 49-Jährige, die Einzelkämpferin ist und nur an drei Tagen in der Woche von einer Halbtagskraft unterstützt wird.

Die aus Antwerpen stammende de Vos, die in Benthe lebt, spricht von einem „Knebelvertrag”. Der Grund: Lediglich 2,5 Prozent der Summe, die sie auf alle in der Poststelle erbrachten Leistungen einnimmt, kann sie behalten. Hinzu kommt eine Miete von 35 Euro für die gesamte technische Ausrüstung wie Scanner und Waage. „Die Postfiliale bringt mir monatlich gerade einmal 300 Euro mehr ein.” Ab sofort dürfte es weitaus weniger werden, denn de Vos hat die Dienstleistung eingeschränkt. Die Poststelle ist jetzt nur noch von 7 bis 11 Uhr geöffnet.

„Das ist eine Katastrophe. Ich bin noch mobil. Aber für ältere Menschen wird das schwer, wenn die Post nicht vor Ort ist”, sagt Gerda Hukker, die schon von der geplanten Schließung weiß. Sie gibt bei de Vos ein Paket auf, danach trinkt sie im angrenzenden Café einen Tee. In diesem Moment steht Sabine de Vos bereits wieder in der kleinen Küche der Feinkostabteilung, bereitet das Mittagstisch-Angebot vor: Quiche mit Fenchel, Ratatouille mit Spaghetti sowie Kartoffelgratin mit Blumenkohl. „Ich habe die Post schon vor meiner Kündigung über die Problematik informiert, aber auch kein Entgegenkommen gespürt”, sagt de Vos. „Am Telefon wurde mir gesagt, dass ich doch einfach mehr verkaufen solle. Die Situation hat keine Zukunft, zumal ich ja nie krank werden darf, weil das Vertragsbruch wäre.”

Kundin Sabine Schmidt ist überrascht vom bald eingestellten Service. „Das ist schade. Ich wohne in Benthe, meine Tochter lebt in Melbourne. Ich schicke oft Pakete zu ihr”, sagt Schmidt und überlegt, ob sie in Zukunft für solche Angelegenheiten nach Gehrden ausweicht. „Da bekommt man aber immer so schlecht einen Parkplatz.”

Sabine de Vos betont, „dass ich das auch schade finde, vor allem für viele alte Menschen ist es schlecht”. Sonst macht sie in ihrem vor allem auf Bio-Produkte ausgelegten Geschäft aber einen zufriedenen Eindruck. „Wir haben doch alles, sogar Zahnseide. Oder Bettina?” (Stephan Hartung)

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28.01.2017, Calenberger Zeitung, S. 3

Post will Einrichtung einer neuen Filiale prüfen

Maike Wintjen, Sprecherin der Deutsche Post DHL Group, bestätigt auf Anfrage dieser Zeitung den Eingang der Kündigung von Sabine de Vos. „Wir müssen jetzt in Ruhe prüfen, ob wir in dieser Ortschaft eine Filiale betreiben müssen, und uns gegebenenfalls nach einem neuen Partner umsehen”, sagt sie. Man handle dabei nach der sogenannten Postuniversaldienstleistungsverordnung, sagt Wintjen. Darin ist geregelt, wie die Versorgung der Bevölkerung mit Postfilialen – bundesweit 12 000 – gesichert sein muss. Zu den von de Vos kritisierten Vertragsbedingungen, die zur Kündigung geführt haben, nimmt sie keine Stellung. „Über Vertragsinhalte Noch nur bis Juni befindet sich im Geschäft von Sabine de Vos eine Postfiliale. äußern wir uns nicht.” (hg)

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23.01.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Feuerwehr fehlen Jugendliche

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31 Einsätze hatte die Freiwillige Feuerwehr von Benthe im Jahr 2016 zu verzeichnen. Bei der Jahresversammlung betonte Ortsbrandmeister Karl-Heinrich Behrens, dass alle Einsätze reibungslos abliefen und niemand zu Schaden kam. Zehnmal rückte die Feuerwehr zu Bränden aus, 18-mal wegen technischer Hilfe. Behrens hob die vielen Wespeneinsätze hervor, die vor allem in Kindergärten nötig waren. Auch die Rettung eines Falken und die Unfall-Scannung an der B 65 gehörten zu den Aufgaben der Wehr. „Wir haben an einem ganz neuen Verfahren mitgearbeitet, durch das der Unfallhergang rekonstruiert werden soll”, sagte der Ortsbrandmeister.

