Benthe

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Journalistisches: Benthe in den Medien


Übersicht

Kinder machen Musik mit Zebra, Giraffe und Elefant

31.12.2015

Calenberger Zeitung

S. 7

Vom Getränkestand zum Ausflugslokal

11.12.2015

Calenberger Zeitung

S. 8

Abschied mit Krippenspiel

09.12.2015

Calenberger Zeitung

S. 10

Neue Tische für die alte Villa

09.12.2015

Calenberger Zeitung

S. 11

54 Kinder geben ihre Socken ab

08.12.2015

Calenberger Zeitung

S. 8

Tröpfchenweise Fotokunst

07.12.2015

Calenberger Zeitung

S. 8

Behrens sucht Helfer

05.12.2015

Hallo Wochenende

S. 4

Bagger kippt um, Hotelier verletzt

24.11.2015

Calenberger Zeitung

S. 1

Bald Kontrollen auf Schleichweg?

13.11.2015

Calenberger Zeitung

S. 8

Erste Container für Flüchtlinge angeliefert

12.11.2015

Calenberger Zeitung

S. 8

Dorfverein Benthe vor dem Aus

11.11.2015

Calenberger Zeitung

S. 1

Die Zukunft der Beete ist ungewiss

11.11.2015

Calenberger Zeitung

S. 8

Hotel Benther Berg gibt Trikots

10.10.2015

Hallo Wochenende

S. 9

Benther Senioren pflegen Beet

26.09.2015

Hallo Wochenende

S. 7

Schelte wegen Politik in Schülerzeitung

10.09.2015

Calenberger Zeitung

S. 7

Kommentar

10.09.2015

Calenberger Zeitung

S. 7

Schlaglöcher sind bald Vergangenheit

10.09.2015

Calenberger Zeitung

S. 7

Beständigkeit ist gefragt

05.09.2015

Hallo Wochenende

S. 7

Seniorenteam hilft der Kirchengemeinde

31.08.2015

Calenberger Zeitung

S. 9

Neue Schülerzeitung in Benthe sucht Unterstützer

27.08.2015

Calenberger Zeitung

S. 9

Hin und wieder landen die Kugeln im Graben

13.08.2015

Calenberger Zeitung

S. 11

Drei neue Schilder weisen den Weg zum Kunstraum

24.07.2015

Calenberger Zeitung

S. 7

Unermüdlich im Einsatz

18.07.2015

Calenberger Zeitung

S. 11

Aus Fremden werden Freunde

18.07.2015

Calenberger Zeitung

S. 11

Bund soll Einsatz für Flüchtlinge honorieren

17.07.2015

Calenberger Zeitung

S. 11

Kirchengemeinde ruft zu Solidarität auf

06.07.2015

Calenberger Zeitung

S. 8

Hurra, der Anfang ist gemacht!

29.06.2015

Calenberger Zeitung

S. 1

Farbenfroher Auftakt im Bauwagen

29.06.2015

Calenberger Zeitung

S. 11

Ein Sommer für die Region

20.06.2015

Calenberger Zeitung

S. 13

Das Jahr der Rosen – auch Benthe blüht

16.06.2015

Calenberger Zeitung

S. 1

Pallas nimmt den Zeitgeist aufs Korn

13.06.2015

Calenberger Zeitung

S. 12

Feuerwehr rettet Zwölfjährigen

08.06.2015

Calenberger Zeitung

S. 1

Auf die Flüchtlinge vorbereitet

01.06.2015

Calenberger Zeitung

S. 1

Behre erhält Verdienstkreuz

30.05.2015

Calenberger Zeitung

S. 12

Wo genau im Schutt lauert bloß das Asbest?

27.05.2015

Calenberger Zeitung

S. 1

Erst nach dem Laborergebnis wird entsorgt

27.05.2015

Calenberger Zeitung

S. 10

Der Platz ist da – die Container nicht

22.05.2015

Calenberger Zeitung

S. 9

Schutthaufen macht Ärger

16.05.2015

Calenberger Zeitung

S. 1

CDU plant Projekte für Flüchtlinge

16.05.2015

Calenberger Zeitung

S. 10

Leserbrief

28.04.2015

Calenberger Zeitung

S. 7

Jugendbauwagen ist Erfolgsmodell

25.04.2015

Calenberger Zeitung

S. 10

Abriss: Anwohner sind entsetzt

22.04.2015

Calenberger Zeitung

S. 9

Kein Interesse an Fitness im Freien

22.04.2015

Calenberger Zeitung

S. 9

Textilplanen bedecken asbesthaltigen Schutt

18.04.2015

Calenberger Zeitung

S. 17

„Wasser marsch” auf der Baustelle in Benthe

17.04.2015

Calenberger Zeitung

S. 1

Neuer Plan mit der Plane

17.04.2015

Calenberger Zeitung

S. 9

Bagger verliert Öl auf Baustelle

17.04.2015

Calenberger Zeitung

S. 9

Asbest im Bauschutt: Trümmer sind noch nicht abgedeckt

14.04.2015

Calenberger Zeitung

S. 1

Schutz für Anwohner gefordert

14.04.2015

Calenberger Zeitung

S. 8

Malerin will das Frauenbild in der Kunst verändern

13.04.2015

Calenberger Zeitung

S. 8

Osterferien im Bauwagen

11.04.2015

Calenberger Zeitung

S. 12

Asbesthaltiger Schutthaufen wird mit Planen abgedeckt

10.04.2015

Calenberger Zeitung

S. 8

Asbest im Schutt macht Ärger

09.04.2015

Calenberger Zeitung

S. 1

Weniger Müll in Benthe

09.04.2015

Calenberger Zeitung

S. 11

Kamelle der Narren für Benther Jugend

31.03.2015

Calenberger Zeitung

S. 8

Senioren ärgern sich über Müll

27.03.2015

Calenberger Zeitung

S. 14

Hanischs Arbeit folgt einer klaren Linie

24.03.2015

Calenberger Zeitung

S. 2

Bohr plagen Nachwuchssorgen

23.03.2015

Calenberger Zeitung

S. 10

Eltern wollten den Wechsel

03.03.2015

Calenberger Zeitung

S. 10

Beim VSV Benthe kehrt nach Mitgliederverlust Ruhe ein

02.03.2015

Calenberger Zeitung

S. 9

Süßen Berufswunsch aus Paris mitgebracht

28.02.2015

Calenberger Zeitung

S. 10

Seide spielt die kreative Hauptrolle im Kunstraum

21.02.2015

Calenberger Zeitung

S. 13

Im September sollen Container stehen

12.02.2015

Calenberger Zeitung

S. 9

Unterkünfte für Flüchtlinge

09.02.2015

Calenberger Zeitung

S. 9

Diskussion über neues Altarbild

30.01.2015

Calenberger Zeitung

S. 10

Sporthaus soll dem Dorf offen stehen

28.01.2015

Calenberger Zeitung

S. 11

Tischlerei siedelt nach Empelde um

28.01.2015

Calenberger Zeitung

S. 12

Einsatz bei Verkehrsunfällen belasten Feuerwehrleute

26.01.2015

Calenberger Zeitung

S. 10

Sporthaus als neuer Treffpunkt für Benthe

03.01.2015

Calenberger Zeitung

S. 9


31.12.2015, Calenberger Zeitung, S. 7

Kinder machen Musik mit Zebra, Giraffe und Elefant

Außengelände der städtischen Kita erhält auch Sonnenschutz

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Im Außenspielbereich der Kindertagesstätte an der Bergstraße ist ein neues Klangspiel installiert worden. Eine sogenannte Klangsavanne in Form von Tiermotiven wurde an der Außenwand des Gebäudes angebracht.

Eine Zupf-Giraffe, ein Klangholz-Zebra und ein Akustik-Elefant bilden das Instrumententrio, das den Jungen und Mädchen Möglichkeiten zum Experimentieren und Spielen bietet. Die Stadt Ronnenberg als Träger des Kindergartens hat etwa 6000 Euro in die Klangsavanne investiert.

Für eine weitere Investition im Außengelände sind bereits die Pfosten gesetzt worden. Damit die Kinder bei Sonnenschein im Schatten spielen können, sollen am Sandspielhaus und auf einer weiteren Spielfläche zwei maßgefertigte Sonnenschutzsegel für zusammen etwa 7000 Euro angebracht werden. Zurzeit sind nur die Pfosten und die Rolle für die Aufhängung zu sehen. Im Frühjahr werden die orangefarbenen Segel über den Spielbereichen installiert. (dw)

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11.12.2015, Calenberger Zeitung, S. 8

Vom Getränkestand zum Ausflugslokal

Heimathistoriker haben die Geschichte der Benther-Berg-Terrassen aufgeschrieben – Betrieb 1975 eingestellt

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Mit der Geschichte der Benther-Berg-Terrassen haben sich Walther Heine und Rainer Piesch befasst. Bei der Recherche stießen die beiden Heimatforscher auf eine Überraschung: Die Gaststätte lag auf Lenther Gebiet.

Viel ist nicht übrig geblieben: Mauerreste, Treppenstufen und der große Parkplatz – die Benther-Berg-Terrassen sind längst Geschichte. 1975 wurde der Betrieb der einst florierenden Gaststätte eingestellt, 1989 wurde das Gebäude, das 1975 fast komplett ausbrannte, abgerissen. Wilhelm Kulke, Vorsitzender des Arbeitskreises Ronnenberger Stadtgeschichte, bedauert das bis heute. Pläne, das Gasthaus in einen Hotelkomplex umzubauen oder dort ein Seniorenheim einzurichten, wurde vom damaligen Benther Ortsrat abgelehnt. „Es sollte ein Restaurant bleiben”, sagt Kulke.

Die beiden Gehrdener Heimatbundmitglieder Walther Heine und Rainer Piesch haben nun ein Heft herausgebracht. Sie beschreiben darin die wechselvolle Geschichte der Benther-Berg-Terrassen vom Getränkestand, den Ernst Rehbock ab 1863 betrieb, bis hin zu einem beliebten Restaurant und bekannten Ausflugslokal. Die kleine Dokumentation solle Erinnerungen wecken, sagen Heine und Piesch. Sie enthält bisher unveröffentlichte Berichte, zahlreiche historische Fotos und enthüllt eine wichtige Erkenntnis: Die Terrassen lagen gar nicht auf Benther, sondern zum Großteil auf Lenther Gebiet. „Die Grenze ging durch die Küche direkt über die Herdplatte”, erzählt Piesch. Süffisant merkt er an: „Die Lenther kassierten die Steuern und die Benther erhielten Lärm und kaputte Straßen.”

• Das Heft „Benther-Berg-Terrassen” gibt es für 5 Euro in Benthe in den Bioläden Sabine de Vos und Möhrle, im Gehrdener Backhaus sowie in Gehrden bei Schreibwaren Kusche am Steinweg. (Dirk Wirausky)

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09.12.2015, Calenberger Zeitung, S. 10

Abschied mit Krippenspiel

Schulze gibt Kinder- und Jugendchorleitung nach 23 Jahren ab

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Nach rund 23 Jahren gibt Melanie Schulze zum Jahresende die Leitung der Kinder- und Jugendchöre in Benthe ab. Bevor die freiberufliche Musikpädagogin sich anderen Aufgaben zuwendet, will sie sich am Heiligabend beim Krippenspiel mit rund 20 Kindern verabschieden.

„Das Krippenspiel am Heiligabend ist meine letzte Tat”, sagt Schulze wehmütig. Die Entscheidung sei ihr nicht leicht gefallen. Da sie aber viele Workshops und andere Musikgruppen führt, habe sie vor einigen Monaten beschlossen, den von ihr aufgebauten Kinderchor mit derzeit 25 Kindern und den daraus entstandenen aktuell zehnköpfigen Jugendchor „hohes C” einem neuen Leiter anzuvertrauen.

Schulze lässt damit die Chöre zurück, die sich aus einem ersten Projekt, dem Krippenspiel-Musical „Der Räuber Horifikus”, im Winter 1992 entwickelten. „Das kam so gut an, dass wir 1993 den Kinderchor gründeten”, erzählt die 51-Jährige. Aufführungen von „Ritter Rost” und viele andere Musicals folgten. „Doch die Kinder lernen auch alte und neue, kirchliche und weltliche Lieder”, betont sie. Als weitere Folge entstand der Jugendchor, dem zwischenzeitlich 30 Sänger angehörten und zu dessen Repertoire auch moderne, gut arrangierte Popstücke zählen. Allerdings würden die Kinder schnell heranwachsen und viele Jugendliche zum Studium oder zur Ausbildung fortziehen. „Daher ist immer wieder Aufbauarbeit von unten zu leisten”, sagt Schulze.

Für ihre Nachfolge führe die Kirchengemeinde bereits Gespräche mit mehreren Bewerbern. Doch Schulze bleibe der Kirchengemeinde als ehrenamtliche Helferin – unter anderem als Leiterin der monatlichen Proben des Flötenorchesters, des NewKammerchors, Mitarbeiterin des Gemeindebriefes und Mitorganisatorin des Kleinkindergottesdienstes sowie weiterer Gottesdienste – erhalten. „Die Gemeinde wird mich also nicht los”, sagt Schulze. (Carsten Fricke)

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09.12.2015, Calenberger Zeitung, S. 11

Neue Tische für die alte Villa

Der Lions Club unterstützt den privaten Hort jedes Jahr mit einer Spende

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Zwei alte Schultische sollen in der Villa Kunterbunt ausgetauscht werden. Damit dieses Vorhaben verwirklicht werden kann, hilft der Lions Club Steinhuder Meer dem Kinderhort mit einer Spende.

„Wir brauchen einen neuen, maßgeschneiderten Tisch”, sagte Betreuerin Iris Ahrens bei der Übergabe der 500-Euro-Spende durch Lions-Club-Mitglied Joachim Ufermann aus Benthe. Das neue Möbel sei nicht nur aus Brandschutzgründen notwendig. An einem der beiden Schultische, die weit in den Raum hineinragen, habe sich bereits die Tischplatte gelöst. Sie lässt ein ungestörtes Arbeiten der Kinder kaum zu, sagte Ahrens.

32 Kinder nutzen den vor 21 Jahren von einer Elterninitiative gegründeten Hort in einem städtischen Fachwerkgebäude an der Bergstraße zurzeit. Rund 70 Mitglieder sowie Zuschüsse der Stadt sichern den Betrieb mit drei ausgebildeten Betreuerinnen. Sie sind vor und nach der Schule für die Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis zehn Jahren da. Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen im Hort ist weiter groß. „Wir haben eine Warteliste”, betont Ahrens.

Seit rund 15 Jahren hilft der Lions Club Steinhuder Meer der Elterninitiative jedes Jahr mit einer Spende. „Wir finden es ganz toll, dass uns der Lions Club wieder unterstützt, da wir das Geld dringend brauchen”, sagt Vorstandsmitglied Anna Strothjohann. In den vergangenen Jahren habe die Elterninitiative das Geld unter anderem in Geschirr und Küchengeräte sowie Möbel und eine Sandkiste investiert. (Carsten Fricke)

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08.12.2015, Calenberger Zeitung, S. 8

54 Kinder geben ihre Socken ab

Die Nikolausaktion im Jugendbauwagen Benthe ist ein großer Erfolg geworden. 54 Kinder haben am Sonntag einen Schuh oder eine Socke im Bauwagen abgegeben, dass sind sieben mehr als 2014. Dank zahlreicher Spenden von Bünting Tee, Stitz, Päx-Food, Üstra, Fielmann, Herrenhäuser Gärten, Plumhoff Empelde, Lyra Apotheke und Burgbergapotheke Gehrden sowie Apotheke am Wohnpark Empelde konnte die Bauwagenleiterin Lisa Maack pro abgegebener Socke eine Nikolaustüten füllen. (ker)

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07.12.2015, Calenberger Zeitung, S. 8

Tröpfchenweise Fotokunst

Ausstellung experimenteller Fotografie von Manfred Wilke in Benthe

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Tröpfchen für Tröpfchen und fast unbemerkt: Für Manfred Wilke ist es faszinierend, nahezu unsichtbare Bewegungen von Flüssigkeitsteilchen abzubilden. Er setzt mit seiner Spiegelreflexkamera Naturereignisse in Szene, die das Auge kaum wahrnimmt. Im Benther Lädchen sind die Fotos zu sehen.

Tischlermeister und Hobbyfotograf: Für den 63-jährigen Manfred Wilke ist das kein Widerspruch: „Experimentelle Fotografie ist auch ein Handwerk”, sagt der Mann aus Benthe. Wenn er die genauen Abläufe seines Freizeitspaßes beschreibt, versteht man, was er meint: Auf den Auslöser der Kamera zu drücken, nehme am wenigsten Zeit für ein gutes Foto in Anspruch, sagt Wilke.

Im Lädchen von Sabine de Vos lässt sich beim Betrachten der Kunstwerke erahnen, dass sein Hobby viel Aufwand erfordert. Im Ministudio seines Hauses verbringt Wilke viel Zeit, um eine neue Fotoserie vorzubereiten. Er hat vor einigen Jahren einen Fotokurs absolviert und die experimentelle Fotografie für sich weiterentwickelt. Zu seinem Handwerkszeug gehört nicht nur eine digitale Kamera. Plastikflaschen von Infusionssets aus der Apotheke, Hähne, mit denen man Tropfgeschwindigkeiten einstellen kann, ein Gerüst, Flüssigkeitsfärber, Stativ, Beleuchtung, funkgesteuerte Blitzgeräte und weiße Acrylglasscheiben – ohne dieses Zubehör lässt sich Wilkes Kunst nicht realisieren. „Und dann lasse ich es einfach tropfen”, sagt er.