19 aktive Mitglieder und 183 Fördermitglieder umfasst die Benther Feuerwehr aktuell. Für deren ehrenamtliche Arbeit bedankten sich auch Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms und Benthes Ortsbürgermeister Detlef Hüper. Harms betonte, dass die Ausstattung der Ausrüstung abgeschlossen werden solle und für 2018 vorgesehen sei, Digitalfunk einzurichten.

Sorgen macht der Benther Feuerwehr nach wie vor die Kinder- und Jugendarbeit. Jugendwartin Silke Strootmann fand für das Problem klare Worte: „Der Leistungsdruck für Kinder wird immer größer – und der Spagat zwischen Schule und Feuerwehr wird immer größer”, sagte sie.

Natürlich gab es auch Beförderungen und Ehrungen. Mit Cord Behrens, Maren Kietzmann und Helge Bechtloff wurden drei Mitglieder befördert. Geehrt wurde Tobias Meine für 25 aktive Dienstjahre bei der Feuerwehr. (jok)

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20.01.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Diebe stehlen Navigationsgerät

Durchs Einschlagen des linken Dreiecksfensters sind Diebe in einen BMW X3 eingebrochen und haben das Navigationsgerät gestohlen. Die Tat ereignete sich in Benthe an der Straße im Eschbruch im Zeitraum von Mittwoch, 19 Uhr, bis Donnerstag, 7.45 Uhr. Zeugenhinweise an die Polizei unter Telefon (0 51 09) 51 71 15. (uwe)

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17.01.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Grüße aus anderen Zeitzonen

Irmgard Blume, die älteste Bentherin, erhält zu ihrem 103. Geburtstag viele Glückwünsche

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Ein ganzer Tross von Gratulanten bahnte sich am Montagvormittag den Weg in das Wohnzimmer von Irmgard Blume. Vertreter von Kirche und Verwaltung gratulierten der ältesten Benther Bürgerin – die noch beide Weltkriege erlebt hat – zu ihrem 103. Geburtstag.

„Sie waren meine erste Hundertjährige”, sagte Bürgermeisterin Stephanie Harms der Gastgeberin, nachdem sie ihr die Glückwünsche der Stadt überbracht hatte, Blumen und ein kleines Präsent inklusive. Auch Ortsbürgermeister Detlef Hüper, eine Abordnung der Kirchengemeinde mit Elisabeth Schulze und Pastor Martin Funke sowie Vertreter der DRK-Ortsgruppe Empelde-Benthe, Verwandte und Bekannte kamen zum Gratulieren.

Die meisten Komplimente erhielt Blume für ihre gute Konstitution. „Sie sieht jedes Jahr besser aus”, sagte Claus Reck, Ehemann von Enkelin Annette. Und das, obwohl das Geburtstagskind auch schwere Zeiten durchlebt hat, beispielsweise die mit Krieg und Gefangenschaft, in denen sie ihren Mann Reinhard achteinhalb Jahre lang entbehren musste.

Nach ihrer Hochzeit mit dem Dachdeckermeister war sie aus ihrem Elternhaus in der Nenndorfer Straße in Empelde nach Benthe gezogen. Dort wohnt sie auch heute noch im selben Haus mit Tochter Rita Bödeker, die die Pflege der 103-Jährigen mit Unterstützung der Diakonie bewältigt, nachdem ihr Mann 1996 gestorben war. Auch Enkel Ingo bewohnt sein Elternhaus in der Salinenstraße noch mit seiner Familie.

Von weit her kamen dafür diesmal die Grüße der beiden Urenkel. Sophie Reck absolviert gerade ein halbes Schuljahr in Texas, Cousin Nico weilt in Neuseeland. Beide hatten sich aus ihren völlig unterschiedlichen Zeitzonen aber schon bei ihrer Urgroßmutter gemeldet und ihre Glückwünsche abgeliefert. Diese saß derweil im Kreis ihrer Gäste und bewies ihre besondere Gedächtnisleistung, indem sie ein sechsstrophiges Lied auswendig aufsagte. Der darüber staunenden Runde gestand sie schmunzelnd, dass sie am Morgen aber doch hätte nachfragen müssen, ob es nun der 104. oder 103. Geburtstag sei – und erntete dafür allgemeines Gelächter.