Sein Interesse gilt den Momenten, „wenn Tropfen in eine Schale fallen, wieder aufsteigen und auf nachfolgende Tropfen treffen. Das sieht jedes Mal anders aus”, sagt er. Allein mit einer handelsüblichen Kamera sei das wegen der Belichtungszeit nicht abzubilden. Nur über die Abbrennzeit des Blitzes sei es steuerbar, diese Phänomene in einer Zehntausendstelsekunde einzufrieren. Und dann drückt er auf den Auflöser. Zehn bis 15 Bilder pro Sekunde, 500 bis 1000 Bilder pro Aufbau. „In der Endauswahl bleiben mit Glück bis zu fünf brauchbare Motive übrig”, sagt Wilke. Sein Antrieb für die Fleißarbeit: „Ich finde es faszinierend, schöne Dinge sichtbar zu machen, die sonst keiner sieht.”

Im Lädchen am Steinweg lässt Wilke die Betrachter seiner auf Hartschaumplatten gerahmten Fotos daran teilhaben – montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr und sonnabends von 7 bis 15 Uhr. Es ist seine erste Ausstellung. Wilke bietet die Bilder auch zum Verkauf an. (Ingo Rodriguez)

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05.12.2015, Hallo Wochenende, S. 4

Behrens sucht Helfer

Ein Leitungsteam ist für Jugendtreff zuständig

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Wechsel bei der Betreuung des Jugendbauwagens: Am 1. Januar übernimmt Stefan Behrens die Leitung von der bisherigen Koordinatorin Lisa Maack. Aus beruflichen Gründen – die Diplompädagogin schreibt an ihrer Doktorarbeit – gibt Maack das Ehrenamt ab. „Dreieinhalb Jahre habe ich den Jugendbauwagen mit viel Freude aufgebaut und geleitet. Nun läuft der Bauwagen so gut, dass ich ihn an engagierte Eltern wie Stefan Behrens übergeben kann”, sagt die Bentherin. In Zukunft soll es ein Leitungsteam für den Bauwagen geben. „Dafür suchen wir noch weitere engagierte Menschen”, sagt Maack.

Sie verabschiedet sich mit einer Nikolaus-Aktion als Leiterin des Jugendbauwagens. Am Sonnabend, 5. Dezember, von 14 bis 16 Uhr können die Benther Kinder ihren Schuh oder ihre Socke im Bauwagen abgeben und am 6. Dezember zur gleichen Zeit dort gefüllt wieder abholen.

Der Bauwagen macht vom 21. Januar bis 19. März Winterpause. Danach soll es mit Veranstaltungen weitergehen. Der 18 Quadratmeter große Bauwagen steht auf dem Grillplatz am Hammfeld und wurde dort am 15. September 2012 eröffnet. Ende Juli ist der 6,5 Meter lange Wagen bei der Aktion HAZSommereinsatz gestrichen worden. Bei der Verschönerung haben die Jungen und Mädchen fleißig mitgeholfen.

Wer Interesse hat, die Bauwagenleitung zu unterstützen, einen Schlüsseldienst zu übernehmen oder eine Aktion für den Bauwagen mit zu organisieren, kann sich bei Stefan Behrens unter der Telefonnummer (0 51 08) 6 08 08 95 melden.

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24.11.2015, Calenberger Zeitung, S. 1

Bagger kippt um, Hotelier verletzt

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Beim Aufrichten eines Weihnachtsbaumes vor dem Hotel Benther Berg an der Vogelsangstraße ist der Seniorchef am Montagvormittag unter der sechs Meter hohen Tanne eingeklemmt worden. Nach Feuerwehrangaben hatte der 74-Jährige versucht, den Baum mit einem Minibagger in die Haltevorrichtung zu bugsieren. Wegen des hohen Gewichts der Tanne und der schiefen Ebene auf dem Hotelvorplatz kippten der Baum und der Bagger um. Feuerwehrleute aus Benthe, Empelde und Ronnenberg befreiten den Hotelchef. Er erlitt eine Platzwunde am Kopf und kam ins Krankenhaus. Der Rettungshubschrauber konnte wieder abdrehen. (ker)

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13.11.2015, Calenberger Zeitung, S. 8

Bald Kontrollen auf Schleichweg?

Ärgernis in Benthe: Autofahrer nehmen einen Waldweg als Abkürzung nach Hannover

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Jeden Tag nutzen einige Autofahrer die Verlängerung der Salinenstraße in Benthe als verbotenen Schleichweg nach Badenstedt. Die Stadt will dagegen jetzt vorgehen: Die Schranke an der Badenstedter Straße soll geschlossen werden und die Polizei mehr Präsenz an dem Feldweg zeigen.

Eigentlich ist es ein sehr überschaubares Verkehrsaufkommen. Einige Jogger nutzen den Feldweg am Rande des Benther Berges für ihre sportlichen Aktivitäten, Hundebesitzer verschaffen ihren Schützlingen ein bisschen Auslauf, und junge Familien genießen mit Kinderwagen die frische Luft. Doch zuletzt nutzten auch immer wieder Autofahrer den schmalen Weg, um speziell bei viel Verkehr auf der B 65 über Schleichwege nach Badenstedt zu kommen.

„Mich haben Anwohner angesprochen, dass täglich 10 bis 20 Autos den Weg illegal nutzen”, sagte Lisa Maack, die für die Grünen im Ortsrat sitzt. Dabei ist die Durchfahrt von Benthe aus eigentlich nur bis zur Gastwirtschaft Am Waldwinkel erlaubt. Doch daran halten sich einige Autofahrer nicht – und fahren an der Gaststätte vorbei die etwa 700 Meter lange Strecke bis zur Badenstedter Straße.

Möglich ist das, weil die dort angebrachte Schranke derzeit nicht verschlossen ist. Laut Maack sei das Schloss, mit dem die Schranke normalerweise verriegelt ist, mehrfach aufgebrochen worden. Zudem seien einige Poller nicht mehr da, die Autos die Durchfahrt früher versperrt hätten. Daher will die Stadt Ronnenberg sich des Themas nun annehmen. „Wir werden die Schranke wieder zumachen und die Polizei bitten, dort wieder verstärkt Präsenz zu zeigen”, erklärte Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler. Damit der idyllische Feldweg bald wieder den Joggern, Hundebesitzern und jungen Familien vorbehalten ist. (Björn Franz)

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12.11.2015, Calenberger Zeitung, S. 8

Erste Container für Flüchtlinge angeliefert

Die Wohnmodule sind aber laut Fachbereichsleiter nicht vor Mitte Ende Januar bezugsfertig

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Am Dienstag sind in Benthe die ersten Containermodule für die Unterbringung von Flüchtlingen angeliefert worden. Bis zum Einzug der etwa 30 neuen Bewohner wird es zwar noch bis Ende Januar dauern, der Ortsrat beschloss aber schon einmal finanzielle Unterstützung für den Willkommenskreis.

Auf großen Lastwagen wurden die Containermodule an der Salinenstraße angeliefert. Dort wartete bereits ein Kran, der die Wohneinheiten auf der vorbereiteten Fläche des städtischen Geländes platzierte. In der nächsten Woche wird die nächste Lieferung erwartet, eine Woche darauf die dritte und letzte, wie Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler am Dienstagabend im Ortsrat Benthe erklärte. Bis zum Einzug der ersten Flüchtlinge wird es aber noch eine Weile dauern, denn die Wohnmodule sind noch nicht bezugsfähig und müssen noch vorbereitet werden. „Vor Mitte bis Ende Januar werden die Einheiten also wahrscheinlich nicht belegt werden”, sagte Zehler.

Dennoch beschloss der Ortsrat bereits jetzt finanzielle Unterstützung für die neuen Nachbarn. Der Großteil der noch für dieses Jahr zur Verfügung stehenden Mittel werden dem Willkommenskreis Benthe gespendet, der sich um die Neuankömmlinge kümmert. Die Summe von 480,72 Euro wäre verfallen, wenn der Ortsrat für sie bis zum Jahresende keine Verwendung gefunden hätte. Die Politiker stimmten einstimmig für den Antrag der CDU, der von den Grünen unterstützt wurde. Die restlichen 100 Euro erhält der offenbar in finanziellen Nöten befindliche Kunstraum Benther Berg.

In Weetzen, auf einem städtischen Grundstück an der Ecke Bröhnstraße/Haferkamp, wird voraussichtlich ab Freitag der Krippenrohbau in Holzrahmenbauweise erstellt. Dort war ebenfalls eine Modulbauweise vorgesehen. Wegen der immens gestiegenen Preise und der langen Lieferzeiten hat sich die Stadt für einen Anbieter von Holzhäusern entschieden.

Der Ausbau der neuen Krippe schließt sich an, diese Arbeiten erstrecken sich über den Jahreswechsel. Unter anderem müssen Fenster und Türen eingebaut, sowie Estrich und Fußbodenbeläge eingebracht werden. (Björn Franz)

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11.11.2015, Calenberger Zeitung, S. 1

Dorfverein Benthe vor dem Aus

In Bredenbeck und Leveste dagegen florieren die Gemeinschaften

21 Jahre nach seiner Gründung hat der Dorfverein Benthe große Probleme. Projekte können nicht bewältigt werden, weil die aktiven Mitglieder in die Jahre gekommen sind. Wenn sich nicht bald jüngere Dorfbewohner engagieren, steht der Verein vor dem Aus.

Was der Dorfverein Benthe für den Ort geleistet hat, wird bei einem Spaziergang deutlich. In der Dorfmitte sind vor 19 Jahren Pflanzbeete angelegt worden, 1999 wurde die Friedhofskapelle umgebaut, 2002 der Dorfplatz gestaltet. Benthe profitiert seit mehr als 20 Jahren aber auch von Frühjahrsputz, Dorffesten, Lesungen, einem Kalender und aktuell einer Bürgerbefragung für die Zukunft des Ortes.

Diese sieht düster aus – was den Verein betrifft. Der Vorstand um Manfred Bohr und Axel Horstmann ist in die Jahre gekommen. Sämtliche 33 Vereinsmitglieder sind älter als 60. Bei den kommenden Vorstandswahlen im April 2016 müssen drei Posten neu besetzt werden. „Wenn sich dafür keine Interessenten finden, steht der Verein vor dem Aus”, sagt Bohr.

Seine Appelle an die Generation der 35 bis 55 Jahre alten Dorfbewohner, sich im Dorfverein zu engagieren, blieben bisher ohne Resonanz. „In diesem Bereich findet man keine Leute”, sagt Horstmann. Mit Bohr sucht er nach einer Erklärung für das mangelnde Interesse. „Die Identifikation mit dem Ort lässt nach, der Egoismus der Bewohner nimmt zu”, lautet die Analyse der beiden Benther. „Wir haben viele Leute angesprochen, sich für den Ort einzusetzen, aber ohne Erfolg”, sagt Bohr. Das Hauptargument für eine Absage laute: keine Zeit.

Mit Interesse blicken Bohr und Horstmann nach Bredenbeck und Leveste. Dort gibt es frisch gegründete Dorfvereine, während der sehr erfolgreiche Verein in Benthe vor dem Aus steht. Im März 2013 gründete sich die Initiative „Pro Leveste” für mehr Verkehrssicherheit, aus der ein Verein hervorgegangen ist. Dieser will die Lebensqualität des Ortes verbessern. Das geschieht mit einem Dorfkino, einem Weinfest, Secondhandbasaren, aber auch mit dem Widerstand gegen die Starkstromtrasse Südlink.

Der Dorfverein Bredenbeck ist ebenfalls vor zwei Jahren neu entstanden. In dem Deisterort haben sich engagierte Bürger gefunden, die eine große Aufgabe verbindet: ein Gemeinschaftshaus als zentralen Treffpunkt einzurichten.

Dies könnte auch eine Motivation für die jüngeren Einwohner von Benthe sein, sich zu engagieren. Im Dorf fehlt ein Treffpunkt, nachdem auch das letzte Gasthaus geschlossen und abgerissen wurde. (Kerstin Siegmund)

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11.11.2015, Calenberger Zeitung, S. 8

Die Zukunft der Beete ist ungewiss

Dorfverein setzt sich für eine pflegeleichte Umgestaltung ein – Helfer auch für andere Projekte gesucht

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Von den einst prächtig blühenden Stauden ist nichts mehr zu sehen: Die Pflanzbeete am Steinweg bieten einen traurigen Anblick. Gräser und Wildkräuter haben die Blühpflanzen überwuchert. „Hier ist eine Grundsanierung nötig”, sagt Manfred Bohr, Vorstandssprecher des Dorffördervereins Benthe. Doch dafür fehlen dem Verein die Kräfte. Die Vereinsmitglieder sind zu alt, ehrenamtliche Helfer wurden bisher nicht gefunden.

Das war bei der Anlage der Beete im Frühjahr 1996 völlig anders. Die mehr als 200 Quadratmeter große Pflanzfläche zwischen Hengstweg und Gergarten konnte nur entstehen, weil viele Ehrenamtliche und Vereinsmitglieder mithalfen. Die Kosten von 20 000 Euro brachte der Dorfförderverein mithilfe von Spenden auf. Symbolische Bausteine von 50 bis 500 Euro sind damals an die Dorfbewohner verkauft worden. Öffentliche Zuschüsse, etwa von der Stadt Ronnenberg, wurden dafür nicht gezahlt.

Der Verein verpflichtete sich, die Pflege der Beete zu übernehmen. Dabei wechselten sich Mitglieder des Dorfvereins alle 14 Tage ab. Doch die Natur zeigte der Tatkraft Grenzen auf. „Die Pflanzen entwickelten sich prächtig, die Pflege war bald nicht mehr zu schaffen”, sagt Bohr.

Nun setzt sich der Vorstand für eine pflegeleichte Neugestaltung der Beete ein – das sei wichtig für den Fall, dass der Verein aufgelöst werden müsste, wenn sich keine jüngeren Vorstandsmitglieder finden. „Sollte die Auflösung kommen, werden unsere Projekte wohl an die Stadt Ronnenberg übergehen”, sagt Bohr. Wegen der dünnen Personaldecke bei der Stadt sei aber zu befürchten, dass die Beete keinen Bestand haben. „Dann werden dort vielleicht Parkplätze angelegt”, befürchtet Bohr.

Er appelliert an die Benther, sich für die Beete, aber auch für den jährlichen Weihnachtsbaum auf dem Dorfplatz oder den Blumenkasten am Ortseingangsschild zu engagieren. „Anderenfalls geht in Benthe ein Stück Lebensqualität verloren”, sagt der frühere Ortsbürgermeister. (Kerstin Siegmund)

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10.10.2015, Hallo Wochenende, S. 9

Hotel Benther Berg gibt Trikots

Die Benther Fußballer danken mit einem deutlichen Sieg

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Die Fußballer des VSV Benthe hatten am 7. Spieltag der laufenden Saison die 2. Mannschaft von der SG 05 Ronnenberg zu Gast und spielten zum ersten Mal in den neuen Trikots, die vom Hotel Benther Berg gesponsert worden sind. Die Benther gewannen das Spiel nach einer überzeugenden Leistung sicher mit 5:2.

Der Chef des Hotels Benther Berg, Reinders Aggen zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis und stellte schmunzelnd fest: „Ich würde es natürlich begrüßen, wenn die von uns gesponserten Trikots auch bei den weiteren Punktspielen zu Erfolgen beiträgen könnten.” Reinders Aggen ist selbst Spieler beim VSV Benthe und wird sicherlich gerne das Trikot bei seinen Einsätzen tragen.

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26.09.2015, Hallo Wochenende, S. 7

Benther Senioren pflegen Beet

Nach dem Arbeitseinsatz gibt es für die Helfer ein reichhaltiges Frühstück

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Vor fünf Jahren hat das Benther Senioren-Team eine Liguster-Hecke am Wallteich beim Regenwasserrückhaltebecken gepflanzt.

„Ziel dieser Aktion war, dass die Hecke zu gegebener Zeit den dort installierten Zaun ersetzen soll. Ein Zaun, der keinen guten Eindruck hinterlässt, aber wegen der Verkehrssicherungspflicht notwendig ist”, sagt Manfred Bohr.

Damit die Hecke irgendwann den Zaun ersetzen kann, müsse die Hecke eine entsprechende Höhe haben. „Damit soll auch sichergestellt sein, dass Unbefugte nicht an das Regenwasserrückhaltebecken gelangen”, so Bohr. Mitglieder des Benther Senioren-Teams haben jetzt die Hecke erneut beschnitten und von Unkraut befreit. „Sie kann nun weiter wachsen und ersetzt bald den Zaun”, betont Horst Köster, der seinen fleißigen Helfern nach dem Arbeitseinsatz ein reichhaltiges Frühstück spendierte.

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10.09.2015, Calenberger Zeitung, S. 7

Schelte wegen Politik in Schülerzeitung

CDU kritisiert grüne Ortsratsfrau

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Die neue Schülerzeitung der Grundschule Benthe macht Ärger. Ortsratsherr Gerald Müller (CDU) ist sauer, weil auf dem Titelblatt der ersten Ausgabe über den Besuch eines grünen Bundestagsabgeordneten berichtet wird. Der Christdemokrat brachte seine Kritik am Dienstagabend in der Ortsratssitzung vor. „Ich finde eine Schülerzeitung grundsätzlich gut, aber Parteipolitik gehört dort nicht hinein”, sagte Müller.

Die Schelte richtete sich an seine Ortsratskollegin Lisa Maack (Bündnis 90/Die Grünen). Sie betreut den Jugendbauwagen in Benthe und initiierte dort das Projekt gemeinsam mit drei Schülerinnen, die den Bauwagen besuchen. Maack wies Müllers Kritik wegen der politischen Berichterstattung zurück. „Die Idee stammt von den drei Mädchen”, sagte sie. „Ich hatte nichts anderes im Sinn, als den Kindern zu helfen”, sagte die Bentherin. Das Projekt Schülerzeitung habe sie per E-Mail den Ortsratsmitgliedern vorgestellt. „Ich habe aber nur von Michael Kühn (Grüne/Anm. der Red.) eine Antwort erhalten”, berichtete Maack.

Die Schülerzeitung war Thema im Ortsrat, weil Maack das Gremium um die Übernahme der Druckkosten gebeten hatte. Auch damit ist Müller nicht einverstanden. Es gehe ihm nicht um 40 Euro, sondern um eine bessere Absprache zwischen Maack und den Ortsratskollegen. „Ein Bürger würde das Heft kostenlos vervielfältigen”, sagte Müller. Diese Chance sei vertan, weil die Schülerzeitung bereits gedruckt worden sei.

Trotz des Disputs sprach sich der Ortsrat dafür aus, die Druckkosten einmalig zu bezahlen. Für weitere Aktionen erhält der Jugendbauwagen 100 Euro aus Ortsratsmitteln. (Kerstin Siegmund)

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10.09.2015, Calenberger Zeitung, S. 7

Kommentar

Die Wirkung unterschätzt

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Schade, dass ein gutes Projekt wie die Schülerzeitung einen schlechten Start erhält. Lisa Maack hat die Wirkung des Berichts auf der Titelseite über den Besuch ihres Parteifreundes Sven-Christian Kindler offensichtlich unterschätzt.

Dabei ist ihre Absicht grundsätzlich gut, Kinder an Politik heranzuführen und bei ihnen frühzeitig ein Bewusstsein für das Gemeinwesen zu wecken. Die Bentherin hätte aufgrund ihrer im Ortsrat gesammelten Erfahrungen eigentlich wissen müssen, dass die parteipolitischen Befindlichkeiten umso größer sind, je kleiner der Ort ist.

Die CDU wird sich wieder beruhigen. Das beweist die Tatsache, dass dem Jugendbauwagen finanzielle Unterstützung nicht verwehrt wird. Zudem haben die Benther, die sich auf die Aufnahme von 20 Flüchtlingen vorbereiten, Wichtigeres zu tun. (Kerstin Siegmund)

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10.09.2015, Calenberger Zeitung, S. 7

Schlaglöcher sind bald Vergangenheit

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Slalomfahren wegen der zahlreichen Schlaglöcher in der Straße Am Hammfeld ist bald nicht mehr nötig. Voraussichtlich Ende September beginnt die Sanierung. „Das ist dringend erforderlich”, sagte der städtische Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler am Dienstag in der Ortsratssitzung.

Die Straße erhält zwischen Hengstweg und Salinenstraße auf vier Metern Breite eine Pflasterung und Gossen. Die Arbeiten sollen sechs bis acht Wochen dauern und abschnittsweise in Form einer Wanderbaustelle ausgeführt werden. Davon betroffen ist auch der VSV Benthe sowie die Pächter der Kleingartenkolonie. „Die Anlieger sind vorab informiert worden”, sagte Zehler.

Der Sportbetrieb müsse auf die Straßenbauarbeiten abgestimmt werden, meinte ein Vertreter des Benther Sportvereins. Damit auswärtige Mannschaften den Fußballplatz erreichen können, sollte der benachbarte Festplatz als Parkfläche ausgewiesen werden, lautete seine Anregung. Das will der VSV den Gästen auf seiner Homepage im Internet mitteilen.

Dass der alljährliche Benther-Berg-Lauf, der am 3. Oktober auf dem Sportgelände am Hammfeld mit rund 500 Teilnehmern startet, von der Straßensanierung beeinträchtigt sein könnte, schließt der Fachbereichsleiter aus. „Dann wird dort noch nicht gearbeitet”, sagte Zehler. (ker)

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05.09.2015, Hallo Wochenende, S. 7

Beständigkeit ist gefragt

Friseurbetrieb Susanne Holzapfel ist seit 30 Jahren in Benthe

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Beständigkeit ist angesagt. Seit 30 Jahren hat Susanne Holzapfel in der Lakefeldstraße im Ronnenberger Stadtteil Benthe ihr Frisörgeschäft. Und damit nicht genug: schon 24 Jahre ist es her, dass Nicole Fuchs bei der Frisörmeisterin angefangen hat.

„Beständigkeit ist wichtig”, sagt Susanne Holzapfel. Viele Kunden sind dem „Laden mit Herz” treu geblieben und kommen sogar noch aus der Zeit, als Susanne Holzapfel von 1975 bis 1985 in Davenstedt gearbeitet hat. „Unsere Kunden schätzen, dass kein Personalwechsel stattfindet und sich niemand an neue Mitarbeiter gewöhnen muss”, sagt Holzapfel. Das allein reiche allerdings nicht aus, die Kundschaft bevorzuge in der heutigen Zeit beim Frisörbesuch ein ansprechendes Ambiente. „Der Kunde will sich beim Haareschneiden oder Frisieren wie zu Hause fühlen.”

Susanne Holzapfel und Nicole Fuchs stellen sich deshalb auf jeden Typ ein, von „Klassisch” bis hin zu „Hip”.

„Durch unsere ständige Weiterbildung sind wir stets am Puls der Zeit”, sagt die Chefin mit Nachdruck. „Bei uns dreht sich im wahrsten Sinne des Wortes alles um den Kopf”.

Ganz wichtig: die Terminplanung. „Bei uns werden die Termine eingehalten”, sagt Susanne Holzapfel. „Denn wir planen die Termine so genau, dass für den Kunden keine Wartezeit entsteht.”

Auf den jeweiligen Haartyp abgestimmt werden schonend wirkende Produkte renommierter Hersteller angewendet.

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31.08.2015, Calenberger Zeitung, S. 9

Seniorenteam hilft der Kirchengemeinde

Benther machen den Zaun schön

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Der Zaun am Gemeindehaus musste dringend gestrichen werden, zumal die Farben mittlerweile sehr verblasst waren. Da wurde das Benther Seniorenteam um Hilfe gebeten. Die Herren sagten sofort zu und begaben sich an die Arbeit. Zunächst mussten die Bretter des Zaunes abgeschliffen werden, danach wurde der Bretterzaun mit sehr freundlichen Farben gestrichen.

Der Kirchenvorstand dankte dem Benther Seniorenteam für die geleistete Arbeit und zeigte sich mehr als zufrieden.

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27.08.2015, Calenberger Zeitung, S. 9

Neue Schülerzeitung in Benthe sucht Unterstützer

Herausgeberinnen hoffen, dass Ortsrat die Druckkosten zahlt

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In den Schulferien sind einige Benther Kinder sehr kreativ gewesen. Gemeinsam mit Lisa Maack vom Benther Bauwagen, dem örtlichen Kinder- und Jugendtreff, haben Sarah Döding sowie Kira und Sarah Treptow eine Schülerzeitung erstellt. „Das ist neu für die Benther Grundschule”, meint Maack. Die Zeitung trägt den Titel „Benther Kids News”.

In der ersten Ausgabe schreiben die neunjährigen Mädchen unter anderem über den Besuch des Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler (Bündnis 90/Die Grünen). Er informierte sich im Juli über das Bauwagenprojekt. Die Schülerzeitung stellt auch den Jugendbauwagen und den Benther Ortsrat vor. Weitere Inhalte sind ein Steckbrief über – das insbesondere bei Mädchen – sehr beliebte Haustier Pferd sowie Rätsel und Witze.

Nun hoffen die Herausgeberinnen, dass sie Geldgeber finden, damit die Schülerzeitung auch gedruckt und anschließend von vielen Kindern gelesen werden kann. Die Mädchen wollen den Ortsrat in der Sitzung am 8. September um einen finanziellen Zuschuss bitten. Lisa Maack, die für die Grünen im Ortsrat mitarbeitet, hält das Projekt „in vielerlei Hinsicht für unterstützenswert. Die Kinder lernen die kommunale Politik kennen und stellen sogar einen Antrag im Ortsrat. Sie hatten die Idee, eine Zeitung zu machen, sich alles selbst überlegt und an den Artikeln gearbeitet”, sagt Maack. (Kerstin Siegmund)

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13.08.2015, Calenberger Zeitung, S. 11

Hin und wieder landen die Kugeln im Graben

Benther Senioren-Team boßelt mit Ferienkindern

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Das Benther Senioren-Team hatte die Kinder der Villa Kunterbunt zu einem Ferien-Boßel-Turnier eingeladen. Zunächst gab Lutz Danne vom Benther Senioren-Team allgemeine Hinweise zum Boßel-Sport und teilte zwei Mannschaften ein, die gegeneinander antraten.

Dann ging es bei herrlichem Wetter durch die Benther Feldmark. Die Kinder der Villa Kunterbunt legten großen Ehrgeiz an den Tag und versuchten, die Kugel sehr weit zu rollen. Teilweise gelang es ihnen auch, hin und wieder landete die Kugeln auch im Graben. Aber gerade das war das „Salz in der Suppe” für die sportlichen Kinder, denen es immer wieder gelang, mit einem besonderen Gerät die Kugeln aus dem Graben zu holen.

Natürlich wurde auch eine Pause eingelegt, damit die Kinder sich stärken und kühle Getränke zu sich nehmen konnten.

Nach fast zwei Stunden Boßeln war das Ziel erreicht. Beide Mannschaften haben sich tapfer geschlagen, und es stand zum Schluss unentschieden. Die Kinder bedankten sich beim Senioren-Team für den abwechslungsreichen Vormittag und äußerten den Wunsch, eine ähnliche sportliche Aktion gelegentlich erneut zu starten.

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24.07.2015, Calenberger Zeitung, S. 7

Drei neue Schilder weisen den Weg zum Kunstraum

Ausstellungen sind jetzt besser zu finden

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Vorstandsmitglied Kristina Henze ist erfreut: Ab sofort weisen drei neue Schilder, die aus dem Geldtopf des Ortsrats finanziert wurden, den Weg zum Kunstraum Benther Berg.

„Unsere Besucher kommen aus der ganzen Region, und gerade die aus Hannover haben häufig angemerkt, dass unser Ausstellungsraum schlecht zu finden sei”, sagt Henze. Daher habe der Verein lange Zeit versucht, Geld für eine bessere Beschilderung aufzutreiben. Schließlich hatte Claudia Hesse, die seit Jahren regelmäßig die Ausstellungen im Gebäude an der Bergstraße besucht, im vergangenen Jahr das Thema bei einer Ortsratssitzung angesprochen und darum gebeten, dass der Kunstraum finanziell unterstützt wird.

„Die Idee kam gut an, und auch Ortsbürgermeister Detlef Hüper hat sich sehr für mein Anliegen eingesetzt”, sagt Hesse. Immerhin seien die Ausstellungen eine kulturelle Bereicherung für den Ort. „Ich dachte, durch die Schilder wird der Kunstraum vielleicht bekannter”, sagt Hüper, der gemeinsam mit dem Bauhof der Stadt Ronnenberg die drei Schilder für 350 Euro an der Sieben-Trappen-Straße, am Ronnenberger Feld und in der Nähe der Kapelle angebracht hat. (Lisa Malecha)

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18.07.2015, Calenberger Zeitung, S. 11

Unermüdlich im Einsatz

Manfred Bohr wird für bürgerschaftliches Engagement mit Bundesverdienstkreuz geehrt

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Als treibende und gestaltende Kraft für Ronnenberg und insbesondere für seinen Heimatort Benthe hat Manfred Bohr jahrzehntelang ehrenamtlich gewirkt. Dafür ist ihm gestern das Bundesverdienstkreuz verliehen worden.

Er gilt als beispielhaftes Vorbild für die dörfliche Gesellschaft. Dieses Zitat aus der Laudatio der Region anlässlich der Verleihung des Ehrenzeichens kann man so stehen lassen. Manfred Bohr ist aber noch viel mehr. Wer ihn kennt, schätzt sein zupackendes Wesen, das ihm zahlreiche Ehrenämter bescherte, und seine offene Art.

Seit 1972 hat der gebürtige Hamburger seinen Lebensmittelpunkt in dem Dorf am Benther Berg. Den örtlichen Sportverein leitete der Leichtathlet und Tennisspieler – im VSV Benthe engagierte er sich 24 Jahre lang – ebenso wie den Förderverein Dorfentwicklung Benthe und den Sozialverband. Zusätzlich führte er acht Jahre lang die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Ronnenberg. Im Ortsrat wirkte er 30 Jahre, im Rat der Stadt 25 Jahre lang mit, zehn Jahre war er Ortsbürgermeister. „Zusammengerechnet war ich 100 Jahre ehrenamtlich als Vorsitzender tätig”, sagte Bohr, als er nach der Kommunalwahl vor vier Jahren seine politischen Ämter niederlegte – der Gesundheit zuliebe.

Bohrs bürgerschaftliches Engagement – das er für zwingend notwendig hält und für dessen öffentliche Anerkennung er sich ebenso vehement einsetzte – endete damals keineswegs. Ein von ihm initiiertes Seniorenteam unterstützt er weiterhin tatkräftig. Die Rentner sind für zahlreiche Verschönerungsaktionen im Ort verantwortlich und haben längst Nachahmer in anderen Dörfern gefunden.

Aktuell engagiert er sich auch in der evangelischen Kirchengemeinde und als Pressesprecher der Fußballer des VSV Benthe. „Die Gemeinschaft steht und fällt mit dem persönlichen Einsatz” – so lautet ein Leitspruch von Manfred Bohr. Danach hat er sein Leben ausgerichtet und damit hat er sich das Verdienstkreuz erworben. (Kerstin Siegmund)

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18.07.2015, Calenberger Zeitung, S. 11

Aus Fremden werden Freunde

Die Partnerschaft der Kirchengemeinde Benthe mit Siebenbürgen besteht seit 25 Jahren

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Kreuze für die Konfirmanden, Feuerholz für die Öfen, unzählige Kartons mit Bekleidung und Haushaltswaren sowie jedes Jahr Weihnachtsgeschenke für die Kinder – die Liste der Dinge, die in den vergangenen 25 Jahren vom Benther Berg nach Siebenbürgen in Rumänien geschickt wurden, ist lang. Und nicht nur das: Seit 1990 die Partnerschaft zwischen der Kirchengemeinde Benthe und den Siebenbürger Sachsen begann, hat sich zwischen ihnen eine tiefe Freundschaft entwickelt.

„Diese Freundschaft soll bleiben. Sie ist genauso wichtig wie die zahlreichen Spenden”, sagt Pfarrer Gerhard Servatius-Depner aus der rumänischen Partnergemeinde. Mit seiner Frau Hildegard und den drei Kindern Jonathan, Katharina und Julius war der 38-Jährige in dieser Woche bei seinem Kollegen Martin Funke in Benthe zu Gast. Zuvor waren Ende Juni Gemeindemitglieder aus Benthe zur 25-Jahr-Feier nach Siebenbürgen gereist.

Servatius-Depner ist einer von 36 deutschsprachigen Pfarrern im heutigen Rumänien. Die von ihm betreuten Gemeinden sind sehr viel kleiner geworden, der Radius dafür umso größer. „Ich bin Pfarrer und Fahrer”, sagt der Seelsorger mit deutschen Wurzeln. Das liegt an der Auswandererwelle, die Ende der Achtzigerjahre in Rumänien begann. Servatius-Depner spricht von einem Exodus. Die jungen Leute gingen weg, die alten und behinderten Menschen blieben allein zurück.

Daraufhin setzte die Hilfe ein, die vom damaligen Seelsorger Friedrich Strauß aus Benthe sowie seinem Kollegen Gerhard Wagner im deutschstämmigen Teil Rumäniens befördert wurde. Seitdem tragen die Spenden dazu bei, dass im früheren Siebenbürgen die Bedürftigen in einem Altenheim versorgt werden können.

Die langjährige Partnerschaft sei ein Gewinn für beide Seiten, sagt Gerhard Servatius-Depner. „Hier in Benthe merken die Menschen, dass man auch mit wenig glücklich sein kann und das Konsum nicht alles ist.” (Kerstin Siegmund)

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17.07.2015, Calenberger Zeitung, S. 11

Bund soll Einsatz für Flüchtlinge honorieren

Grüner Politiker informiert sich bei ehrenamtlichen Helfern

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Über Krieg und Frieden, aber auch über die neuen Flüchtlingskinder in ihrer Schule haben zwölf Jungen und Mädchen aus Benthe am Mittwoch mit dem Bundespolitiker Sven-Christian Kindler (Grüne) diskutiert. Im Jugendbauwagen war kurzfristig Politik ein Thema – genauso wie in Weetzen, einer weiteren Station von Kindlers Fahrradtour durch Ronnenberg.

In der Kirchengemeinde traf er Vertreter der Flüchtlingsinitiative „Willkommen” und Asylsuchende aus dem örtlichen Wohnheim. Kindler erfuhr von sehr persönlichen und bedrückenden Erlebnissen auf der Flucht sowie von den Erfahrungen der Ehrenamtlichen. Sie haben den Eindruck, dass die Ämter die Integration der Flüchtlinge blockieren, indem sie lange Zeit für Entscheidungen, etwa für eine Arbeitserlaubnis, benötigen.