Gedächtnistraining heißt für Irmgard Blume singen. Gemeinsam mit Gerda Ressel beweist sie in ihrem Wohnzimmer ihre Textsicherheit. Ressels Brüder Günther und Herbert Seidel warteten dann auch mit der nächsten Überraschung auf: Die Mitglieder des Ronnenberger Posaunenchors spielten einige Lieblingsmelodien des Geburtstagskindes. Eine Gelegenheit zum Mitsingen, die Irmgard Blume an ihrem 103. Geburtstag nicht ausließ. (Uwe Kranz)

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17.01.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Besuchsdienst: 90. Geburtstag ist der Stichtag

Wer zu seinem Geburtstag auf den Besuch der Bürgermeisterin hofft, muss ein stattliches Alter erreichen. Der Besuchsdienst der Stadt Ronnenberg überbringt die guten Wünsche ab dem 90. Geburtstag persönlich. In Ronnenberg und Empelde übernehmen meist die stellvertretenden Bürgermeister diese Aufgabe, in den anderen Ortsteilen erhalten die Jubilare Besuch von den Ortsbürgermeistern. Diese Prozedur wiederholt sich danach in jedem Jahr. Auch Paare, die die Goldene Hochzeit oder längerwährende Ehejubiläen begehen, bekommen Besuch von einem Vertreter der Stadt.

In den Ortsteilen kann es auch abweichende Regeln geben, erklärt Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms, deren Erscheinen ab dem 100. Geburtstag garantiert ist. In Ronnenberg ist dies derzeit allerdings nur Frauen vorbehalten. Männer im entsprechenden Alter gibt es aktuell im Stadtgebiet nicht. (uwe)

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16.01.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

„Wir wollen das ganze Jahr durchfeiern”

Kunstraum Benther Berg startet mit Ausstellung ins Jahr des 20. Geburtstags

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Der Kunstraum Benther Berg startet am Sonntag, 22. Januar, mit der ersten Ausstellung des Jahres in die Feierlichkeiten anlässlich des 20-jährigen Bestehens. Bis zum 12. Februar sind etwa 50 Werke der sechs Künstler des Kunstraumes zu sehen, die für die kommenden Monate weitere Aktionen planen. Die Vorbereitungen sind bereits weitgehend abgeschlossen. Schließlich soll der Auftakt in dieses ganz besondere Jahr möglichst eindrucksvoll werden.

Am 12. Oktober wird es genau 20 Jahren her sein, seit der Kunstraum auf dem Gelände der Benther Grundschule mit der ersten Ausstellung eröffnet wurde. Da passt es nahezu perfekt, dass im Geburtstagsjahr die sechs Künstler des gemeinnützigen Vereins, die die Räume mit Leben erfüllen, auch den Auftakt machen.

50 Werke der sechs Künstler des Kunstraums sind bis zum 12. Februar zu sehen.

Kristina Henze, Bärbel Erbstößer, Dieter Götze, Bernd Pallas, Nigel Packham und Rainer Janssen zeigen in der Jubiläumsausstellung einige ihrer Werke. Dabei sind Bilder zu sehen, aber auch kleine Objekte. Die Eröffnung beginnt am 22. Januar um 11 Uhr, musikalisch untermalt wird sie vom Saxofonisten Hartmut Brandt. Zudem wird es für die Gäste auch einen kleinen Imbiss geben.

Doch mit der Auftaktausstellung gehen die Feierlichkeiten erst richtig los. Denn die sechs Mitglieder des Vereins haben sich für dieses Jahr einiges vorgenommen. „Wir wollen im Prinzip das ganze Jahr durchfeiern”, sagt Janssen. Und das nicht nur mit Sonderausstellungen in den Räumen am Benther Berg, sondern auch mit Veranstaltungen außerhalb der eigenen Räume.