Den Mitgliedern des Willkommenskreises ist besonders an einer schnellen Bearbeitung der Einzelfälle gelegen. „Deutschland muss den Flüchtlingen eine Chance geben, hier ein richtiges Leben zu führen. Dazu gehören eine eigene Wohnung und die Möglichkeit zu arbeiten”, schildert Jörg Rutzen vom Vorstand der Grünen die Einschätzung der Integrationshelfer.

Kindler fordert ein Förderprogramm, um das bürgerschaftliche Engagement für Flüchtlinge zu stärken. Er setzt sich auch für die Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes und die Eingliederung der Flüchtlingshilfe in das Sozialgesetzbuch ein. „Dies würde die Kommunen um einen Milliardenbetrag entlasten. Unseren Antrag dazu hat die Große Koalition aber leider im Bundestag abgelehnt”, berichtete Kindler bei seinem Besuch in Weetzen. (Kerstin Siegmund)

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06.07.2015, Calenberger Zeitung, S. 8

Kirchengemeinde ruft zu Solidarität auf

Fest soll Dorfbewohner auf Ankunft der Flüchtlinge einstimmen – Kirche zeigt Vielfalt

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Im Herbst werden in Benthe etwa 25 Asylbewerber erwartet. An der Salinenstraße sollen für die Flüchtlinge Container aufgestellt werden, vermutlich im Herbst ist die Anlage am Ortsrand bezugsfertig. Die Kirchengemeinde hat sich deshalb in den vergangenen Wochen intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt und am Sonnabend die Dorfbewohner beim Gemeindefest zu Solidarität und Hilfsbereitschaft aufgerufen.

„Wir wollen der Bevölkerung zeigen, wie viel kulturelle Vielfalt schon jetzt in unserem Dorf ist und dass sich mit der Ankunft von Flüchtlingen nicht viel verändern wird”, sagte die Kirchenvorstandsvorsitzende Sabine Grune am Nachmittag. Um die Besucher auf die kulturelle Vielfalt einzustimmen, hatten die Organisatoren ein internationales Büfett, mehrere Kunstaktionen, Mitmachwerkstätten und musikalische Darbietungen vorbereitet.

Dass wegen der großen Hitze nicht ganz so viele Dorfbewohner kamen wie gewöhnlich, wurde gelassen aufgenommen. „Wenn es geregnet hätte, wären auch nicht mehr da gewesen”, sagte eine Besucherin. Dabei hatte die Gemeinde vorgesorgt. „Ehrenamtliche Sanitäter waren wegen der Hitze zwar ausgebucht, aber wir haben Fachleute im Kirchenvorstand, und wir haben kühlende Wasserpools aufgebaut”, sagte Grune. Besucherin Gerlinde Hildebrandt gefiel die Atmosphäre: „Es ist sehr familiär und vertraut beim Fest.” (Ingo Rodriguez)

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29.06.2015, Calenberger Zeitung, S. 1

Hurra, der Anfang ist gemacht!

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Nach etwa zwei Stunden war es vollbracht: Vom schmuddeligen Hellbraun der Wände im Benther Jugend-Bauwagen war nichts mehr zu sehen. Stattdessen leuchtet das Innere des Treffpunkts für Kinder und Jugendliche jetzt in bunten Farben. Eine Wand ist lila, eine andere jeweils zur Hälfte blau und grün – und als Krönung verewigten sich die zehn Kinder, die zum Auftakt der Aktion „Sommereinsatz” von HAZ und STIFTUNG Sparda-Bank Hannover zu Pinsel und Farbe gegriffen hatten, dann auch noch mit Handabdrücken.

Während Ortsbürgermeister Detlef Hüper, der sich die Aktion nicht entgehen lassen wollte, die Arbeit der kleinen Helfer begeistert begutachtete, erhielten die Hauptakteure ein dickes Lob aus berufenem Munde. „Die Kinder haben das wirklich toll gemacht”, meinte Malermeister Helmut Mooshake, der den ersten „Sommereinsatz” fachkundig begleitete. (bj)

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29.06.2015, Calenberger Zeitung, S. 11

Farbenfroher Auftakt im Bauwagen

Die gemeinsame Aktion von HAZ und STIFTUNG Sparda-Bank Hannover begeistert in Benthe nicht nur die Kinder

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Ein wenig verwirrt ist Nele schon. Gerade ist die Sechsjährige aus dem Benther Jugend-Bauwagen geklettert, in dem sie gemeinsam mit neun anderen Kindern fleißig gemalert hatte. Aber irgendetwas stimmt nicht. „Ich habe doch gar nicht mit Lila gestrichen – wieso sind meine Hände dann lila?”, fragt das Mädchen mit einem Stirnrunzeln. Doch nach einer kurzen Handwäsche und einer Trinkpause ist das Rätsel schon wieder vergessen – und Nele klettert tatendurstig zurück in den Bauwagen.

Immerhin war da einiges zu tun. Unter fachkundiger Anleitung des Empelder Malermeisters Helmut Mooshake verwandelten zehn Kinder das bislang etwas trostlos wirkende Innere ihres Jugendtreffs zum Auftakt der Aktion „Sommereinsatz”, die HAZ und STIFTUNG Sparda-Bank Hannover gemeinsam in der Region veranstalten, in eine bunte Spieloase. Dabei haben sich die jungen Maler exakt an ihren Plan gehalten. „Sie haben sich bereits in den Osterferien die Farben überlegt und den Bauwagen genau vermessen”, verrät Lisa Maack, Leiterin des Bauwagen-Projekts.

Sie hat auch gestern alle Hände voll zu tun gehabt, den Eifer der Kinder in die richtigen Bahnen zu lenken. Hier verteilt sie einen der Malerhüte, die sie aus der HAZSonnabendausgabe gebastelt hat, dort hilft sie beim Saubermachen der Hände – und dann gilt es ja auch noch, die fleißigen Helfer bei herrlichem, sonnigem Sommerwetter ausreichend mit Getränken und Süßigkeiten zu versorgen.

Dass die Diplom-Pädagogin dabei immer ein Lächeln auf dem Gesicht hat, liegt auch daran, dass sie sich riesig über die willkommene Unterstützung freut. „So ein Einsatz wäre ohne die Hilfe von der HAZ und der STIFTUNG Sparda-Bank niemals möglich gewesen, weil wir ein ehrenamtliches Projekt sind, dessen Etat null Euro beträgt”, sagt Maack.

Und auch die Kinder strahlen während ihres Malereinsatzes um die Wette – selbst wenn sie dabei bisweilen auch einmal kleinere Sorgen haben. So wie Nele beim Blick auf ihre Hände. Oder der neunjährige Mohammed: „Berühr mich nicht, ich darf nicht dreckig werden”, ruft er seinem Nebenmann mitten im wildesten Pinseln mit Blick auf sein kariertes Hemd zu. Doch die Sorge ist unbegründet. Mohammeds Hemd bleibt sauber – die meiste Farbe landet an den Wänden, wo sie hingehört. (Björn Franz)

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20.06.2015, Calenberger Zeitung, S. 13

Ein Sommer für die Region

Die HAZ und die Stiftung Sparda-Bank planen Arbeitseinsätze

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Ein Sommer für die Region – diese Aktion der HAZ und der Stiftung Sparda-Bank Hannover kommt nach Benthe. In der ersten Woche der Aktion sind schon zahlreiche Bewerbungen eingegangen. Vereine wünschen sich Streicheinsätze, Kindergärten brauchen Sonnensegel, Fußballer drängen auf ein neues Dach für ihre Grillecke. Die ersten drei Einsätze haben HAZ-Lokalchef Felix Harbart und der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Sparda-Bank Hannover, Andreas Dill, nun festgelegt.

Das Team hilft zuerst dem Jugendbauwagen in Benthe, ein ehrenamtliches Projekt des Ortsrates für Kinder. „Sie lernen hier, dass sie sich beteiligen und einbringen können”, erklärt die Leiterin Lisa Maack, die die Idee zum Wagen einst aus Hannover mitbrachte.

Seit 2012 ist der Bauwagen Treffpunkt von Kinder und Jugendlichen. Allein in den Osterferien kamen fast täglich 30 Jungen und Mädchen und lernten zum Beispiel bei einem Erste-Hilfe-Kurs für Grundschüler. Der Bauwagen wurde von Maack schon beim Rat für nachhaltige Entwicklung in Berlin vorgestellt. Während eines Kongresses von 100 jungen Kommunalpolitikern in der Bundeshauptstadt hat das Bauwagenprojekt Eindruck hinterlassen. „Es wird als gelungenes Beispiel für Nachhaltigkeit und Partizipation von Jugendlichen wahrgenommen”, sagte Maack damals. Die finanziellen Mittel für einen neuen Anstrich im Bauwagen sind nicht gegeben. Also hilft der Sommereinsatz am 28. Juni. Und die Kinder streichen mit.

Der zweite Sommereinsatz führt nach Uetze. Dort kümmert sich ein Förderverein ehrenamtlich um den Erhalt des Freibads, da sich die Gemeinde keine zwei Freibäder leisten kann. Vor dem Sommerfest in diesem Jahr werden Gartenexperten nun die Hecken schneiden und den Grünschnitt mit einem Container abtransportieren. Der dritte Einsatz geht nach Borstel in Neustadt. Dort wünscht sich der Dorfgemeinschaftsverein Hilfe beim Anstrich von Sitzbänken. (Jan Sedelies)

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16.06.2015, Calenberger Zeitung, S. 1

Das Jahr der Rosen – auch Benthe blüht

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Rosige Zeiten bietet dieser Sommer, und das nicht nur in Benthe. Exemplarisch für die Rosenpracht, die in vielen Gärten derzeit zu bewundern ist, kann die Sorte Constance Spry am Hauseingang von Helga und Wilhelm Kulke gelten. Das Sommergewächs blüht üppig und duftet zudem hinreißend. Ob der milde Winter oder der in diesem Frühjahr nicht erfolgte Rückschnitt Grund für die außergewöhnliche Blütenfülle ist, kann Wilhelm Kulke nur vermuten. Der reich blühende Rosenstock, den Kulkes vor 18 Jahren pflanzten, macht aus dem Haus an der Lakefeldstraße ein kleines Dornröschenschloss. „Die Nachbarn freuen sich über den Anblick”, sagt Kulke. Er lebt seit 1951 mit seiner Frau in seinem früheren Elternhaus. Gemeinsam pflegen sie den schönen Garten.

Besonderen Aufwand treibt das Ehepaar nicht mit dem Rosenstock vor der Haustür. „Zweimal im Jahr schneiden und sonst nichts”, sagt der Benther. (ker)

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13.06.2015, Calenberger Zeitung, S. 12

Pallas nimmt den Zeitgeist aufs Korn

Neue Ausstellung im Kunstraum: Collagen und Objekte zeigen „allerlei Absurdes”

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Beim Kindergeburtstag einfach nur Topfschlagen anbieten? So läuft das nicht mehr. „Bei vielen Eltern muss es für die Kinderparty heute schon mindestens ein Zauberer sein – oder möglichst noch eine Nummer größer”, sagt Bernd Pallas. Der 75-jährige Künstler aus Gehrden findet das übertrieben, einfach oft eine Nummer zu groß – und er bringt diese Kritik künstlerisch zum Ausdruck. In einer seiner neuesten Collagen ist deshalb neben Luftballons und lachenden Kindern auch ein Elefant mit Partymütze zu sehen. „Um zu zeigen, wie irrwitzig elefantös manche überladenen Kindergeburtstage sind”, sagt Pallas und schmunzelt.

„Allerlei Absurdes, absurdes Allerlei”, so lautet der Titel seiner Ausstellung, die morgen um 11 Uhr im Kunstraum Benther Berg eröffnet wird. „Dem gesunden Menschenverstand völlig fern”, so wird der Begriff absurd im Duden definiert. Und genau so schätzt Pallas viele Dinge ein, die den heutigen Zeitgeist ausmachen. In den vergangenen drei Jahren hat er viele dieser Einschätzungen in seinem Gehrdener Atelier künstlerisch umgesetzt – mit Collagen und Objekten. Genau 43 davon sind ab morgen im Kunstraum an der Bergstraße zu sehen. Und Pallas räumt ohne Umschweife ein: „Ich will Gesellschaftskritik üben und zeigen, wie verrückt die Realität teilweise ist”, sagt der Architekt und Künstler. Aber er nimmt sich nicht wichtiger als er ist. „Ich betrachte das Absurde und Widersinnige immer mit einer sanften Brise Humor”, sagt er.

Wo genau die Schnittstellen zwischen Humor, Übertreibung und wirklichem Unmut bei Pallas liegen, ist ihm genau so wenig anzumerken, wie seinen Werken die genaue Technik. In seinen Collagen sind Zeitungsschnipsel ebenso eingearbeitet, wie Acrylmalereien und Druckelemente – aber die Grenzen sind kaum auszumachen, verschwimmen im Gesamtwerk.

Pallas ist seit 2008 aktives Mitglied im Kunstraum Benther Berg. Seine jüngste Ausstellung liegt schon drei Jahre zurück. Seitdem hat sich gesellschaftskritisch offenbar einiges in ihm angestaut. In seinen Exponaten sieht der Künstler viele Dinge kritisch: Schilderwälder, Wegwerfgesellschaft, fortschreitende Digitalisierung, Pallas kann sich auch verkneifen, Motorradgangs aufs Korn zu nehmen – aber immerhin fehlt ihm nicht der Humor. (Ingo Rodriguez)

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08.06.2015, Calenberger Zeitung, S. 1

Feuerwehr rettet Zwölfjährigen

Brand in Einfamilienhaus in Benthe – Junge über Steckleiter aus der ersten Etage befreit

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Spektakuläre Rettungsaktion in Benthe: Beim Brand eines Einfamilienhauses am Fichtenweg mussten am Sonnabendmittag Feuerwehrleute einen Jungen über eine Steckleiter aus dem Obergeschoss befreien. Der Zwölfjährige blieb unverletzt.

Die Bewohner hatten gegen Mittag Qualm im Treppenhaus bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert. Einsatzkräfte aus Benthe unter der Leitung von Johannes Dittschlag waren schon drei Minuten nach der Benachrichtigung vor Ort und retteten einen Zwölfjährigen über eine Steckleiter aus dem ersten Obergeschoss des Hauses. Der Junge hatte das Haus nicht mehr rechtzeitig über das verqualmte Treppenhaus verlassen können.

Laut Pressesprecher Andreas Matuschke sei der Junge nicht panisch geworden und habe richtig reagiert: Als er den dichten Rauch im Treppenhaus sah, schloss er die Zimmertür und machte sich am Fenster bemerkbar. So hatte er es im Mai bei der Brandschutzerziehung der Ronnenberger Feuerwehr an der KGS Ronnenberg gelernt. Der Junge sei nach seiner Rettung ganz ruhig gewesen, berichtete Matuschke.

Mit mehreren Atemschutztrupps wurde das Gebäude nach weiteren Personen abgesucht. Nach wenigen Minuten war das Feuer gelöscht. Nachdem die Feuerwehrmänner die Waschmaschine und den Trockner aus dem Keller getragen hatten, belüfteten sie das Haus, das nicht mehr bewohnbar ist. Die Bewohner mussten vorübergehend anderweitig untergebracht werden.

Die Feuerwehr vermutet, dass das Feuer in einem Wäschetrockner ausgebrochen ist. Die Ermittlungen dauern allerdings noch an. Die Brandexperten des Zentralen Kriminaldienstes Hannover werden das Gebäude in den nächsten Tagen untersuchen. Der entstandene Schaden beläuft sich auf etwa 40 000 Euro.

Große Schwierigkeiten hatten die Einsatzkräfte, um mit ihren Fahrzeugen zum brennenden Einfamilienhaus zu gelangen. Die Zufahrtsstraßen zum Fichtenweg seien so eng mit Autos zugeparkt gewesen, dass es für die Drehleiter der Ronnenberger Feuerwehr kaum ein Durchkommen gegeben habe, sagte Matuschke. „Sie hatte links und rechts nur fünf Zentimeter Platz.” (Dirk Wirausky)

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01.06.2015, Calenberger Zeitung, S. 1

Auf die Flüchtlinge vorbereitet

In Benthe hat sich eine Helfergruppe gebildet und bereits zahlreiche Projekte geplant

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Noch sind nur wenige Flüchtlinge in Benthe. Doch im Herbst werden etwa 25 Personen erwartet. Bürger sind bereits aktiv geworden und haben eine Helfergruppe gegründet.

„Wir wollen auf die Flüchtlinge vorbereitet sein”, sagt Pastor Martin Funke. Für ihn und seine Mitstreiter ist klar: Den völlig verunsicherten Neuankömmlingen aus den Krisen- und Kriegsgebieten soll geholfen werden. „Wir möchten unseren Teil dazu beitragen, dass diese Menschen schnell in unser Dorfleben integriert werden”, sagt Funke. Deshalb sei es auch wichtig, dass ein Kreis von Helfern existiere, der von allen Vereinen und Verbänden sowie der Kirche und dem Ortsrat getragen werde. „Wir müssen unsere Kräfte bündeln”, betont Funeke. Auch eine Internetseite wurde bereits entworfen, willkommen-in-benthe.wir-e.de heißt sie.