So wird es in Zusammenarbeit mit dem ADFC eine Radrundfahrt rund um Benthe geben. Zudem werden besondere Projekte mit Jugendlichen des Benther Bauwagenprojektes, mit im Ort lebenden Flüchtlingen sowie mit Kindern der im selben Haus beheimateten Kindertagesstätte organisiert.

Den Höhepunkt des Geburtstagsjahres soll aber ein großes Fest am 18. Juni bilden. Dazu wurden alle knapp 50 Künstler eingeladen, die in den vergangenen 20 Jahren im Kunstraum ausgestellt haben. „Jeder darf so viele Ausstellungsstücke mitbringen, wie er tragen kann”, erklärt Janssen. Das komplette Haus inklusive des angrenzenden Schulhofes wird so zur großen Ausstellungsfläche.

Und Janssen freut sich besonders, dass die Region Hannover das Geburtstagsfest mit einer einmaligen finanziellen Förderung unterstützt. Als weiteres Geburtstagsgeschenk wünschen sich die Künstler sowie die fördernden Mitglieder nun nur noch, dass der Rat der Stadt Ronnenberg die Übernahme der Nebenkosten für den Kunstraum beschließt.

Dann sähe pünktlich zum 20-jährigen Bestehen auch die Zukunft der Einrichtung deutlich freundlicher aus. (Björn Franz)

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13.01.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Innere Ruhe finden im Taizé-Gebet

Warmes Flair durch Kerzen und Gesang

Halbdunkel im Gemeindesaal, ein Meer von Lichtern um den Altar: In dieser stimmungsvollen Atmosphäre möchte die Kirchengemeinde Benthe im Frühjahr dreimal freitags Taizé-Gebete feiern. Am 20. Januar, 24. Februar und 24. März jeweils um 19 Uhr treffen sich Jugendliche und Erwachsene in der Gemeindehaus-Winterkirche, Wallbrink 5, um bei der feierlich-meditativen Stimmung zur Ruhe zu kommen.

Taizé-Gebete haben ein schlichtes und warmes Flair. Sie sind geprägt von kurzen Gesängen, die immer wiederholt werden. So kann man sie leicht lernen und einstimmen. Statt einer Predigt gibt es einzelne besinnliche Texte und Zeit, ihnen beim Singen nachzusinnen. Es gibt auch einigen Minuten der Stille, in denen die Besucher ihren Gedanken nachgehen oder beten können. So ist diese Andacht ein guter Gegenpol zum manchmal hektischen Alltag und unserer unruhigen Zeit.

Gebet kommt aus Frankreich

Im Anschluss an das Gebet gibt es die Gelegenheit, im benachbarten Raum im Gemeindehaus noch gemütlich zusammenzusitzen bei Getränken und sich auszutauschen.

Dieses Gebet geht zurück auf die Tradition der Kommunität von Taizé in Frankreich, die Roger Schütz (Frère Roger) im Jahr 1949 gegründet hat. Seit Jahrzehnten pilgern wöchentlich viele Tausende Jugendliche und auch einige junge Erwachsene dorthin. (uwe)

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07.01.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Kunstraum zahlt selbst seit 20 Jahren

Im Zusammenhang mit einer Beschlussvorlage für den Stadtrat, der die Übernahme der Nebenkosten für den Kunstraum Benther Berg zum Ziel hat, hat sich jetzt der Vorsitzende des Vereins, Rainer Janssen, zu Wort gemeldet.

Seit seiner Gründung vor rund 20 Jahren trage der Kunstraum, teilweise aus privaten Mitteln der ehrenamtlichen Mitglieder, seine Nebenkosten selbst. Der Förderverein Dorferneuerung, Vertragpartner von Stromversorger und Stadt, habe lediglich die Zahlungen an die entsprechenden Stellen weitergeleitet, sagt Janssen.

Nun sei der Verein, der ein einmaliges kulturelles Angebot im Stadtgebiet vorhalte, jedoch an die Grenzen des finanziell Machbaren geraten. „Einige Mitglieder haben erklärt, dass es so nicht weitergeht”, sagt Janssen. Dem Verein entstünden ebenfalls beträchtliche Kosten für Versicherungen, die Organisation von Vernissagen und den Transport der Kunstwerke. Darüber hinaus seien Publikationen in regionalen und überregionalen Medien kostspielig.