An Ideen mangelt es der Gruppe nicht, der zurzeit schon 25 Benther Bürger angehören und die weitere Helfer sucht. Es soll eine Deutsch-Nachhilfe für Kinder und Erwachsene organisiert werden. Auch Freizeitangebote werden entwickelt. Die Zuwanderer sollen zudem Anlaufstellen im Ort haben, und eine Fahrradwerkstatt soll aufgebaut werden. „Dort wollen wir gespendete Zweiräder für die Flüchtlinge sammeln und fahrbereit machen”, sagt Funke. Zudem sind Familienpartnerschaften geplant, um die Flüchtlinge im Alltag zu unterstützen. Es solle auch eine gezielte Einbindung in die Sportgruppen des VSV Benthe sowie in die örtlichen Kinder- und Jugendchöre und die Feuerwehr geben, sagt Funke.

Ferner bieten die Aktivisten eine Einführung in die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, einen Fahrradkurs und gezielte Hilfe bei Behördengängen an. „Wir wollen Integration und Lebenshilfe leisten”, sagt Regina Osler. „Die Menschen sollen sich nicht allein fühlen. Wir werden uns um sie kümmern.”

An der Salinenstraße in Benthe sollen zwei Container für 25 Menschen aufgestellt werden. Vermutlich im Herbst ist die Anlage am Benther Ortsrand hinter der Gärtnerei Behre bezugsfertig. (Dirk Wirausky)

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30.05.2015, Calenberger Zeitung, S. 12

Behre erhält Verdienstkreuz

Benther setzt sich seit einem halben Jahrhundert für gartenbauliche Belange ein

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Fast ein halbes Jahrhundert setzt sich Manfred Behre bereits für gartenbauliche Belange ein: Sein Engagement wurde gestern vom Bundespräsidenten mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens gewürdigt.

„Das mit dem Engagement und den Ämtern hat sich einfach irgendwie ergeben”, sagt der 68-Jährige und fügt bescheiden hinzu: „Ich glaube nicht, dass ich das Verdienstkreuz verdient habe.” Immerhin sei er nur für das eingestanden, was ihm wichtig war: Nachhaltigkeit. „Na ja, ein bisschen mehr als andere habe ich vielleicht doch gemacht”, gibt er schließlich zu.

Behre, der mittlerweile in Rente ist, war unter anderem Präsident des Landesverbands Gartenbau und des Wirtschaftsverbands Gartenbau, hat den Bundesverband Zierpflanzen mitbegründet und sich für eine Zertifizierung von Betrieben mit umweltschonenden Produktionsverfahren eingesetzt. Doch das reicht dem engagierten Gartenbauer noch nicht: Seiner Meinung nach müsse noch viel mehr geschehen. „Es gibt Dinge, die mich wahnsinnig aufregen. Gegen die bin ich schon immer angegangen”, sagt Behre.

Beispielsweise fordere er seit Jahren eine gläserne Produktion im Gartenbaubereich. „Meine Tochter hat jetzt mit Minze angefangen. Die wird wöchentlich untersucht. Aber mit was die Mutterpflanzen behandelt wurden, ist uns nicht ersichtlich”, schildert er das Problem und fordert ein Umdenken aller Betriebe und eine EU-weit einheitliche Regelung. Ob er dieses große Ziel noch erreichen wird, weiß er nicht, aber aufgeben kommt nicht infrage: „Das Engagement steckt einfach in mir drin, das kriegt keiner mehr raus”, sagt der Rentner, der auch heute noch in dem Betrieb aushilft, den er vor einigen Jahren seiner Tochter überlassen hat.

Sie folgt dem Vorbild ihres Vaters und verzichtet in der Gärtnerei auf Fungizide und Ähnliches. „Wir setzen seit Jahren auf Mikroorganismen, die Krankheiten vorbeugend verhindern”, sagt Behre. Man müsse allerdings mit Herzblut dabei sein, und das seien leider nicht alle. (Lisa Malecha)

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27.05.2015, Calenberger Zeitung, S. 1

Wo genau im Schutt lauert bloß das Asbest?

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Ein Puzzel ist es nicht, eher schon die Suche nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen. In jedem Fall ist das Aufspüren der schadstoffbelasteten Teile im Bauschutt eines abgerissenen Gasthofes in Benthe aber echte Fleißarbeit. Wo genau lauern die krebserregenden Asbestteile? Was sind ungefährliche Trümmerteile? Und wie wird welches Material entsorgt? Diese Fragen stellen sich seit gestern die Experten von zwei Firmen für Umwelttechnik.

Die Spezialisten haben gestern mithilfe eines 25-Tonnen-Baggers an mehreren Stellen des Trümmerhaufens Stichproben genommen – und Schicht für Schicht nach Rückständen von Asbest förmlich durchkämmt. Das Problem: Das ursprünglich in Eternitplatten des Daches und in den Rohren eines rund 15 Quadratmeter großen Anbaus enthaltene zementgebundene Asbest ist nach dem Abriss nicht mehr genau zu lokalisieren. Die Suche und die Entsorgung wird für die Experten – aber auch für die Anwohner – zu einer Geduldsprobe. (ir)

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27.05.2015, Calenberger Zeitung, S. 10

Erst nach dem Laborergebnis wird entsorgt

In Trümmern lauern gefährliche Schadstoffe

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Bevor die schadstoffbelasteten Trümmer des abgerissenen Traditionslokals Fellersmann entsorgt werden, müssen sich der neue Grundstückseigentümer und auch die besorgten Nachbarn und Anwohner noch etwas gedulden. Das Aufspüren der krebserregenden Asbestrückstände im Bauschutt ist aufwendig. Trotzdem sollen schon am Freitag die Laborergebnisse von Stichproben vorliegen.

Seit gestern gibt es zumindest einen Zeitplan: „Wenn die Ergebnisse vorliegen, können wir Trümmer und Bauschutt kategorisieren und ein Konzept für die Entsorgung erstellen”, sagte Bauleiter Wolfgang Zieseniß von der beauftragten Firma für Umwelttechnik.

Am Vormittag war ein 25-Tonnen-Bagger angerückt, mehrere Container wurden rund um die mit Asbest belastete Schutthalde am Steinweg aufgestellt. „Die Verfügung der Gewerbeaufsicht ist aufgehoben, die Firmen dürfen auf dem Gelände arbeiten”, sagte Bernd Kmiec-Schulz vom Polizeikommissariat Ronnenberg. Er hatte zuvor das Einrichten der Baustelle betreut. „Um die Nachbarschaft nicht zu belästigen und die Straße zu schonen, wurde eine Zuwegung eingerichtet”, sagte Kmiec-Schulz. Rund um das Gelände soll noch der Schutzzaun erweitert werden.

Die Aufgabe der Experten ist eine Fleißarbeit: Das ursprünglich in Eternitplatten des Daches und in den Rohren eines Anbaus enthaltene zementgebundene Asbest ist nach dem Abriss nicht mehr genau zu lokalisieren. Um die gesundheitsschädlichen Rückstände aufzuspüren, nahmen die Experten an verschiedenen Stellen der etwa 500 bis 800 Tonnen Schutt Stichproben und durchkämmten sie. „Die Proben müssen repräsentativ sein”, sagte Kmiec-Schulz. Um zu verhindern, dass asbesthaltiger Feinstaub verweht, war ständig ein Wasserschlauch im Einsatz.

Begleitet von der Gewerbeaufsicht, der Region und der Polizei sollen die Stichproben jetzt Schicht für Schicht im Labor analysiert werden, um anschließend Sondermüll von reinem Bauschutt getrennt zu entsorgen: Dämmwolle, Teer, Asbest – nur Holz kann schon abtransportiert werden”, sagte Zieseniß. Ein älterer Mann zeigte sich bei den Arbeiten verwundert: „Ich habe früher als Klempner auch ständig Eternitrohre zerschnitten. Wenn das so gefährlich wäre, wäre ich doch schon lange tot”, sagte er. (Ingo Rodriguez)

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22.05.2015, Calenberger Zeitung, S. 9

Der Platz ist da – die Container nicht

Am Dienstag beginnen die Vorbereitungen für den Bau der Asylbewerberunterkunft in Benthe

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Bis zu 25 Flüchtlinge sollen vom Ende des Jahres an in Wohncontainern am Salinenweg unterkommen. Doch die Beschaffung der Einheiten gestaltet sich angesichts der großen Nachfrage schwierig.

Am Dienstag sollen die Bagger anrollen. Unmittelbar nach dem verlängerten Pfingstwochenende beginnt die Firma Depping aus der Wedemark auf dem Gelände an der Salinenstraße in Benthe mit den Tiefbauarbeiten für die geplante Wohncontainer-Anlage, in die Ende des Jahres 25 Asylbewerber einziehen sollen. Doch in einem anderen Bereich stocken die Planungen für die dringend benötigte Flüchtlingsunterkunft noch: Weil die Lieferanten von Wohncontainern nicht so schnell kalkulieren können, wie sich das die Verwaltung erhofft hatte, hat sie die Frist, in der Angebote abgegeben werden können, noch einmal bis zum 28. Mai verlängert.

Wie in vielen anderen Kommunen gestaltet sich die Suche nach schnell lieferbaren und zugleich bezahlbaren Wohncontainern auch in Ronnenberg schwierig. Der Verwaltungsausschuss hat daher vorerst von dem Plan Abstand genommen, zusätzlich zum Standort in Benthe auch am Rathaus in Empelde Wohncontainer aufzustellen. „Die Situation hat sich durch die Anmietungen von Wohnungen etwas entspannt”, sagte Frank Schulz, der Fachbereichsleiter für Finanzen. „Wenn wir irgendwo ein bisschen Luft haben, ist die Containerbauweise nicht mehr erste Wahl.” Stattdessen sollen vorzugsweise massive Bauten entstehen.

Doch für den Standort in Benthe bleibt es angesichts der bis zum Jahresende zu erwartenden Flüchtlinge bei der Container-Lösung. Und die hat es finanziell in sich. Für die zweigeschossige Anlage liegen die meisten Angebote laut Schulz bei etwa einer Million Euro Baukosten. Ein vergleichbarer Massivbau würde deutlich günstiger werden – wäre jedoch nicht bis zum Ende des Jahres realisierbar. Daher hat die Verwaltung nun noch einmal zehn Firmen aufgefordert, bis zum nächsten Donnerstag ein Angebot abzugeben.

Denn die Zeit drängt. Voraussichtlich bis Mitte Juni werden die Tiefbauarbeiten dauern, die etwa 80 000 Euro kosten sollen. In diesem Zeitraum kann es nach Angaben der Stadt zu leichten Behinderungen im Straßenverkehr und zu Lärmbelästigungen kommen. Spätestens bis Ende Oktober sollen dann auch die Container stehen – doch für die muss es erst einmal ein bezahlbares Angebot geben.

Eine Alternativlösung musste die Stadt nach kurzer Prüfung schnell zu den Akten legen. Bereits vor einigen Wochen hatte die Verwaltung ihr Interesse an einer Nutzung einiger der Wohncontainer geäußert, die vor dem Neubau des Krankenhauses Siloah in Hannover als Bettenhaus dienten. „Aber diese Container sind in Benthe leider nicht geeignet”, erklärte Schulz. „Sie sind 3,50 Meter breit, wir bekommen aber höchstens Container mit einer Breite von 2,50 Metern durch die Zufahrt zum Gelände. Und auch der Zuschnitt der Wohneinheiten ist für unseren Bedarf nicht geeignet.” (Björn Franz)

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16.05.2015, Calenberger Zeitung, S. 1

Schutthaufen macht Ärger

Kinder spielen in den Trümmern – Bürger sind besorgt – Eigentümer zieht einen Zaun

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Die schadstoffbelasteten Reste eines altes Gasthofes sorgen weiterhin für Unmut im Dorf. Der Trümmerhaufen war einige Tage frei zugänglich. Gestern ließ der Eigentümer einen neuen Zaun ziehen.

Am Dienstag dieser Woche ist der Bauzaun, der das Grundstück vor unbefugtem Betreten schützt, entfernt worden. Die Mietfirma soll den Zaun abgeholt haben, weil das Abbruchunternehmen die Rechnung nicht bezahlte. Besorgte Bürger riefen am Mittwochnachmittag die Polizei, weil Kinder auf den Trümmern spielten. Das Baumaterial enthält zum Teil gesundheitsschädliches Asbest. „Wir haben ein Flatterband gezogen und den Bereich kontrolliert”, sagt Axel Feldmann, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes der Polizei.

Gestern erfuhr die Stadt Ronnenberg von dem frei zugänglichen Grundstück. „Wir haben sofort reagiert und den Eigentümer aufgefordert, einen Zaun zu ziehen”, sagt der städtische Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler. Gestern wurde tatsächlich ein Zaun aufgebaut, allerdings nur im vorderen, der Durchgangsstraße zugewandten Bereich. In der nächsten Woche soll der Schutt beseitigt werden. Das teilte die Region als Abfallbehörde gestern auf Anfrage mit. Seit Mitte März, als der laut Gesetz nicht meldepflichtige Abriss begann, sorgt der Schutthaufen für Ärger. In den Resten eines Gasthofes war das asbesthaltige Material zufällig gefunden worden. Die Polizei nahm die Ermittlungen gegen den Abbruchunternehmer wegen unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Stoffen auf. Der Eigentümer musste die Trümmer abdecken. Dass der Schutt seitdem nicht beseitigt wurde, hat auch mit den Kosten zu tun. Ein Gutachter sollte für den Besitzer herausfinden, wie das schadstoffhaltige Material – das teuer als Sondermüll entsorgt werden muss – vom reinen Bauschutt getrennt werden kann. (Kerstin Siegmund)

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16.05.2015, Calenberger Zeitung, S. 10

CDU plant Projekte für Flüchtlinge

Ortsverband Benthe verjüngt Vorstand

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Die Benther Christdemokraten wollen sich um Flüchtlinge kümmern, die in eine Sammelunterkunft an der Salinenstraße einziehen werden. Dort will die Stadt Ronnenberg voraussichtlich noch in diesem Jahr einen Wohncontainer für 25 Asylbewerber aufstellen lassen. „Wir wollen die Flüchtlinge mit Projekten unterstützen”, sagt Klaus Lindner. Der Ortsratsherr ist in seinem Amt als Beisitzer des CDU-Ortsverbandes bestätigt worden – ebenso wie der Vorsitzende Gerald Müller, der ebenfalls dem Ortsrat angehört.

Die CDU Benthe setzt ihren Verjüngungskurs fort, den sie mit der Wahl von Gerald Müller (52) im Januar 2012 eingeleitet hatte. Nun zieht sich Hans-Georg Meyer, bisher Schatzmeister der CDU Benthe, aus Altersgründen aus dem Vorstand zurück. Der 72-Jährige hatte wegen seines Alters bereits im Januar 2014 den Vorsitz des CDU-Stadtverbandes Ronnenberg an Andreas Burkhardt abgegeben und die Verantwortung damit in 20 Jahre jüngere Hände gelegt. Die Finanzen des Ortsverbandes Benthe führt künftig Henning Bitter. Der 51-Jährige war bisher als Schriftführer im Vorstand tätig. Diese Aufgabe übernimmt Andreas Graubner, der neu in den Vorstand gewählt wurde. Beisitzer sind auch Timo Lindner und Reinhard Köster. (Kerstin Siegmund)

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28.04.2015, Calenberger Zeitung, S. 7

Leserbrief

Versetzen der Geräte ist unnötig teuer

Zum Bericht „Kein Interesse an Fitness im Freien” in der Calenberger Zeitung vom 22. April

Es ist unfassbar, was wir Anwohner rund um Thorgarten und Wallteich uns bieten lassen müssen. Aber die Idee mit den Fitnessgeräten ist nun wirklich das Husarenstück. Trotz Einsprüchen und massiver Ablehnung von uns Anwohnern wurden diese Geräte für unglaubliche 7000 Euro aufgebaut. Mit diesem Betrag hätte man locker die viel diskutierten Pappeln fällen können. Stattdessen zieht man in Erwägung, die Geräte zu versetzen. Was wiederum unnötige Kosten verursacht. Da fehlen nicht nur mir die Worte. Die Politiker sollten darüber nachdenken, diese Geschichte zu verfilmen. (Marianne Grell, Benthe)

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25.04.2015, Calenberger Zeitung, S. 10

Jugendbauwagen ist Erfolgsmodell

Ortsratsmitglied Lisa Maack stellt Projekt bei einem Kongress in Berlin vor

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Der Jugendbauwagen in Benthe, ein Projekt des Ortsrates, findet überregionales Interesse. Die Koordinatorin Lisa Maack (Grüne) hat den Bauwagen, der seit September 2012 Treffpunkt für Kinder und Jugendliche ist, beim Rat für nachhaltige Entwicklung in Berlin vorgestellt. Dieses Gremium wurde erstmals im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Ihm gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an, die unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen aufrufen und unterstützen, nachhaltige Projekte zu entwickeln. Während eines Kongresses von 100 jungen Kommunalpolitikern in der Bundeshauptstadt habe das Bauwagenprojekt Eindruck hinterlassen. „Es wird als gelungenes Beispiel für Nachhaltigkeit und Partizipation von Jugendlichen wahrgenommen”, sagt Maack.

Die junge Kommunalpolitikerin brachte die Idee des Bauwagens aus Hannover nach Benthe mit. Anlass war der langjährige Wunsch der Jugend nach einem eigenen Treffpunkt im Ort. Der Versuch, die Kinder mit einem Kleinbus zum städtischen Jugendtreff in Empelde zu bringen, brachte keinen Erfolg. Der Ortsrat beschaffte daraufhin einen gebrauchten Bauwagen, der von Benther Jugendlichen und mit Unterstützung von Lisa Maack betreut und selbst verwaltet wird.