Nun sei eine politische Entscheidung gefragt, ob der Kunstraum als Ort für den Austausch und die Begegnung in Sachen Kunst bestehen bleiben soll, erklärt Janssen. Für die Stadt gehe es im Vergleich um keine wirklich große Summe, meint er.

Derzeit veranstaltet der Kunstraum in seinen Räumen an der Bergstraße in Benthe sechs Ausstellungen pro Jahr, die jeweils von rund 300 Interessierten besucht werden. (uwe)

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06.01.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Benther feiern für Benedikt

Auf der Silvesterparty von Norbert Pauluth kommen 1500 Euro für den kranken Jungen zusammen

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Mit der eigenen Feier anderen helfen und eine Freude machen – das war der Plan von Norbert Pauluth aus Benthe. Er lud rund 40 Freunde und Nachbarn zu einer Silvesterfeier ein. Als Obolus sammelte er Spenden für den an einem unheilbaren Gendefekt leidenden Benedikt aus Leveste. 1500 Euro kamen so zusammen.

Mutter wird überrascht

Miriam Schmidt wurde auf die Folter gespannt. Der Small Talk mit ihren Gastgebern dauerte bereits einige Minuten, und die Mutter von Benedikt wusste noch immer nicht, welche Spendensumme sie in der Maschinenbauhalle von Norbert Pauluth erwartete. In einer Papiertüte hatte der Unternehmer die gesammelten Geldscheine verpackt und machte scherzhaft Andeutungen über einen kleinen zweistelligen Betrag.

Die Neugier Schmidts wuchs und wurde nur von ihrer Überraschung über die wirkliche Spendenhöhe übertroffen. „Boah, das ist viel”, ließ sie ihrem Erstaunen freien Lauf. Die 1500 Euro in der Tüte bringen ihre Familie dem Assistenzhund ein großes Stück näher, mit dessen Hilfe sich ihr zwölfjähriger Sohn Benedikt nach den Sommerferien besser in seinem Alltag zurechtfinden soll.

Geld in der Weinbrandflasche

Aus der Zeitung hatte Pauluth vom Schicksal des Jungen erfahren und ließ diese Eindrücke gleich in seine Silvesterplanung einfließen. Seine Gäste durften bei der Feier in der urigen Maschinenbauhalle frei essen und trinken, sollten dafür aber eine Spende für Benedikt abgeben. „Wir haben das Geld in einer Weinbrandflasche gesammelt, damit sich auch niemand mit Kleingeld aufhält”, erzählte Pauluth mit einem Augenzwinkern.

Anlass zu spenden gebe es auch sonst genug. Der junge Levester aber komme sozusagen aus der Nachbarschaft, und man könne direkt verfolgen, was mit dem Geld geschehe, begründete der Wohltäter seine Aktion. Diese Meinung vertreten auch Manfred Bohr und Hans-Heinrich Tillack vom Benther Seniorenkreis, die von ihrem Gemeinschaftskonto und persönlichen Spenden der Mitglieder die ursprüngliche Partysumme von 1305 Euro auf den Endbetrag aufrundeten.

Aladin schon in der Ausbildung

Rund 25 000 Euro kostet die Ausbildung des Assistenzhundes, den Benedikt benötigt. Der Junge leidet unter dem Fragiles-X-Syndrom. Er kann weder lesen noch schreiben und reagiert oft unkontrolliert auf Umwelteinflüsse. Der Hund soll ihm helfen, sich in seinem Umfeld besser zurechtzufinden. Die Kosten für den Labrador Aladin, den Miriam Schmidt und ihr Mann Gerald bereits gekauft haben, werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Ein Eigenanteil der Schmidts zusammen mit vielen Spenden haben die Summe inzwischen auf mehr als 20 000 Euro anwachsen lassen.

Der Hund Aladin hat unterdessen bereits mit der Ausbildung begonnen. „Wir haben ihn schon einmal besucht und sehen ihn in den Osterferien wieder”, berichtet Miriam Schmidt. In den Sommerferien soll Aladin dann an die Familie, zu der auch Benedikts neunjährige Schwester Hanna gehört, herangeführt werden. Nach einer Eingewöhnungszeit soll der Hund schließlich Benedikt unter anderem auch auf dem Weg in die Schule begleiten.