Die Nachfrage der Benther Jugend nach Aktionen sei groß, sagt Maack. In den Osterferien trafen sich dort insgesamt 28 Jungen und Mädchen zu gemeinsamen Unternehmungen wie etwa einem Erste-Hilfe-Kurs für Grundschüler. (Kerstin Siegmund)

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22.04.2015, Calenberger Zeitung, S. 9

Abriss: Anwohner sind entsetzt

Haben Behörden versagt? In der Ortsratssitzung äußern einige Benther ihren Unmut

Der mit Asbest belastete Bauschutthaufen in der Ortsmitte ist mittlerweile abgedeckt worden. In einer Rückschau auf die Ereignisse werfen Anwohner den Behörden Versagen vor.

Der Hausgiebel schwankte bedrohlich beim Abriss des früheren Gasthauses Fellersmann. Schulkinder und weitere Passanten hätten ungeschützt daran vorbeigehen oder mitten auf der Fahrbahn gehen müssen, weil eine Absperrung und Hinweisschilder fehlten. Anwohner des Grundstücks am Steinweg haben am Montagabend in der Ortsratssitzung die Gefahren beschrieben, die von dem Abbruch des Traditionshauses ausgingen.

Seit Freitag ist der große Schuttberg in der Ortsmitte mit einer Plane abgedeckt – damit asbesthaltigen Staub nicht vom Wind verweht werden kann. Diese Schutzmaßnahme hatte die Region als untere Abfallbehörde am 9. April angeordnet, nachdem zwei Tage zuvor zufällig in dem Bauschutt asbesthaltiges Material gefunden worden war. Allerdings dauerte es mehr als eine Woche, bis die Anordnung umgesetzt wurde. Die Benther Ortsfeuerwehr legte mehrmals einen Wasserschleier über den Schuttberg, um den Staub zu binden.

Was die Anwohner besonders ärgert: Die Abrissfirma, die Mitte März mit den Arbeiten begann, ließ sämtliche Schutzmaßnahmen vermissen. Dieses Versäumnis lasten sie auch den Behörden an. „Wir sind im Nachhinein noch entsetzt”, sagte eine Anwohnerin. Der städtische Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler klärte die Anwohner über die Rechtslage auf. Ein Gebäudeabbruch muss der Bauaufsichtsbehörde nicht angezeigt werden. Das liberalisierte Baurecht überlasse die Verantwortung dem Eigentümer. „Es entsteht eine Grauzone”, sagte Zehler. Vom Abriss in Benthe habe die Stadt aus der Zeitung erfahren. „Wenn ein Abbruchunternehmer seine Aufgabe ernst nimmt, stellt er die Pläne bei uns vor. Das betrifft auch die Verkehrssicherungspflicht”, sagte Zehler. (Kerstin Siegmund)

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22.04.2015, Calenberger Zeitung, S. 9

Kein Interesse an Fitness im Freien

Am Thorgarten fristen 7000 Euro teure Trimm-Dich-Geräte ein Schattendasein

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Die Fitnessgeräte für Erwachsene auf der Grünfläche am Thorgarten stehen unter keinem guten Stern. Die Stadt ließ die beiden rund 7000 Euro teuren Geräte im Oktober 2013 auf der Fläche im Wohngebiet aufbauen. Dort fristen sie seitdem offensichtlich ein Schattendasein. „Sie werden nicht benutzt”, sagt Christian Gehrold, Vorsitzender des Benther Sportvereins.

Er plädiert dafür, dass die Fitnessgeräte auf den Spielplatz am Hammfeld versetzt werden. „Auf dem Spielplatz treffen sich Jung und Alt. Also sollten die Geräte dort aufgebaut werden, wo Kinder und Erwachsene sind”, sagte der VSV-Vorsitzende am Montagabend in der Ortsratssitzung.

Welchen Aufwand eine Verlegung der zwei Fitnessgeräte erfordert, muss noch ermittelt werden. Ortsbürgermeister Detlef Hüper (SPD) gibt zu bedenken, dass sich die Geräte nur mit erheblichem Aufwand versetzen lassen, da sie in einem Betonfundament verankert worden sind. Die Stadtverwaltung sollte daher die Kosten für eine Umsetzung prüfen, fordert Hüper.

Gehrolds Anregung nach einer Verlegung der Geräte schließt sich Ortsratsmitglied Lisa Maack (Grüne) an. Die Grünen und Manfred Wilke (SPD) sind von Anfang an nicht von der Investition in Trimm-Dich-Geräte überzeugt gewesen. Vor drei Jahren, als erstmals im Benther Ortsrat über einen Mehrgenerationenplatz diskutiert wurde, rieten sie davon ab. „Die Bedenken haben sich bestätigt”, so Lisa Maack. (Kerstin Siegmund)

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18.04.2015, Calenberger Zeitung, S. 17

Textilplanen bedecken asbesthaltigen Schutt

Bis zu 800 Tonnen Sondermüll: Polizei ermittelt gegen Abrissfirma

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Planen aus Geotextil bedecken seit gestern den mit Asbest belasteten Bauschutt des alten Gasthauses in Benthe. Sie sollen verhindern, dass Feinstaub des krebserregenden Materials verweht wird. Wann der Sondermüll in der Ortsmitte abgefahren wird, ist aber noch offen.

„In vier bis sechs Wochen soll das erledigt sein”, sagte Harry Weiß, Vertreter des Käufers und Bauträgers des Grundstücks, beim Treffen mit Mitarbeitern von Stadt, Region Hannover und Polizei. Ein Gutachter werde prüfen, ob die asbesthaltigen Bestandteile separiert werden können.

„Fakt ist: Das, was asbesthaltig ist, kommt zur Niedersächsischen Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall”, betonte Hans-Joachim Vehlow, Mitarbeiter im Bereich Abfall- und Bodenschutz der Region als Abfallbehörde. Das Problem sei, dass der ursprünglich in Eternitplatten im Dach und den Rohren eines rund 15 Quadratmeter großen Anbaus enthaltene zementgebundene Asbest durch Bruch vermutlich nicht mehr genau zu lokalisieren ist. Gegebenenfalls könnten einige größere, nicht belastete Teile des Schutts zwar getrennt entsorgt werden. „Anders sieht es aber beim Mauerwerk aus, das ja sehr kleinteilig ist”, sagte Vehlow. Daher müsse ein Konzept für die Entsorgung besprochen werden. „Das wird nächste Woche endgültig entschieden”, kündigte Weiß an.

„Das ist ein schlimmer Umweltschaden, den man sich hätte sparen können”, sagte Ulrich Schmersow (Grüne), stellvertretender Vorsitzender und umweltpolitischer Sprecher der Regionsfraktion. Eine Gefahr durch Asbestfasern habe vor allem beim Mitte März begonnenen Abriss bestanden, der nicht ordnungsgemäß erfolgt sei. Mit dem Einsatz der Feuerwehr, die in den vergangenen Tagen jeweils bis zu 9000 Liter Wasser über dem Bauschutt versprühte, und der verlegten Planen sieht der Benther die Gefahr zunächst gebannt.

Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Stoffen weiter gegen das Abrissunternehmen. Das Strafrecht sehe dafür eine Geld- oder Haftstrafe vor, sagt Bernd Kmiec-Schulz, Umweltbeamter des Polizeikommissariats Ronnenberg. Den bereits abgefahrenen Schutt – mehr als 200 Tonnen – habe die Polizei inzwischen lokalisiert. Die verbliebene, abgedeckte Schuttmenge schätzte Weiß auf 500 bis 800 Tonnen. (Carsten Fricke)

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17.04.2015, Calenberger Zeitung, S. 1

„Wasser marsch” auf der Baustelle in Benthe

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Heute soll der mit Asbest belastete Bauschutt in Benthe mit einer Plane abgedeckt werden. Doch bis es so weit ist, leistet die Feuerwehr in dem Ronnenberger Ortsteil ungewöhnliche Hilfestellung, um die Bevölkerung vor möglichen Gesundheitsschäden zu schützen. Jeweils 8000 bis 9000 Liter Wasser wurden in den vergangenen Tagen von der Ortsfeuerwehr über dem Bauschutt versprüht, damit wegen des trockenen und fast schon sommerlichen Wetters kein belasteter Staub aufgewirbelt und in das benachbarte Wohngebiet geweht werden kann. Das Grundstück betreten dürfen die Männer um Ortsbrandmeister Karl-Heinz Behrens nicht. Vom Gehweg aus verteilen sie das Wasser auf den Resten des ehemaligen Gasthauses. (bj)

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17.04.2015, Calenberger Zeitung, S. 9

Neuer Plan mit der Plane

Heute soll der asbestbelastete Bauschutt abgedeckt werden – Hydrauliköl im Erdreich?

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Am letzten Tag der Frist soll der mit Asbest belastete Bauschutt heute abgedeckt werden. Doch auf die Räumung der Baustelle müssen die Benther wohl noch etwas warten.

Der kleine gelbe Zettel hängt ein wenig verloren am Absperrgitter. Eigentlich soll er darauf hinweisen, dass die Baustelle in der Ortsmitte von Benthe nicht betreten werden darf, weil beim Abriss des alten Gasthauses asbesthaltiges Material mit dem Bauschutt vermischt wurde. Doch zu lesen ist die rote Schrift inzwischen kaum noch. Und die Anwohner werden sich wohl noch etwas länger mit dem Anblick der eingezäunten Schutthalde anfreunden müssen. Denn nach Aussagen von Regionssprecher Klaus Abelmann soll zwar heute die geforderte Abdeckplane gespannt werden. Doch ein zügiger Abtransport des asbestbelasteten Bauschutts ist nicht in Sicht.

Bis heute hatte die Region dem Eigentümer des Geländes als Frist gesetzt, um die Abdeckfolie über den Schutt zu legen, die die Anwohner vor möglichen Schäden schützen soll. Und tatsächlich soll heute eine Firma in Benthe an die Arbeit gehen. Darüber hinaus hat der Eigentümer laut Abelmann ein Ingenieurbüro damit beauftragt, die Schutthalde noch einmal genau zu analysieren, um festzustellen, ob der gesamte Bauschutt als Sondermüll zu entsorgen ist oder nur gewisse Teile. Daher sei – so der Regionssprecher – wohl auch damit zu rechnen, dass der Schuttberg noch ein bisschen länger in Benthe verbleiben werde. Wenn auch mit der von der Region geforderten Abdeckung.

Als regelmäßiger Beobachter schaut Bernd Kmiec-Schulz, der Umweltbeamte des Polizeikommissariats Ronnenberg, derzeit täglich auf der Baustelle vorbei. „Die strafrechtlichen Ermittlungen sind in vollem Gange”, erklärt er – und lobt vor diesem Hintergrund die Zusammenarbeit mit der Stadt Ronnenberg und dem zuständigen Gewerbeaufsichtsamt. Gegen den Grundstückseigentümer und den von ihm beauftragten Bauunternehmer wird wegen unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Stoffen ermittelt. Dazu kommt nun auch noch der Vorwurf der Verunreinigung des Erdreiches (siehe Extratext).

Inzwischen konnte laut Kmiec-Schulz auch der Verbleib von neun Lastwagenladungen des Bauschutts geklärt werden, die bereits vor der Entdeckung der Asbestbelastung von der Baustelle abtransportiert worden waren. Sie wurden im Landkreis Schaumburg gefunden und daraufhin bereits fachgerecht entsorgt. Das wird bei dem in Benthe verbliebenen Bauschutt wohl noch ein bisschen länger dauern. (Björn Franz)

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17.04.2015, Calenberger Zeitung, S. 9

Bagger verliert Öl auf Baustelle

Beim Abbruch des Gasthauses am Steinweg ist es offenbar zu einer weiteren Panne gekommen. Wie die Polizei bestätigte, sollen 100 bis 150 Liter Hydrauliköl ins Erdreich gesickert sein, nachdem an einem Bagger ein Schlauch gerissen ist. Bekannt wurde der Vorfall laut dem Umweltbeamten Bernd Kmiec-Schulz nur, weil nach einer notdürftigen Reparatur des Schadens fälschlicherweise Bio-Öl aufgefüllt wurde, wodurch die Hydraulik versagte. Die leeren Kanister, in denen sich das Öl befunden habe, wurden von der Polizei auf der Baustelle gefunden. Laut Regionssprecher Klaus Abelmann sei bei einer Ortsbegehung kein kontaminiertes Erdreich entdeckt worden. „Es kann aber durch den Schutt verdeckt sein”, sagte er. (bj)

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14.04.2015, Calenberger Zeitung, S. 1

Asbest im Bauschutt: Trümmer sind noch nicht abgedeckt

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Die Aufregung der Bürger ist groß, weil der Grundstückseigentümer den riesigen Haufen Bauschutt in der Ortsmitte gestern noch nicht – wie am Donnerstag von den Behörden angeordnet – mit einer Folie abgedeckt hat. Die Anwohner sind besorgt wegen des asbesthaltigen Materials im Schutt, das sich als kontaminierter Staub auf die angrenzenden Gebäude gelegt haben könnte. Die Abfallbehörde verhandelte gestern mit dem Grundstückseigentümer über die weitere Vorgehensweise. „Wir gehen davon aus, dass der Schutt bis Ende der Woche abtransportiert ist. Dann muss nicht abgedeckt werden”, sagte ein Sprecher. (ker)

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14.04.2015, Calenberger Zeitung, S. 8

Schutz für Anwohner gefordert

Region will heute entscheiden, ob der Schuttberg am Steinweg abgedeckt wird

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Das Wochenende ist untätig verstrichen. Auch gestern war der Schutthaufen noch nicht mit einer Folie abgedeckt, wie es die Behörden am vergangenen Donnerstag bei einem Ortstermin anordneten – um die Anwohner vor einer gefährlichen Asbestbelastung zu schützen.

Beim Abbruch des alten Gasthauses in der Ortsmitte wurde auch asbesthaltiges Baumaterial abgerissen und mit dem Schutt vermischt. Asbest ist Sondermüll, muss in geschlossenen Behältern gelagert und auf spezielle Deponien gebracht werden. Die Polizei ermittelt gegen den Grundstückseigentümer und den von ihm beauftragten Abbruchunternehmer wegen unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Stoffen.

Laut Polizei sind neun große Lastzüge mit Bauschutt aus Benthe ins Schaumburger Land, kleinere Mengen auf Deponien in Empelde und Sehnde transportiert worden. „Das Material auf dem Empelder Kaliberg wurde mit zwei Meter Erde bedeckt”, sagt Polizeihauptkommissar Bernd Kmiec-Schulz.

Die Asbestbelastung des Benther Schuttberges beschäftigt nun auch die Politik. Ulrich Schmersow (Grüne), stellvertretender Vorsitzender und umweltpolitischer Sprecher der Regionsfraktion, erwartet von den zuständigen Behörden Region Hannover und Gewerbeaufsichtsamt Messungen auf den anliegenden Grundstücken und das Anordnen entsprechender Schutzmaßnahmen.

Schmersow, der in Benthe wohnt, sieht ein weiteres Problem. Da das mit Dachpappe abgedeckte Dach des Seitenflügels nicht fachgerecht getrennt entsorgt und Pappenreste mit dem Schutthaufen vermischt worden seien, vermutet der Politiker eine Kontamination mit PAK (polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen). „Auch hier erwarte ich eine Überprüfung und eine entsprechende Entsorgung als Sondermüll”, sagt Schmersow.

Dagegen stuft die Region „das Risiko einer möglichen Freisetzung von Asbestfasern als gering ein, da das Material nicht gesägt oder gefräst wurde”, teilte Behördensprecher Klaus Abelmann gestern auf Anfrage mit. „Asbestfasern wird man allerdings – zum Beispiel auf Dächern – überall finden, auch in der Raumluft”, ergänzte der Sprecher. Heute entscheide sich, ob der Schutt bis zum Wochenende abtransportiert wird. „Dann muss nicht abgedeckt werden (Kerstin Siegmund)

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13.04.2015, Calenberger Zeitung, S. 8

Malerin will das Frauenbild in der Kunst verändern

Christa Shelbaia zeigt ihre Werke im Kunstraum Benther Berg

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Im Kunstraum Benther Berg haben seit gestern Künstlerinnen das Sagen: Mit ihrer Ausstellung „So wie so”, die noch bis zum 17. Mai zu sehen ist, will Malerin Christa Shelbaia auf die unterrepräsentierte Rolle von Frauen in der Kunstgeschichte aufmerksam machen.

„Leider ist die ignorante Nichterwähnung von Frauen bis heute erhalten geblieben”, sagt Shelbaia, die gestern ihre Ausstellung eröffnet hat. Egal in welches Museum man gehe, meist hingen Werke von bedeutenden Künstlern und nicht von Künstlerinnen an den Wänden.

„Frauen durften Blumen malen – aber keine Schlachten. Sie durften nackt abgebildet werden, aber selber keine Aktmalereien herstellen. Sie durften Musik machen, aber nicht selbst komponieren”, zählt Shelbaia auf. „Leider denken noch immer einige Künstler, dass Frauen einfach nicht malen können.” Dieses Bild der Frau in der Kunst möchte die Hannoveranerin ändern und hat eigens für die Ausstellung zahlreiche Frauen – unter ihnen auch eine Bildhauerin, eine Malerin, eine Komponistin und eine Schriftstellerin – auf Leinwand gebannt.