„Ich hätte nie gedacht, dass wir so viel Geld zusammenbekommen”, sagt Schmidt. Ihr Anliegen sei es vor allem auch gewesen, „zu zeigen, was das für eine Krankheit ist. Man sieht Benedikt ja nicht gleich an.” (Uwe Kranz)

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06.01.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Auf der Zielgeraden

Die Spendenaktion für Benedikt befindet sich auf der Zielgeraden. „Wenn wir die 25 000 Euro zusammen haben, dann machen wir dicht”, sagt Miriam Schmidt, die auf einer Internetseite die Entwicklungen für alle Spender dokumentiert. „Es soll nicht der Eindruck entstehen, wir steckten uns das Geld in die eigene Tasche”, sagt sie. Weitere Informationen sind auf http://einassistenzhundfuerbenedikt.jimdo.com zu finden. Spenden können überwiesen werden auf das Konto: Servicehundzentrum e. V., IBAN: DE25 1305 0000 0201 0619 88 BIC: NOLADE21ROS, OSPA, Assistenzhund für Benedikt Schmidt. (uwe)

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04.01.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

SPD will Kunstraum finanziell entlasten

Stadt soll Benther Kunstverein die Nebenkosten erlassen

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Die finanziellen Sorgen des Vereins Kunstraum Benther Berg könnten bald ein Ende haben. Basierend auf einem Antrag der SPDFraktion könnte der Rat der Stadt schon in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 1. Februar, über die Übernahme aller Nebenkosten der Vereinsräume entscheiden.

Schließung der Räume drohte

Bis zu seiner Auflösung im April vergangenen Jahres hatte der Förderverein Dorfentwicklung Benthe die Nebenkosten für das Galeriegebäude in der Bergstraße bestritten. Das Ende des Fördervereins brachte den Kunstraum in finanzielle Schwierigkeiten. Auch eine Schließung der Ausstellungsräume erschien durchaus möglich.

Hilfe kam zunächst vom Ortsrat in Benthe, der schnell eine Entlastung von 150 Euro beschloss. Später folgten noch einzelne weitere Spenden, die den Gesamtbetrag der Nebenkosten aber auch in ihrer Summe nicht decken konnten.

Frühzeitig hatte zudem die SPDFraktion im alten Stadtrat die Initiative übernommen und einen Antrag auf Übernahme der Nebenkosten formuliert, der eine Erweiterung der bereits bestehenden indirekten Förderung des Kunstvereins vorsieht.

Berechnung von 2015

Grundlage der für die Stadt zu erwartenden Kosten, die von Jahr zu Jahr variieren können, ist eine Berechnung aus dem Jahr 2015, die eine aktive Förderung von 242,20 Euro in Form einer Übernahme der Stromkosten ergeben hat. Zudem enthält sie eine indirekte Förderung in Höhe von 666,07 Euro für den Verzicht auf Begleichung der Kosten für Heiz- und weiterer Nebenkosten für die Räume. Addiert würden diese Beträge zur bestehenden indirekten städtischen Förderung des Kunstvereins durch Erlass der Mietkosten von 4071,60 zu einem Gesamtförderungsbetrag von 4979,89 Euro pro Jahr. Die Vorlage wird zur Beratung den Fachausschüssen vorgelegt, ehe der Stadtrat darüber abstimmen kann.

Weitere direkte oder indirekte Förderungen aus dem Stadtetat erhalten der Museumsverein Stadt Ronnenberg, der Historische Verein Linderte, das Niedersächsische Museum für Kali- und Salzbergbau, die Ronnenberger Bühne und der Förderverein Erinnerungsarbeit Ronnenberg. (Uwe Kranz)

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03.01.2017, Calenberger Zeitung, S. 2

Ausstellung im Café Sabine de Vos

Die hannoversche Künstlerin Martina Veenhoven zeigt im Café Sabine de Vos, Am Steinweg 18, in Benthe ihre Arbeiten. Bis zum 25. Februar sind die kleinformatigen Werke auf Papier zu sehen. Sie sind 25 mal 25 Zentimeter groß und in unterschiedlichen Mischtechniken gefertigt. Die Bilder können auch erworben werden. Das Café ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr und sonnabends von 7 bis 13 Uhr geöffnet. (jmk)

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