Doch nicht nur Künstlerinnen sind derzeit im Kunstraum Benther Berg zu sehen: Die etwa 30 Bilder zeigen Menschen, Tiere und Alltagsszenen. „Auf den ersten Blick wirken die Bilder heiter, doch beim zweiten und dritten Hinschauen erkennt man, dass eine bedeutendere Aussage hinter ihnen steckt”, sagt die Künstlerin, die Themen wie Unglücke und die Schattenseiten des Lebens thematisiert. „Ein Bild zeigt beispielsweise auf den ersten Blick Menschen, die im Park auf einer Mauer sitzten”, sagt die Künstlerin. „Das Thema dieses heiter wirkenden Werks ist allerdings Flucht.”

Die Ausstellung ist bis zum 17. Mai jeweils freitags und sonnabends von 15 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. (Lisa Malecha)

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11.04.2015, Calenberger Zeitung, S. 12

Osterferien im Bauwagen

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Basteln, kicken, auf Ponys reiten und sogar einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren: Das alles haben Jungen und Mädchen aus Benthe in den Osterferien gemacht – und zwar im und rund um den Bauwagen auf dem Dorffestplatz. Die Koordinatorin Lisa Maack hatte nicht nur dafür gesorgt, dass der Jugendtreffpunkt für den Dorfnachwuchs in den Ferien täglich von 10 bis 18 Uhr offenstand. Maack hatte auch spannende Aktionen organisiert. Zum Abschluss des Osterferienprogramms zeigten Maack und Catharina Weißenborn von der Jugendgruppe der Johanniterunfallhilfe acht Kindern lebensrettende Sofortmaßnahmen – gegenseitiges Verbände anlegen inbegriffen. „Insgesamt haben 28 Kinder bei den Aktionen vom Bauwagen mitgemacht. Besonders begehrt waren das Ponyreiten und der Erste-Hilfe-Kurs”, zog Maack Bilanz. (ir/Rodriguez)

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10.04.2015, Calenberger Zeitung, S. 8

Asbesthaltiger Schutthaufen wird mit Planen abgedeckt

Behörden verständigen sich mit dem Grundstückseigentümer

Der mit Asbest verunreinigte Bauschutt auf einem Grundstück am Steinweg wird mit Planen abgedeckt und soll so schnell wie möglich als Sondermüll entsorgt werden. Um die Staubbelastung gering zu halten, hat die Ortsfeuerwehr Benthe gestern erneut für eine intensive Befeuchtung des Schuttberges gesorgt.

Bei einem Ortstermin gestern Vormittag verständigten sich Vertreter der Polizei, des Gewerbeaufsichtsamtes, der Region als untere Abfallbehörde und der Eigentümer des Grundstücks über die weitere Vorgehensweise. „Möglicherweise schon heute soll der Schutthaufen mit zwei 50 mal 50 Meter großen Planen abgedeckt werden”, sagte Kriminalhauptkommissar Bernd Kmiec-Schulz, der wegen unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Stoffen ermittelt.

Die Entsorgung des Sondermülls muss von einer zertifizierten Fachfirma erfolgen. Nach Informationen dieser Zeitung verfügt das Abbruchunternehmen über das Zertifikat und kann damit eine Entsorgungsgenehmigung beantragen. Bei dem Ortstermin machten Beteiligte deutlich, dass die Asbestbelastung des Bauschutts und damit die Gesundheitsgefahr gering sei. Asbesthaltiges Material soll lediglich in einem Teilbereich eines Anbaus des ehemaligen Gasthauses vorhanden gewesen sein. Zudem sei das asbesthaltige Material mit Bauschutt durchmischt. Kmiec-Schulz hob das schnelle Eingreifen der Feuerwehr hervor, die im Rahmen der Gefahrenabwehr den Schuttberg feucht halte. „Wir haben sofort reagiert, als wir am Dienstagabend Kenntnis von der Asbestbelastung erhielten”, beruhigte er Anwohner. (Kerstin Siegmund)

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09.04.2015, Calenberger Zeitung, S. 1

Asbest im Schutt macht Ärger

Feuerwehr hält Trümmer des alten Gasthauses feucht – Heute Ortstermin der Behörden

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Beim Abriss eines altes Gasthauses in der Ortsmitte ist Asbest freigesetzt worden. Zum Schutz vor gefährlichem Feinstaub hält die Feuerwehr den Bauschutt vorerst feucht. Heute wollen die Behörden entscheiden, was mit dem Material geschehen soll.

Asbesthaltige Rohre und Platten hat ein Arbeiter am Dienstag in dem Bauschuttberg entdeckt, der von dem früheren Gasthaus am Steinweg übrig geblieben ist. Mitte März begann der Abriss des 1830 errichteten Gebäudes. Auf dem Grundstück sollen Wohnhäuser entstehen.

Der Baggerfahrer alarmierte das Gewerbeaufsichtsamt, dessen Mitarbeiter rief wiederum die Polizei in Ronnenberg. Wegen der Gefahr, die von dem asbesthaltigen Material ausgehen kann, sei die Baustelle stillgelegt und das Betreten verboten worden, sagt Kriminalhauptkommissar Bernd Kmiec-Schulz. Die Polizei bat die Feuerwehr Benthe um Unterstützung, die einen Wasserschleier über den Schuttberg legte, um das Material feucht zu halten.

Laut Kmiec-Schulz ist Eile geboten bei der Entscheidung, was mit dem Schutt geschehen soll. Bei wärmeren Temperaturen und Wind bestehe die Gefahr, dass sich asbesthaltiger Feinstaub in der engen Ortslage verteile. Heute Vormittag treffen sich Mitarbeiter der zuständigen Behörden vor Ort, darunter auch die Region als untere Abfallbehörde. Sie wollen festlegen, ob der Schuttberg sofort abgedeckt oder das Material in Containern abtransportiert wird. Regionssprecher Klaus Abelmann verweist auf die Vorschriften für die Entsorgung von Sonderabfällen, festgelegt von der Niedersächsischen Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall. „Die Region überwacht das.”

Die Polizei hat die Abbruchfirma wegen des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen angezeigt. Das Unternehmen ist von dem Käufer des Grundstücks, einem Bauträger, beauftragt worden, das Gasthaus und den Saal abzureißen und das Material zu entsorgen.

Da der Abriss bereits Mitte März begann und etliche Tonnen Bauschutt schon vor Ostern auf Lastwagen abtransportiert wurden, muss Kmiec-Schulz nun herausfinden, wo der Schutt nun lagert. „Jeweils zwölf Tonnen sind auf Deponien in Empelde und in Sehnde gelandet”, sagt er. Sollte wegen der asbesthaltigen Bestandteile eine Gefahr von dem Benther Schutt ausgehen, müsse dieser auf eine Sondermülldeponie gebracht werden, betont der Beamte. (Kerstin Siegmund)

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09.04.2015, Calenberger Zeitung, S. 11

Weniger Müll in Benthe

Der Förderverein Dorfentwicklung Benthe hatte bereits zum 23. Mal in Folge zum Frühjahrsputz in Benthe aufgerufen. An der Aktion, die unter dem Motto „Der große Rausputz” läuft, beteiligten sich 17 Benther. „Wir sind mit der Resonanz mehr als zufrieden”, stellte der Vorsitzende des Fördervereins, Manfred Bohr, voller Stolz fest.

Neben viel Plastik, Flaschen und Papiertüten, die 15 rote von Aha zur Verfügung gestellte Säcke füllten, fanden die fleißigen Helfer viel Metall. Sie stellten aber fest, dass der weggeworfene Müll erfreulicherweise weniger geworden ist. Vielleicht liegt das daran, dass die Aktion „Der Große Rausputz” zur Kenntnis genommen wird und die Menschen dadurch in Sachen Müll sensibler geworden sind.

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31.03.2015, Calenberger Zeitung, S. 8

Kamelle der Narren für Benther Jugend

Jungen und Mädchen profitieren vom abgesagten Rosenmontagsumzug in Braunschweig

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Zähneputzen nicht vergessen! Diesen Tipp wird Lisa Maack den Kindern aus Benthe wohl noch häufig geben. Die Koordinatorin des Jugendbauwagens des Ortsrates Benthe lagert seit vergangenem Freitag 40 Kilogramm Süßigkeiten ein.

Die Bonbons sind eine Spende des Braunschweiger Karnevalsvereins, der am Rosenmontag auf den „Kamellen” sitzen geblieben war. Wegen eines Terroralarms musste der Umzug in Braunschweig kurzfristig abgesagt werden. Lisa Maack bekundete für den Jugendbauwagen in Benthe Interesse. Am 27. März holte sie die Süßigkeiten aus Braunschweig ab.

Nun sollen die Bonbons über das Jahr verteilt bei Aktionen im Jugendbauwagen ausgegeben werden. „Die Süßigkeiten helfen dem Nikolaus dieses Jahr am 6. Dezember, die Schuhe und Socken der Kinder zu füllen”, sagt Maack. Im vergangenen Jahr hatten 47 Jungen und Mädchen einen Schuh oder eine Socke im Bauwagen abgegeben.

Im Bauwagen können Kinder spielen, sich austauschen und Spaß haben. „Das Schöne an diesem Bauwagen ist, dass ihn Jungen und Mädchen aller Altersklassen nutzen. Ursprünglich war der Treffpunkt nur für Jugendliche gedacht, aber es haben sich längst auch jüngere Nutzer dafür begeistert”, sagt Ortsratsmitglied Lisa Maack (Grüne), die den Treffpunkt betreut.

Ortsbürgermeister Detlef Hüper und sein Ortsratskollege Manfred Wilke (beide SPD) waren im Sommer 2012 in der Nähe von Celle fündig geworden. Dort kauften sie den 6,5 Meter langen Bauwagen, der Jugendlichen des Dorfes seit September 2012 als wetterfeste Unterkunft dient. Damit erfüllte der Ortsrat einen lange gehegten Wunsch der Benther Jugend, die zuvor nach ihren Wünschen befragt worden war. Finanziert wurde der Bauwagen aus Spenden. (Kerstin Siegmund)

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27.03.2015, Calenberger Zeitung, S. 14

Senioren ärgern sich über Müll

Dass es langsam Frühling wird, ist daran zu merken, dass die Natur erwacht; es blüht an vielen Stellen. So auch am Ortseingangsbeet von Benthe. Dort haben Mitglieder des Benther Senioren-Teams das Beet gesäubert. Jetzt kommen die vor Jahren gepflanzten Narzissen so richtig zur Geltung; sie können sich entfalten.

„Leider mussten wir erneut viele Zigaretten-Kippen, leere Schachteln, Kronkorken und weiteren Müll einsammeln”, so Manfred Bohr. Die fleißigen Senioren ärgerten sich maßlos über die Umweltsünder und appellieren wiederum an diese, rücksichtsvoller mit der Natur umzugehen und den Müll dort zu entsorgen, wo geeignete Stellen dafür vorgesehen sind.

Ende März wird noch eine bunte Sommerblumenmischung eingesät, die dann zu Sommerbeginn die Autofahrer erfreuen soll.

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24.03.2015, Calenberger Zeitung, S. 2

Hanischs Arbeit folgt einer klaren Linie

Ausstellung im Kunstraum endet – Gespräch mit der Künstlerin

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Eine Kunstschaffende mit außergewöhnlicher Vita können Interessierte am Sonntag, 29. März, im Kunstraum Benther Berg treffen. Die diplomierte Textilgestalterin Gudrun Hanisch, Jahrgang 1944, wird bei der Finissage ihrer Ausstellung „Seidenwege” in Benthe anwesend sein.

Hanisch, 1944 geboren in Swinemünde, war ab 1970 Fachlehrerin für Textilgestaltung an der damaligen Fachschule für angewandte Kunst in Schneeberg. Nach drei Jahren musste sie aus politischen Gründen das Lehrerdasein in der DDR beenden. Über den Verband Bildender Künstler konnte sie im Bereich der angewandten Kunst tätig sein.

Hanisch gelang es 1989, kurz vor der Öffnung der Mauer, nach Westdeutschland auszureisen. Ihr beruflicher Neubeginn vollzog sich an der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Dort erhielt sie eine Professorenstelle und begleitete 17 Jahre lang, bis 2009, Studenten auf ihrem künstlerischen Weg.

Die Künstlerin Hanisch stellt den ästhetischen Eigenwert der Linie als eine wichtige Ausdrucksform in das Zentrum ihres Schaffens. Gerade, gekrümmt oder gewellt entwickeln sich die Linien hinein in den figurativen Bereich. Hanisch arbeitet vorzugsweise mit Seide.

Nach ihrer Ausreise aus der DDR lebte und arbeitete Gudrun Hanisch in Gehrden und anschließend in Hannover. Am Sonntag führt die Malerin Kristina Henze aus Barsinghausen von 11 bis 14 Uhr Besucher durch die Ausstellung. Um 14 Uhr kommt Hanisch dazu. (Kerstin Siegmund)

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23.03.2015, Calenberger Zeitung, S. 10

Bohr plagen Nachwuchssorgen

Förderverein Dorfentwicklung: Gesamter Vorstand will im nächsten Jahr aufhören, doch Nachfolger fehlen

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Den Förderverein Dorfentwicklung Benthe plagen Nachwuchssorgen: Nachdem alle sechs Vorstandsmitglieder in der Jahresversammlung erklärt haben, im nächsten Jahr nicht erneut kandidieren zu wollen, appelliert Vorsitzender Manfred Bohr nun an die jüngeren Einwohner.

„Ich bin jetzt 74”, sagt der frühere Ortsbürgermeister, der sich wie die meisten Mitglieder des Vorstands aus Altersgründen nicht erneut zur Wahl stellen will. Die Altersstruktur des 1994 gegründeten Vereins mit 35 Mitgliedern sei ein Problem. „Wir rufen daher alle Benther auf, uns zu helfen und brauchen vor allem jüngere Mitglieder um die 30”, betont Bohr.

Die potenziellen Nachfolger seien in ihren Gestaltungsmöglichkeiten völlig frei und könnten ihre eigenen Ideen einbringen. „Ich bin natürlich bereit, dem neuen Vorstand in den ersten Monaten zu helfen, wenn es denn gewünscht wird”, bietet Bohr an. „Wichtig ist nur, dass es weitergeht”, sagt er. Schließlich habe der Förderverein in den vergangenen Jahren viel erreicht. Zu den größeren Projekten zählte der Umbau der Friedhofskapelle, das Anlegen der Beete im Dorfmittelpunkt sowie der Aufbau des Naturlernpfades und des Dorfplatzes.

„Wir müssen das alles natürlich auch hegen und pflegen”, betont Bohr. Zudem habe der Förderverein noch viele weitere Ziele – unter anderem die Gründung einer Bürgerstiftung, die Gestaltung der Anlage Sieben-Trappen-Steine, der Freifläche Thorgarten und der Regenwasserrückhaltebecken. (Carsten Fricke)

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03.03.2015, Calenberger Zeitung, S. 10

Eltern wollten den Wechsel

Ein früherer Trainer der Fußball-C-Jugend des VSV Benthe weist Behauptungen des Vorsitzenden zurück. Dieser hatte gesagt, der Trainer habe Kinder zum Vereinswechsel überredet. „Ich war nicht der Auslöser dafür, dass die Spieler zur SG Everloh/Ditterke gegangen sind”, entgegnet der Coach.

Nach Querelen mit dem Vorstand habe er in Benthe nicht weitermachen können. Er habe sogar einen anderen Trainer finden wollen, um die Mannschaft zusammenzuhalten. Dass Spieler und Eltern hinter dem Trainer stehen, bestätigten gestern Mütter und Väter. „Die Kinder wollten ihn behalten. Wir Eltern haben uns für den Wechsel entschieden.” (ker)

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02.03.2015, Calenberger Zeitung, S. 9

Beim VSV Benthe kehrt nach Mitgliederverlust Ruhe ein

Zwei Mannschaften verlassen Verein – Bilanz ist trotzdem positiv

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Der VSV Benthe hat im vergangenen Jahr einen erheblichen Mitgliederrückgang verzeichnet – obwohl sich dem Sportverein 52 neue Mitglieder angeschlossen haben. Warum dem auch 110 Austritte gegenüberstehen, hat am Freitagabend in der Jahresversammlung der Vorsitzende Christian Gehrold erläutert. „Uns haben im Sommer zwei Fußballmannschaften verlassen”, sagte er im Gemeindehaus. Die zweite Herrenmannschaft habe sich einem anderen Verein angeschlossen.

Zuvor war das Team in die Kritik geraten. „Die Spieler wollten nicht in der ersten Mannschaft aushelfen und deshalb weg”, sagte Gehrold. Fehlende Integration sei auch der Grund für den Weggang der C-Jugend gewesen. „Der kritisierte Trainer war nicht schnell genug zu ersetzen und hat die Kinder zum Wechsel überredet”, sagte Gehrold.

Trotzdem zog er eine positive Bilanz. „Jetzt ist Ruhe eingekehrt”, sagte er. Der Verein zählt 695 Mitglieder in 15 Sparten – darunter sieben Fußballmannschaften. Am 10. März wird dem VSV sogar die Sportplakette des Bundespräsidenten verliehen. „Weil die Angebote im 105. Vereinsjahr vom Baby bis zum Greis alle berücksichtigen”, sagte Gehrold. In der Versammlung wurden Klaus Schulze, Reinhard Köster, Margot Haberkamp und Friedrich Offenhausen für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. (ir)

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28.02.2015, Calenberger Zeitung, S. 10

Süßen Berufswunsch aus Paris mitgebracht

Patissiere arbeitet gern mit Schokolade

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Diese Geschichte ist wirklich wahr: Eine junge Frau geht nach dem Abitur als Au-Pair-Mädchen nach Paris. Angesichts der köstlichen Produkte in den Patisserien weiß sie, was sie einmal werden will: feines Gebäck, Süßwaren und Desserts herstellen. „Ich hab’ schon immer gern gebacken”, erinnert sich Anja Giersberg an eine weitere Voraussetzung für ihre Berufswahl.

Sie ist in Benthe aufgewachsen und in Empelde zur Schule gegangen. Nach einigen Lehr- und Wanderjahren kehrte die 30-Jährige in ihren Heimatort zurück und arbeitet seit dem 10. Januar im Hotelrestaurant Benther Berg. Dort baut sie derzeit mit dem Koch und Geschäftsführer Reinders Aggen eine hauseigene Konditorei auf. Aggers und Giersberg kennen sich schon länger: Beide besuchten zeitgleich die Oberstufe der KGS in Empelde.

Die konkreten beruflichen Vorstellungen, die Giersberg aus der französischen Hauptstadt mitbrachte, mündeten im Jahr 2006 in einer Ausbildung zur Konditorin in der Patisserie Elysee in Hannover. Mit Unterstützung der Begabtenförderung der Handwerkskammer besuchte sie die Meisterschule in Osnabrück. Bei ihrer Berufswahl musste Giersberg Hindernisse überwinden. „Einige Bewerbungen wurden abgelehnt, weil ich Abitur hatte.”

Dass Konditoren genauso wie Köche anfangs wenig Geld verdienen, konnte sie nicht abschrecken. „Man muss sich einen Namen machen.” Zu diesem Zweck arbeitete sie in renommierten Restaurants wie dem „Buddenbrooks” in Travemünde oder dem „La Vie” in Osnabrück. An ihrer neuen Wirkungsstätte in Benthe gefällt ihr die Vielseitigkeit. „Ich mache Desserts und Eis genauso wie Pralinen und Hochzeitstorten.”

Anja Giersbergs feine Kreationen sollen bald auch im Außer-Haus-Verkauf erhältlich sein. Und welches süße Produkt bevorzugt die Patissiere? „Ich arbeite am liebsten mit Schokolade.” (Kerstin Siegmund)

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21.02.2015, Calenberger Zeitung, S. 13

Seide spielt die kreative Hauptrolle im Kunstraum

Ausstellung mit Collagen und Fotomontagen öffnet morgen

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Seidencollagen und Fotomontagen sind ab morgen in der Ausstellung „Seidenwege” im Kunstraum Benther Berg zu sehen. Die Textilgestalterin und Fotokünstlerin Gudrun Hanisch präsentiert dort mehr als 40 Werke.

„Die Arbeiten enthalten unterschiedliche Techniken, aber das Material Seide – ob als Fläche, Element oder Faden – stellt die Verbindung zwischen ihnen her”, erläutert Hanisch. Ihre Fotomontagen zeigen gefaltete, mit Seide bestickte Papierobjekte. „Das Montieren von fotografischen Details am Bildschirm ist seit fünf Jahren meine bevorzugte Arbeitstechnik”, sagt die heute in Hannover lebende Künstlerin. Seit fast 30 Jahren verarbeite sie Seide in Collagen. „Im Lauf der Zeit wurden die geschnittenen Teile immer kleiner und ermöglichten mir, malerische Strukturen zu erzeugen”, erzählt die ehemalige Professorin für Textilgestaltung an der Westsächsischen Hochschule Zwickau, an deren Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg sie von 1992 bis 2009 gelehrt hat. (Carsten Fricke)

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12.02.2015, Calenberger Zeitung, S. 9

Im September sollen Container stehen

Die Ronnenberger Verwaltung informiert in Benthe – und sucht noch vier weitere Standorte für Flüchtlingsheime

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Vor mehr als 100 interessierten Bürgern hat die Ronnenberger Verwaltungsspitze zum Thema Flüchtlingsunterkunft in Benthe Rede und Antwort gestanden. Dabei bewies sie viel Fachkompetenz und Geduld – kündigte aber zugleich an, dass voraussichtlich noch vier weitere Standorte für Containerwohnheime benötigt würden.

Am Schluss wurde Torsten Kölle noch einmal sehr deutlich. Und man merkte dem Ersten Stadtrat von Ronnenberg an, dass ihm die Botschaft enorm wichtig war, die er den mehr als 100 Bürgern im Gemeindehaus am Wallbrink, von denen einige sogar keinen Sitzplatz mehr ergattern konnten, mit auf den Heimweg geben wollte. Die geplante Gemeinschaftsunterkunft für 25 Flüchtlinge in Benthe, über die die Bürger der etwa 1900 Einwohner großen Gemeinde am Dienstagabend von der Stadtverwaltung informiert wurden, sei letztlich nur die Spitze des Eisberges. Denn innerhalb der nächsten zwei Jahre werde Ronnenberg voraussichtlich noch 200 weitere Flüchtlinge aufnehmen – und dafür vier weitere Standorte suchen müssen.

Eine Stunde lang erklärten Bürgermeisterin Stephanie Harms sowie ihre Fachbereichsleiter Kölle, Frank Schulz und Wolfgang Zehler den Besuchern des Informationsabends in aller Ruhe die unterschiedlichen Aspekte der Entscheidung, die am vergangenen Donnerstag vom Rat verabschiedet worden war. „Mit der Anwesenheit der gesamten Verwaltungsspitze zeigen wir, wie wichtig uns dieses Thema ist”, erklärte die Bürgermeisterin, die sich am Ende der knapp zweistündigen Veranstaltung hocherfreut über die Sachlichkeit und Disziplin der anschließenden Fragerunde zeigte.

Tatsächlich hatten die Benther eine ganze Reihe kritischer Fragen zu der Entscheidung, eine zweistöckige Containerunterkunft an der Salinenstraße zu errichten, die bis zum September fertig sein soll. Sie wollten unter anderem erfahren, ob Flüchtlingsfamilien bei der Vergabe von Kindergartenplätzen bevorzugt behandelt würden, ob schon klar sei, welche Nationalitäten unter den Neuankömmlingen vertreten seien und ob die Flüchtlinge berechtigt seien, eine Arbeitsstelle anzutreten.

Zu all diesen Fragen hatte die Ronnenberger Verwaltungsspitze die passenden Antworten parat. Nur bei der Frage, ob es Alternativen zu Benthe gegeben habe, merkte man Harms an, wie sehr der Ausblick auf die kommenden Jahre sie belastet: „Wir hatten einen enormen Zeitdruck”, erklärte die Bürgermeisterin. „Daher ging es erst einmal darum, welche Flächen überhaupt schnell verfügbar waren. Und statt um Alternativen geht es jetzt eher darum, welche zusätzlichen Flächen in Ronnenberg noch infrage kommen.” (Björn Franz)

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09.02.2015, Calenberger Zeitung, S. 9

Unterkünfte für Flüchtlinge

Die von der Stadt am Rathaus in Empelde für etwa 60 Flüchtlinge geplante Gemeinschaftsunterkunft wird nicht ausreichen. Nachdem die Verwaltung am 23. Dezember ihre neue Quote für die Aufnahme von Flüchtlingen erfahren hat, plant sie eine weitere Unterkunft in Benthe für 25 Asylbewerber. Zumal auch das Flüchtlingsheim in Weetzen mit 75 Bewohnern bereits voll belegt ist.

Die Kommune muss in den kommenden Monaten mehr als 100 Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten neu aufnehmen und für diese Wohnraum zur Verfügung stellen. Über die Unterbringung von Flüchtlingen und das Konzept für deren Betreuung informieren Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Bürger morgen ab 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Benthe, Wallbrink 5. (ker)

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30.01.2015, Calenberger Zeitung, S. 10

Diskussion über neues Altarbild

Kirchengemeinde verschiebt Termin

Die evangelische Kirchengemeinde Benthe verschiebt kurzfristig eine Mitgliederversammlung, bei der über das Bild an der Altarwand in der Kirche gesprochen werden soll. Zu dem Treffen lädt die Gemeinde für Sonntag, 15. Februar, nach dem 18-Uhr-Gottesdienst ein. Ursprünglich war die Versammlung bereits für Sonntag, 1. Februar, geplant.

Im Zuge der geplanten Gespräche über das Altarbild werden die Gemeindemitglieder zu dem Gottesdienst und auch zur anschließenden Versammlung in die Kirche an der Straße Am Steinweg eingeladen. Dort lasse sich am besten über das Werk der Künstlerin Bärbel Erbstößer sprechen, sagt Pastor Martin Funke. Die Künstlerin hatte das Bild 2013 im Auftrag der Gemeinde und nach einer Umfrage unter den Mitgliedern angefertigt. Es zeigt ein mosaikartig dargestelltes Kreuz.

Grund für den Auftrag war das Motiv des alten Altarbilds von einem gekreuzigten Jesus mit hervorquellenden Augen. Das Werk hatte vielen Kindern Angst eingeflößt. Auch das neue Bild hat inzwischen unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. „Darüber wollen wir uns in der Kirche austauschen”, sagt Funke.

Die Besucher des aktuellen Gottesdienstes am Sonntag, 1. Februar, treffen sich um 10 Uhr im Gemeindehaus am Wallbrink. Der Gottesdienst ist Bestandteil der Themenreihe zur Bergpredigt und trägt den Titel „Maßvoll kritisieren – vom Splitter und vom Balken”. Anschließend werden im Gemeindehaus Kaffee, Tee und Kuchen serviert. (ir)

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28.01.2015, Calenberger Zeitung, S. 11

Sporthaus soll dem Dorf offen stehen

Ortsrat will Saal des VSV Benthe für große Versammlungen herrichten lassen – Alternative zum Kirchensaal nötig

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In Benthe gibt es nach der Schließung der einzigen Dorfgaststätte kaum geeignete Räume für größere Veranstaltungen. Der Ortsrat will darum das Sporthaus des VSV Benthe so herrichten, dass der Saal für Versammlungen mit bis zu 50 Teilnehmern genutzt werden kann. Das städtische Gebäude soll künftig der Dorfgemeinschaft offen stehen.

Ortsbürgermeister Detlef Hüper ist spätestens seit vergangenem Wochenende von der Idee überzeugt: „Bei der Feuerwehrversammlung waren 50 bis 60 Leute im Sporthaus, und es hat funktioniert”, sagt er. Um den Saal künftig auch ohne großen Organisationsaufwand für Veranstaltungen dieser Art anzubieten, will der Ortsrat das Gespräch mit der Stadt und dem VSV suchen. In dem städtischen Gebäude sind laut Hüper kleine Veränderungen nötig. „Es müssen neue Tische her, die alten sind zu schwer und sperrig.” Sinnvoll sei auch, eine Zapfanlage und eine Spülmaschine zu beschaffen.

Der Ortsrat will sich mit dem Sportverein besprechen. Die Interessen des VSV sollen nicht leiden. „Wir wollen nur eine Alternative zum viel genutzten Saal der Kirchengemeinde schaffen”, sagt Hüper. Dort haben seit der Schließung der Gaststätte Fellersmann viele Organisationen eine neue Unterkunft für ihre Aktionen gefunden, unter anderem das Dorfkino. Für kleinere Veranstaltungen werden außerdem der Lebensmittelladen im Ortskern sowie das Tennisheim des VSV genutzt – auch der Ortsrat tagt dort inzwischen.

Das Sporthaus mit dem erst kürzlich sanierten Dach soll zusätzliche Möglichkeiten bieten. Der VSV-Vorsitzende Christian Gehrold steht den Plänen offen gegenüber. Die Kapazität sei wegen der Übungseinheiten der Sparten aber begrenzt. „Die VSV-Aktivitäten müssen im Zweifel Vorrang haben.” Der Verein werde sich aber nicht quer stellen. Gehrold hält nur die fehlende Barrierefreiheit für problematisch. Das sieht der Ortsbürgermeister gelassen: „Bei Fellersmann waren die Treppen steiler.” (Ingo Rodriguez)

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28.01.2015, Calenberger Zeitung, S. 12

Tischlerei siedelt nach Empelde um

Traditionswerkstatt verlässt nach 25 Jahren Benthe – Neustart mit früherem Lehrling kostet rund halbe Million Euro

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Tischlermeister Detlef Hüper verlässt mit seinem Betrieb nach 25 Jahren den Standort Benthe und siedelt nach Empelde um. Dort entsteht zurzeit am Ortsrand ein etwa 575 Quadratmeter großer Neubau. In der Gemeinschaftswerkstatt ist künftig auch der Empelder Betrieb des Tischlermeisters Andreas Bischoff untergebracht.

Rund eine halbe Million Euro investiert Hüper, der auch Ortsbürgermeister von Benthe ist, nach eigenen Angaben, um künftig in Empelde seine Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Mit seinen zurzeit neun Mitarbeitern zieht der Tischlermeister nun nach einem Vierteljahrhundert von Benthe an einen neuen Standort.

An der Nenndorfer Straße hat Hüper ein städtisches Grundstück erworben und lässt dort zurzeit eine 475 Quadratmeter große Werkstatthalle sowie einen etwa 100 Quadratmeter großen Trakt für Büround Sozialräume errichten. Hüper benötigt auch deshalb künftig eine größere Unterkunft als bisher in Benthe, weil in dem Neubau auch ein Kollege, der Tischlermeister Andreas Bischoff aus Empelde, mitarbeiten wird. „Wir haben eine offene Handelsgesellschaft gegründet”, sagt Hüper.

Für ihn ist Bischoff ein alter Bekannter: Der 32-Jährige hat bei ihm die Tischlerlehre absolviert. Auch Bischoff verlässt für das Gemeinschaftsprojekt seine bisherigen Räume – ebenfalls an der Nenndorfer Straße – und bringt einen Mitarbeiter mit. Der 55-jährige Hüper hofft, dass Bischoff in einigen Jahren seinen Betrieb übernimmt.

Als Ronnenberger Ratsherr (SPD) habe er Wert darauf gelegt, mit seinem Geschäft im Stadtgebiet zu bleiben, betont Hüper. Sein privater Wohnsitz bleibe jedoch in Benthe, sagt der Ortsbürgermeister. Die bislang gemieteten Betriebsräume in Benthe wird nach seinen Angaben ein Metallbauer übernehmen. Hüper will möglichst im Mai oder Juni mit seiner Tischlerei in den Neubau ziehen. (Ingo Rodriguez)

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26.01.2015, Calenberger Zeitung, S. 10

Einsatz bei Verkehrsunfällen belasten Feuerwehrleute

Benther Einsatzkräfte rücken 23-mal aus

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Nach Schließung der Gaststätte Fellersmann musste sich die Ortsfeuerwehr Benthe einen neuen Ort für ihre Jahresversammlung suchen. Erstmals haben die Mitglieder am Freitagabend im Sporthaus des VSV Benthe am Hammfeld getagt.

Die Ortsfeuerwehr Benthe hat im vergangenen Jahr 23 Einsätze registriert. Ortsbrandmeister Karl-Heinrich Behrens berichtete von 19 technischen Hilfeleistungen und vier Bränden in den vergangenen zwölf Monaten. Behrens erinnerte in seinem Rückblick an die beiden schweren Verkehrsunfälle am Gehrdener Damm, wo es Tote zu beklagen gab. „Vor allem für die Rettungskräfte, die den Spreitzer einsetzen müssen, ist das eine enorme Belastung”, sagte der Benther Feuerwehrchef.

Der Ortsbrandmeister berichtete in seiner Ansprache auch von einer stabilen Mitgliederentwicklung: Der Ortsfeuerwehr gehören derzeit 22 aktive, sechs passive und 185 fördernde Mitglieder an. In der Kinder- und Jugendfeuerwehr sind zwölf Jungen und sechs Mädchen zwischen sechs und zwölf Jahren organisiert. „Integration ist bei uns selbstverständlich. Vier Nationen haben wir bei der Feuerwehr vereint”, sagte Jugendfeuerwehrwartin Silke Strootmann. Diese Integrationsarbeit soll fortgesetzt werden.

Marion Fellersmann wurde für 40-jährige fördernde Mitgliedschaft ausgezeichnet. Ebenfalls seit 40 Jahren in der Ortswehr dabei sind Ruth Grichel und Wilhelm Niemann. Seit 25 Jahren fördern Hinnerk Jannen, Gerhard Felchner, Wilhelm Behse, Siegbert Witte und Uwe Mormann die Ortswehr.

In der Versammlung ernannte Stadtbrandmeister Jörg Tadje außerdem Johannes Dittschlag und Sven Garbe zu Hauptfeuerwehrmännern. (Heidi Rabenhorst)

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03.01.2015, Calenberger Zeitung, S. 9

Sporthaus als neuer Treffpunkt für Benthe

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Nach der Schließung des Gasthauses Fellersmann ist der Ortsrat auf der Suche nach einem neuen Treffpunkt. „Wir wollen im neuen Jahr das Sporthaus am Hammfeld fit machen für Veranstaltungen”, sagt Ortsbürgermeister Detlef Hüper (SPD).

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist eine direkte Buslinie von Benthe zum S-Bahnhaltepunkt in Ronnenberg. Bisher müssen die Benther mit dem Bus einen Umweg über Empelde fahren und sind dafür 45 Minuten lang unterwegs. (ker)

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